Startseite Foren Religion & Glauben Ein kurzes, tragisches Leben wird zur Weltliteratur

  • Ein kurzes, tragisches Leben wird zur Weltliteratur

     Unbekannt antwortete vor 1 Jahr, 4 Monate 5 Teilnehmer · 6 Beiträge
  • Twdore

    Teilnehmer
    13. Juni 2019 um 7:10

    Anne Frank (1929–1945)

    Anne Frank
    Wer kennt es nicht, das Tagebuch der Anne Frank? Wer hat nicht voller Ergriffenheit, Trauer und Wut Anteil genommen an ihrem Schicksal, an ihrer ersten Liebe, an ihrem frühen und sinnlosen Tod? Ihre Niederschrift dokumentiert auf einzigartige Weise das jenseits aller Vorstellungskraft liegende Leid, welches die Nationalsozialisten über die Juden gebracht haben. Dieses Selbstzeugnis ist neben den Tagebüchern Victor Klemperers das wichtigste Zeitdokument, das wir aus dieser Zeit kennen. Es ist ein erschütterndes Symbol für den Genozid an den Juden in Deutschland.

    Anne Frank

    Geboren wird Anne (Annelies Marie) Frank am 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main als zweites Kind der jüdischen Eheleute Edith Frank-Holländer und Otto Frank. Ihnen war bereits 1926 die Tochter Margot geboren worden. Bis zum Jahr 1933 lebt sie dort ein normales Leben, was sich nach der Machtübernahme der Nazis aber ändern soll.

    Da ihres Bleibens in Deutschland nicht mehr länger sein kann, flüchtet die Familie aus Deutschland. Der Vater geht, wenige Monate später gefolgt von seiner Ehefrau, als erster in die Niederlande. Anne und Ihre Schwester Margot bleiben zunächst bei der Großmutter in Aachen. In den neutralen Niederlanden, genauer in Amsterdam, finden sie Zuflucht.

    Bis zu Ihrem elften Lebensjahr wächst sie dort sicher und unbeschwert auf. Ab dem Jahre 1940 brechen schwere Zeiten für die Familie Frank an. Diese beginnen mit dem Angriff der Wehrmacht auf die Niederlande am 10. Mai 1940. Durch die zahlreichen Gesetze wird das Leben für die jüdischen Bürgerinnen und Bürger zunehmend erschwert. Am 6. Juli versteckt sich die Familie Frank in einem Hinterhaus in Amsterdam.

    Durch die Besetzung war es ihnen unmöglich geworden, das Land zu verlassen. Das Haus liegt an der Prinsengracht 263, dem Geschäftshaus, in welchem Annes Vater arbeitet. Außer der Familie Frank verstecken sich noch vier weitere Personen in diesem Haus. Dabei handelt es sich um Hermann van Pels, Auguste van Pels und Peter van Pels, die im Tagebuch den Nachnamen van Daan tragen. Auguste van Pels bekommt den Vornamen Petronella.

    Dazu kommt ferner Fritz Pfeffer, der im Tagebuch Albert Dussel heißt. Getarnt wird die Eingangstür zur Wohnung durch ein drehbares Bücherregal. Anne beginnt mit intensiven Aufzeichnungen, die sowohl das Leben in diesem Versteck wiedergeben, als auch tagespolitische Ereignisse. Im Mai 1944 beginnt sie mit der Reinschrift ihres Tagebuches, um es nach Ende des Krieges veröffentlichen zu können. Das „Tagebuch der Anne Frank“ endet mit dem letzten Eintrag am 1. August 1944.

    Am 4. August hält am frühen Vormittag ein Fahrzeug mit SS-Oberscharführer Silberhauer und drei Helfern der „Grünen Polizei“ vor dem Haus. Alle acht Versteckten werden verhaftet, auch die beiden Helfer Viktor Kugler und Johannes Kleimann. Die jüdischen Gefangenen kommen in die Konzentrationslager im Osten.

    Am 3. September werden sie nach Auschwitz deportiert. Anne und ihre Schwester Margot kommen schließlich nach Bergen-Belsen. Dort stirbt Anne Frank Ende Februar/Anfang März 1945, wenige Wochen vor der Befreiung des KZ, an Typhus.

    Ihr Todestag ist unbekannt.

    Entnommen
    https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/anne-frank/

    Twdore; Gegen das Vergessen!!!

  • Unbekannt

    Unbekannt
    13. Juni 2019 um 10:07

    Wer kennt es nicht, das Tagebuch der Anne Frank?

    Ich kenne es nicht.

    Klaus

  • Unbekannt

    Unbekannt
    13. Juni 2019 um 11:58

    Auch ich habe das Buch schon in meiner Jugend gelesen. Es hat mich mehr als erschüttert!!!
    Diese armen Menschen!

  • SusiSoho

    Teilnehmer
    13. Juni 2019 um 15:47

    Bis 1958 gab es auf meinem (Mädchen-)Gymnasium im Geschichts- und/oder Deutschunterricht noch kein Wort über das sog. Dritte Reich. Nur im Lateinunterricht gab es vage Andeutungen einer couragierten Lehrerin. Die gingen aber nicht so weit, dass man Buchempfehlungen erhielt, die über die Nazis aufgeklärt hätten. (Ich wurde allerdings von meinen Eltern schon viel früher an das Thema herangeführt.)

    Von daher kann ich gut verstehen, Klaus, dass Du das Buch nicht gelesen hast. Vielleicht fehlte es Dir später an Gelegenheit oder Interesse…Wie auch immer: es ist nie zu spät! 😉

  • Unbekannt

    Unbekannt
    13. Juni 2019 um 17:23

    Mit den Informationen in der Schule ging es mir genau wie dir SusiSoho.

    Zu Hause wurde auch nicht darüber geredet.(Ich glaube,mein Vater war gerne Soldat)

    Gelegenheit mich über die deutsche Vergangenheit zu informieren hatte ich schon genug.

    Aber ich hatte schon immer andere Interessen.
    Das ist heute noch so.
    Ich will mich nicht mit dieser verfluchten Zeit beschäftigen.
    Ich hasse Kriege.
    Das haben damals die Bundeswehrheinis gemerkt als sie mich einziehen wollten.

    Klaus

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