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Der verfrühte Weihnachtsmann
Ich traf ihn heut Morgen im Eichenwald.
Rot war sein Mantel, der Bart weiß und kalt,
ein brauner Sack mit Flicken bestückt,
die Mütze tief in die Stirn gerückt.
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Er war ganz erschrocken, als er mich sah
Und gab mir ein Zeichen: Bleib steh, komm nicht nah.
„Ich kam viel zu zeitig zurück in die Welt.
Mir hat wohl einer die Zeit vorgestellt?
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Nun bin ich hier mit all dem Gepäck
und suche nach einem guten Versteck.
Es wäre fatal, wenn man zu früh fände,
all meine Gaben, die schönen Geschenke.“
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„Versteh`, du bist der Weihnachtsmann
und kamst heuer zu zeitig an.
12 Tage gilt´s zu überbrücken.
Da sollte uns wohl doch was glücken.
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Dein Sack, das ist gar kein Problem,
der kann im dunklen Keller stehn.
Und du, du machst ein Rollenspiel.
Gehst für knapp zwei Wochen in zivil.
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Ein grünes Hemd, eine braune Hose,
mit Gürtel, sonst säß sie zu lose.
Ein Mantel in blau ist natürlich dabei.
Die Mütze aus Wolle, der letzte Schrei.
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Den Bart, den musst du dir abrasieren,
der lässt sich nicht anders wegkaschieren.
Oder wie wär `ne Tönung, ein helles Grau?
Sag´ Weihnachtsmann bin ich nicht schlau?“
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Knecht Ruprecht hielt den Bach sich vor lachen
„Das ist nicht schlecht, so will ich es machen.
Ganz offiziell geh ich dann durch das Land,
denn inkognito werd` ich nicht erkannt.“
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