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  • Den Schleier gelüftet ...

     klunki antwortete vor 1 Jahr, 5 Monate 5 Teilnehmer · 15 Beiträge
  • Madame.C

    Teilnehmer
    15. September 2019 um 1:15

    … hat der islamische Theologe Ali Ghandour.
    Vom Islam geprägte Gesellschaften waren einst freizügig.
    Mit den Kolonialherren sei jedoch die rigide Moral gekommen, sagte er im Dlf.
    Die Kolonialherrschaft und der Import viktorianischen Denkens. Ein weiterer Grund sei die Entstehung von Nationalstaaten. Darüber hinaus habe die Ideologisierung von Religion zu einer Suche nach Eindeutigkeit geführt.

    All diese Ideen hätten ihren Ursprung im Europa des frühen 19. Jahrhunderts, sie hätten aber in islamisch geprägten Ländern nicht funktioniert. Für die Sexualität bedeutet dies: „Die Kontrolle des Sexuallebens wurde zum Machtinstrument.“

    Homosexualität, die ursprünglich toleriert war, wurde von da an verachtet. Ali Ghandour erklärt: „Den Begriff Homosexualität als Identität kannten die Menschen vor dem 19. Jahrhundert in islamischen Gesellschaften nicht. Liebe zwischen Männern war nicht Gegenstand einer Normierung. Der Koran behandelt den Geschlechtsverkehr zwischen zwei Männern gar nicht. Homophobie sei ein Import der Kolonialzeit.

    Sein Buch „Liebe, Sex und Allah. Das unterdrückte erotische Erbe der Muslime" Strenggläubige Muslime provoziert er damit. Uns lässt er staunen.

    https://www.deutschlandfunk.de/erotik-im-islam-sex-ist-eine-manifestation-gottes.886.de.html?dram:article_id=458636

    Kritikern, die allein schon seinen Buchtitel „Liebe, Sex und Allah“ als Gotteslästerung bezeichnen, hält Ghandour im Interview mit dem Deutschlandfunk entgegen:

    „Man könnte es als Gotteslästerung betrachten, wenn man ein negatives Bild von Gott hat. Als Monotheist kann man Gott eigentlich nicht wegdenken. Gott ist überall da, er manifestiert sich in allen Facetten dieses Lebens. Auch Sex ist eine Manifestation Gottes. Von daher sehe ich keinen Widerspruch zwischen dem Namen Gottes und dem Sex.

    Wenn konservative Muslime das nicht gutheißen könnten, dann sei das ihr Problem. „Ein bisschen Provokation muss sein, Provokation ist ein Mittel zum Nachdenken.“

    Ali Ghandour:
    „Liebe, Sex und Allah. Das unterdrückte erotische Erbe der Muslime“
    C.H. Beck, München 2019, 218 Seiten. 16,95 Euro.

  • Webra

    Teilnehmer
    23. September 2019 um 13:48

    Gott hat dem Menschen und den meisten Wesen aus dem Bereich "Fauna" den Sex zur Fortpflanzung gegeben.
    Alle Wesen halten sich an diesen Auftrag, nur der Mensch nicht.

    Der Mensch hat immer schon große Anstrengungen
    unternommen, Sex auch ohne die mögliche Folge
    einer Schwangerschaft, ausüben zu können.
    Er missachtet somit Gottes Auftrag.
    Auch Sex zwischen Gleichgeschlechtlichen entspricht nicht diesem Auftrag.

    Das für Religionen solch ein Verhalten, Sex auch nur zur Erzeugung von Lust zu akzeptieren, nicht
    akzeptabel ist, ergibt sich doch automatisch.

  • klunki

    Teilnehmer
    23. September 2019 um 15:44

    Wenn deine These stimmt, so erklär mir bitte,
    wie interpretierst du denn,
    dass "der Schöpfer" das Lustzentrum
    mitten ins Entsorgungsgebiet verlegte.

    :-X

  • SusiSoho

    Teilnehmer
    23. September 2019 um 19:41

    Webra, da hängst Du Dich aber weit aus dem Fenster!

    GOTT hat eine unendliche Vielfalt geschaffen und somit die Sexualität auch nicht nur zur Fortpflanzung vorgesehen. Dabei muss man sich nur eine Frage stellen: sollen Paare, die unfruchtbar sind, auf Sexualität verzichten? S. hat eben nicht nur eine rein biologische Funktion.

