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  • Der verfrühte Weihnachtsmann

    Von Paesi am 13. Dezember 2021 um 11:42

    Ich traf ihn heut Morgen im Eichenwald.

    Rot war sein Mantel, der Bart weiß und kalt,

    ein brauner Sack mit Flicken bestückt,

    die Mütze tief in die Stirn gerückt.

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    Er war ganz erschrocken, als er mich sah

    Und gab mir ein Zeichen: Bleib steh, komm nicht nah.

    „Ich kam viel zu zeitig zurück in die Welt.

    Mir hat wohl einer die Zeit vorgestellt?

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    Nun bin ich hier mit all dem Gepäck

    und suche nach einem guten Versteck.

    Es wäre fatal, wenn man zu früh fände,

    all meine Gaben, die schönen Geschenke.“

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    „Versteh`, du bist der Weihnachtsmann

    und kamst heuer zu zeitig an.

    12 Tage gilt´s zu überbrücken.

    Da sollte uns wohl doch was glücken.

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    Dein Sack, das ist gar kein Problem,

    der kann im dunklen Keller stehn.

    Und du, du machst ein Rollenspiel.

    Gehst für knapp zwei Wochen in zivil.

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    Ein grünes Hemd, eine braune Hose,

    mit Gürtel, sonst säß sie zu lose.

    Ein Mantel in blau ist natürlich dabei.

    Die Mütze aus Wolle, der letzte Schrei.

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    Den Bart, den musst du dir abrasieren,

    der lässt sich nicht anders wegkaschieren.

    Oder wie wär `ne Tönung, ein helles Grau?

    Sag´ Weihnachtsmann bin ich nicht schlau?“

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    Knecht Ruprecht hielt den Bach sich vor lachen

    „Das ist nicht schlecht, so will ich es machen.

    Ganz offiziell geh ich dann durch das Land,

    denn inkognito werd` ich nicht erkannt.“

    corinaistes antwortete vor 4 Jahre, 1 Monat 2 Mitglieder · 1 Antworten
  • 1 Antworten
  • corinaistes

    Mitglied
    13. Dezember 2021 um 13:05

    Wie immer gefällt mir dein Gedicht vom Weihnachtsmann ,

    Ich träume dann , da war mein Vater nur 2 Meter vor mir .

    Ich war beglückt den Tannenbaum, mit ihm aus dem Wald zu holen.

    Vorher lag er 6 Jahre in Waldeck eine Lungenheilstätte.

    Er durfte uns nicht berühren ,, 2 Meter Abstand .“

    So bin ich Groß geworden ,

    Weihnachten denk ich immer an meinen Vater ,

    auf was er und wir Kinder alles verzichten mussten.

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