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Donnerstag, 25.7.24
Moin. Das waren ein paar hektische Tage und heute ist der erste ruhigere dazwischen. Es fing am Montag mit dem üblichen Anruf an: wir haben da ein Problem mit der Webseite … Ausnahmsweise mal kein Problem mit einem PC, sondern diesmal die Webseite. Theoretisch hatte ich die Tätigkeit für die Diakonie auslaufen lassen. Ich habe 30 Jahre lang beruflich Fehler in Computersystemen gesucht, darauf folgten rund 13 Jahre Fehlersuche bei PCs bei der Diakonie und zwei Initiativen und nun sollte es langsam mal gut sein damit. Ein Nachfolger bei der Diakonie ist eingearbeitet und ich darf jetzt die Füße hochlegen bzw. sie auf Wanderwegen bewegen. Niemand ruft mehr an und sagt: „Wir haben da ein Problem….“ Das funktionierte auch bis zum letzten Freitag. Inzwischen ist jemand da, der Webseiten programmiert – eine Beschäftigung die ich nie mochte – der aber den technischen Hintergrund nicht kennt, auf dem ein Softwarepaket zum Erstellen der Webseite aufbaut. Also klingelt mein Telefon und ich höre die bekannten Worte: „Wir haben da ein Problem …“ Es ist schön gebraucht zu werden und seine Kenntnisse sinnvoll einsetzen zu können aber irgendwann muss auch mal Schluss sein.
Dienstag bin ich zum ersten Mal mit einem E-Scooter gefahren. Unser Dienstagstreff war in eine Kneipe verlegt worden, in der man auch draußen sitzen kann. Das ist eine gute Idee, nur ist die zu weit vom Braunschweiger Bahnhof entfernt, um den Weg zu Fuß zu machen. Einen E-Scooter zu leihen geht ganz einfach: einmal beim Anbieter registrieren, bezahlt wird per PayPal, die App zeigt an, wo der nächste verfügbare Scooter steht. Damit zu fahren macht wirklich Spaß, nur die Navigation per Google Maps ist eine Katastrophe. Google scheint mit der Braunschweiger Innenstadt auf Kriegsfuß zu stehen. Ich hatte schon einmal mein Fahrrad im Zug mitgenommen und da wurde ich in die falsche Straße gelotst. Adresse zweimal überprüft, sie war richtig eingegeben, nur beharrte Maps darauf mich in eine andere Straße zu schicken. Auf dem Scooter ist es noch schlimmer, weil ich während der Fahrt nicht auf das Display schauen kann. Die Sprachausgabe wartete grundsätzlich bis ich an der Straße vorbei war, in die ich hätte abbiegen müssen. Die Rückfahrt zum Bahnhof gestaltete sich noch ein wenig aufregender, denn ein heftiger Gewitterschauer hatte gewartet, bis ich unterwegs war. Da stand dann die Auswahl im Raum abzuwarten und den Zug zu verpassen oder weiterzufahren und klitschnass den Zug zu erreichen. Ich fuhr weiter und saß dann im Zug und tropfte vor mich hin. Am Mittwochmorgen waren meine Jeans und die Schuhe immer noch feucht.
Jetzt bin ich damit beschäftigt, die Unterlagen für meinen Nachfolger zusammenzustellen, auf dass nach unserem nächsten Termin vielleicht wirklich Schluss ist.
Sorry für den langen Text
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