    Pars pro toto:

    "..Aus der Perspektive der Psychologie kann die Sexualität (lat.: “Geschlechtlichkeit”) in vielerlei Hinsicht betrachtet werden: Sexualität gilt als ein primäres Motiv für menschliches Verhalten, sie hat eine instrumentelle Funktion, dient u. a. der Reproduktion, dem Aufbau und der Aufrechterhaltung von Beziehungen, der Selbstbestätigung und steht in Interaktion mit emotionalen Zuständen…"

    https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/sexualitaet/14152

  • Webra

    Teilnehmer
    23. September 2019 um 22:23

    SusiSoho,
    ich habe nur die wichtigsten Aussagen zusammen gefaßt, die ich als Zuhörer einer Diskussionsrunde
    streng gläubiger Christen gehört habe.
    Es handelte sich dabei um eine Gruppe ausserhalb
    der " offiziellen Kirche".

    Eingestellt habe ich diesen Beitrag weil lch erfahren wollte, ob andere Gläubige auch dieser
    Meinung sind.

  • SusiSoho

    Teilnehmer
    24. September 2019 um 0:01

    Webra, ich respektiere Deine Meinung, stelle ihr nur meine entgegen. Nichts für ungut!

  • Webra

    Teilnehmer
    24. September 2019 um 0:29

    SusiSoho,
    ich fühle mich von dir nicht im Geringsten angegriffen, weil ich weiß, dass dies nicht deine Art ist.

    Ich hätte in meinem Beitrag deutlicher herausstellen sollen, dass ich nicht meine Meinung äußere, sondern die Meinung der Teilnehmer einer Diskussionsrunde
    wiedergebe, bei der ich nur als Zuhörer anwesend war.

  • Madame.C

    Teilnehmer
    24. September 2019 um 14:51

    "Das für Religionen … Sex auch nur zur Erzeugung von Lust zu akzeptieren, nicht
    akzeptabel ist, ergibt sich doch automatisch."

    Webra Du schreibst von irgenwie anderen Gläubigen. Hier ging es aber um Ansichten eines islameischen Gelehrten mit Bezug auf seine Religion, die uns ja ziemlich fremd ist.

    "Sein Buch „Liebe, Sex und Allah. Das unterdrückte erotische Erbe der Muslime" Strenggläubige Muslime provoziert er damit. Uns lässt er staunen."

    Euch offenbar nicht. Denn für wen und warum Sex nur zur Zeugung gedacht ist von Gott ist nicht das Thema. Auch nicht der Installationsort der Geschlechtsteile @klunki. 🙂

  • SusiSoho

    Teilnehmer
    24. September 2019 um 17:19

    @Madame:

    Der Autor des vorgestellten Buches sagt in einem Interview mit dem SPIEGEL u.a. folgendes:

    "Muslime sollten die eigenen vergessenen Traditionen kennenlernen – damit meine ich die eigene sexuelle und erotische Geschichte. Was nicht heißen soll, dass wir zurück in die Vergangenheit sollen. Sondern, dass man das Positive aus der eigenen Geschichte aufgreift, das Negative überwindet und gleichzeitig die aktuelle Wissenschaft einbezieht, natürlich mit einem kritischen Blick. Muslimische Gelehrte sollten Sexualität und Liebe viel mehr thematisieren…"…

    "….Muslime sollten die eigenen vergessenen Traditionen kennenlernen – damit meine ich die eigene sexuelle und erotische Geschichte. Was nicht heißen soll, dass wir zurück in die Vergangenheit sollen. Sondern, dass man das Positive aus der eigenen Geschichte aufgreift, das Negative überwindet und gleichzeitig die aktuelle Wissenschaft einbezieht, natürlich mit einem kritischen Blick. Muslimische Gelehrte sollten Sexualität und Liebe viel mehr thematisieren…"

    Das Gleiche gilt für das Christentum, besonderes für die katholische und altkatholische Kirche.

  • klunki

    Teilnehmer
    24. September 2019 um 17:41

    Das Schlimmste am solchen religiösen Themen ist,
    dass es Extremisten welcher Couleur auch immer,
    zu ihrem unguten Tun veranlasst !!!

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