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Bei uns hörte der Geschichtsunterricht bei Bismarck und dem Kaiser auf. Zu Hause wurde nie über die Zeit gesprochen. Mein Vater harderte sehr mit seiner Vertreibung und dem Verlust des Rittergutes.
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@happyday wirklich unfassbar, aber wir wurden auch mehr oder weniger unvorbereitet in dieses Grauen geführt und auch hinterher wurde der Besuch in Dachau nicht wirklich aufgearbeitet, so wie bei Dir in Buchenwald.
@SFath es gehörte eben zum Schulprogramm, dass ein KZ besucht werden musste, aber über die ganze Zeit des 3. Reiches wurde wenig erzählt.
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@SFath – Für mein Empfinden nur ungenügend. Jedenfalls habe ich viele Nächte von dem grausamen Geschehen, was wir anschauen mussten, geträumt. – Jahrzehnte später habe ich in der Traumatherapie-Ausbildung gelernt, dass auch verstörende Bilder traumatisieren können…
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happyday geändert.
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@Miez , Du sagst es, vieles erfährt man manchmal doch noch rein zufällig und/oder Jahre später…-
Wir hatten z.B. in der 8. Klasse als Pflichtprogramm den Besuch des KZ Buchenwald und waren null darauf vorbereitet, was uns dort erwartet. Doch das war noch nicht alles. Was uns verschwiegen wurde und ich einige Jahre später erfuhr, dass Buchenwald nach dem Ende des Krieges „weiter geführt“ wurde von den Sowjets als Umerziehungslager für Jugendliche, die angeblich sich dem Sozialismus verweigerten.
So erging es zwei jungen Menschen aus meiner Verwandtschaft. Beide starben früh an den Spätfolgen der „Behandlung“. –
Meine Mutter hatte ihr Leben lang Angst, auch vor meinen Fragen. Bei Strafe wurde mir verboten, meinem Vater Fragen zu stellen…
Nach dem Tod meiner Eltern habe ich es bereut, dass ich eine folgsame Tochter war.
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happyday geändert.
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