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Darf es noch etwas komplizierter sein?
Vorweg:
Ich möchte nicht unter den Verdacht geraten, als grämliche Alte alles Neue und Innovative per se abzulehnen.
Der Protagonist in Storms Kindernovelle „Pole Poppenspäler“ erzählt, wie er als Kind von der Mechanik von Marionetten so fasziniert war, dass er sich selbst an die Konstruktion eines solchen Wunderwerks machte. Dabei führte sein Übereifer und Ehrgeiz ihn dazu, so viele bewegliche Teile in seine Figur einzubauen, dass sie an sich selbst zugrunde ging.
So kommt mir der Eifer vor, mit dem Techniker und Designer an der Optimierung von Geräten und digitalen Programmen arbeiten.
Was einmal praktisch und einfach zu handhaben war, wird, je „raffinierter“ die Ausführung angelegt ist, umständlich und ist nur mit langen bebilderten (möglichst kleingedruckten) Bedienungsanleitungen zu bewerkstelligen. Dass dabei auch noch die Störanfälligkeit steigt, macht das Ärgernis perfekt. Bescheidene Menschen suchen dann auch noch die Schuld bei sich, wenn „es“ nicht klappt.
Wer sich noch an die ersten benutzerfreundlichen und leichtfüßig amüsanten Ausgaben von „Word“ erinnert, kann nur staunen über die beeindruckende Fülle an auswählbaren Möglichkeiten der Textverarbeitung, die den nächstliegenden einfachen Gebrauch der laienhaften Unvollkommenheit verdächtig machen und Verunsicherung bewirken.
Wer jetzt als älterer Mensch neu in die Computerwelt einsteigen möchte, scheint mir verloren.
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warum ???weiß ich nicht…
das Schild hat schon seine Berechtigung, anscheinend bin ich mit der Abneigung nicht alleine
obwohl man weiß es ist nötig!?…oh