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8:32 denk Dir nix Seestern @seestern47 ..Respektlosigkeit ist das Markenzeichen verbitterter Menschen…
🖐😊 LG
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Da bin ich ganz bei Dir. Die Gläubigen dürfen trauern, und das sollte man auch einfach stehenlassen. Der ganze Medienrummel wirkt allerdings überzogen – ich glaube auch nicht, dass der Papst selbst so viel Wirbel um seine Person gewollt hätte. Und was die Kirche als moralische Instanz betrifft – das sehe ich ähnlich wie Du, am Ende kann er auch nur appellieren.
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22. April, 11.25 Uhr
Dass jeder Mensch einzigartig ist, steht außer Frage – aber so „nüchtern“ über den Tod des Papstes zu sprechen, wirkt schon etwas pietätlos. Ob man ihn nun mochte oder nicht, so ein Amt und Lebensweg verdienen mehr Respekt als einen Vergleich mit einer Statistik.
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Maedchen,
„…beweinen den Verlust ihres Oberhaupts…“ Der Papst wird in aller Welt und in anderen Kulturen als die Verkörperung der kath. Kirche gesehen (oft sogar des Christentums an sich) und ist als Oberhaupt letztlich für das verantwortlich, was dort geschieht. Die Gläubigen dürfen seinen Tod beweinen, und Außenstehende sollten dies auch respektieren. Mir ist aber dieser riesige Medienaufwand um eine Person zu viel, die selbst einfach lebte und sich wahrscheinlich nicht als „unfehlbar“ sah. Kirche als moralische Instanz habe ich noch nie akzeptiert, und es sind ja auch nur Appelle, die ein Papst aussprechen kann.
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Ein netter alter Mann, der immer weiß gekleidet war und bescheiden leben wollte, ist gestorben. Ein Mensch weniger auf der Welt, der das Alleinstellungsmerkmal Papst hatte. Es sterben täglich im Schnitt 160.000 Menschen auf der Welt und jeder ist individuell.
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Ich stimme dir zu, @seestern47 . Dieser Papst allein konnte das Unrecht nicht ungeschehen machen. Doch es reicht auch nicht, sich hinzustellen, um Entschuldigung zu bitten, und danach das „Business as usual“ weiterlaufen zu lassen. Wenn das Geschehene keine Konsequenzen nach sich zieht, dann ist die Bitte um Entschuldigung eine Geste ohne Wert.
Klar, wer mal in einem großen Konzern gearbeitet hat, der weiß um das Beharrungsvermögen aller großen Institutionen. Doch wenn es dem Papst möglich war, auf einen wichtigen Posten eine Frau zu setzen, wieso war es ihm nicht möglich, jemanden einzusetzen, der sich glaubwürdig an die Aufarbeitung der Verbrechen macht? Selbst der hier so gelobte Bischof Ackermann war in erster Linie damit beschäftigt, ja keinen Fleck auf das Image der Kirche kommen zu lassen.
Ich werde grundsätzlich mißtrauisch, wenn jemand auf einmal zur Lichtgestalt verklärt wird. Alles Positive hat er gemacht und an dem Negativen waren die konservativen Kardinäle schuld. Das ist mir zu billig.
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Ich verstehe Deine Ansicht sehr gut @Yossarian – so viel Leid wurde verursacht und dann über Jahrzehnte gedeckt, verschwiegen, kleingeredet!
Aber dieser Papst allein konnte dieses Unrecht nicht ungeschehen machen. Die ganze Institution müsste sich viel grundsätzlicher verändern, ehrlich hinschauen, Verantwortung übernehmen. Ohne echte Aufarbeitung kann sich die Kirche nicht einfach wieder hinstellen und moralische Maßstäbe setzen, dafür ist sie mittlerweile zu unglaubwürdig.
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Yossarian, wir beerdigen den Papst Franziskus und nicht die katholische Kirche. Millionen Christen beweinen den Verlust ihres Oberhauptes. Da gehört es sich, einfach mal zu schweigen.
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Es wäre schon nötig, wenn es eine moralische Instanz gäbe, die sich gegen die Milliardäre, Oligarchen und die Putins dieser Welt stellen würde, aber ich befürchte, die Kirche kann das nicht. Es gibt ganz sicher viele in der Kirche, die ein unangreifbares Leben führen, aber dem steht eine ganze Menge von Kirchenmännern gegenüber, die Moral nur predigen und sich selbst nicht danach richten. Und genau diese andere Art von Kirchenleuten ist es eben, die man deckt und man sich dadurch unglaubwürdig macht. Den Satz „lasset die Kindlein zu mir kommen“ haben einige total falsch verstanden.
Sind wir doch mal ehrlich, die Kirche hat doch mit Gott nicht mehr viel zu tun. Franziskus wollte das zwar ändern, aber als Einzelkämpfer gegen die Betonwand der Sturköpfe von den Prunk liebenden Klerus hatte er wenig Chancen. Wobei er gegen alle Widerstände doch einiges anstoßen konnte.
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Miez geändert.
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