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Corona-Neuinfektionen in Deutschland schnellen auf über 4000
Von seestern47 am 8. Oktober 2020 um 10:06Beunruhigende Zahlen aus dem Robert Koch-Institut: 4058 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus sind in Deutschland binnen einem Tag festgestellt worden. Das bedeutet einen sprunghaften Anstieg.
Das finde ich wirklich besorgniserregend! Bleibt gesund.
Gelöschter Benutzer antwortete vor 5 Jahre, 2 Monaten 15 Mitglieder · 47 Antworten -
47 Antworten
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Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer10. Oktober 2020 um 19:16@Palmstroem – Zustimmung, das bestehende System ist nicht das Beste.
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Gerade noch was zu Kontrollmöglichkeiten gehört. Ein Paar, er mit Wohnwagengespann aus Nichtrisikogebiet, sie aus Risikogebiet, stehen auf einem Campingplatz in S-H. So einfach geht das ohne dass es auffällt und kontrollierbar ist. Da jeder für sich und separat steht, halte ich Campingplätze sowieso für ungefährlicher als andere Aufenthalte.
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@SFath, für mich war der Artikel lesenswert und was ich niederschrieb, war in Kürze der wesentliche Inhalt. Da ich keine Wissentschaftlerin bin, liegt es mir fern, einem solchen zu widersprechen bzw. dessen nicht Gedankengängen in meine Überlegungen einzubeziehen, wenn nicht andere sich bereits ähnlich geäußert hätten und ich es selbst nicht für abwegig erachte.
Die Grenzzahl (Infektionsdichte) ist eher eine „politische Zahl“, die angesetzt wurde, bis zu welcher Zahl es für die Gesundheitsämter händelbar ist, eine Nachverfolgung erfolgreich durchführen zu können. Es ist keine wissenschaftlich belegte Zahl für die „Gefährlichkeit des Virus.
Was ich vor wenigen Wochen in der Tagesschau las war (sorry, ich merke mir so Manches, ohne einen Link wiederzusuchen, dass Gesundheitsämter in Teams aufgeteilt werden (Ministeriumsbeschluss), je 5 Personen, die dann an die Arbeit gehen. Es wurde für Großstädte aufgeschlüsselt, wie viele solche Teams diese benötigten. Untersuchungen zeigte, dass meist gerade so die Hälfte der Teams erreicht wurde und da lagen die Zahlen noch um die oder sogar unter 2000 pro Tag.
Über den Altersdurchschnitt sagte der Artikel ebenfalls etwas – Risikogruppen, u.a. die ältere Generation. Interessant fand ich, dass man sie so schützen muss, dass sie am gesellschaftlichen Leben auch noch teilnehmen kann. Da muss man sich bei geschlossenen Seniorenheimen noch relativ viel einfallen lassen.
Wie sich das Virus verhält (verhalten wird), dafür hat niemand eine Glaskugel. Dazu äußerte auch Herr Drosten sich im Frühsommer, in dem er meinte, das Virus könne sich verändern und im günstigen Falle weniger aggressiv – im schlimmsten Falle aber auch „gefählicher“ werden.
Deutschland wird, so wie es sich momentan darstellt, die Höchtswerte vom Frühjahr erreichen und vielleicht sogar darüber hinaus gehen. Und die Glaskugel wird bis dahin auch nicht gefunden worden sein. Da bleibt nur: Regeln beachten.
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Danke, @Palmstroem , das ist ´ne gute Übersicht! Hier noch etwas von gestern Berlin betreffend
Was jedoch untrennbar zum Thema gehört und von all jenen, die schnell und gern beim Negieren sind, immer wieder vergessen wird ist das Pflegepersonal. All die Betten müssen vom passenden und entsprechend qualifizierten Personal betreut werden. Genau an jenem Personal fehlt es schon von grundauf. Zu bereits Fehlenden kommt dann noch der Krankenstand innerhalb des Personals selbst. Da können noch so viel freue Betten sein, wenn sie nicht versorgt werden können. Gerade in einer Arztpraxis aufgeschnappt, dass der Krankenstand gerade bei med. Personal, auch in Arztpraxen, wieder steigt. Viele werden dann auch gleich vier Wochen krank geschrieben. In Coronazeiten scheint alles zu gehen. Auch von Khs-Personal war zu hören .. wenn ich merke, dass die Zahlen hochgehen, bin ich hier weg. Rücksichtslosigkeit zu Lasten aller anderen, die dann wirklich krank werden. Also allein noch! freie Bettenkapazitäten und Zahlen zu bedenken ist viel zu kurz gesprungen.
Unkontrolliert, zu Unrecht und zu schnell vergebene Gelder hat es leider in allen Bereichen gegeben. Schlimm genug dass auch hier wieder schnell betrügerisch zugegriffen wurde, weil ausnahmsweise mal schnell geholfen werden sollte. Der Artikel aus dem TS ist knapp vier Mon. alt. In Coronazeiten ist das viel. Von den Krhs. war man besonders abhängig. Die Kontrollen werden hoffentlich inzwischen intensiver sein.
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@SFath : die Anzahl der positiven Tests zu kennen ist natürlich wichtig, aber man sollte sich nicht nur auf diese eine Zahl fokusieren sondern auch versuchen zu verstehen was diese Zahl eigentlich aussagt, bzw. in welchem Zusammenhang solche Zahlen zu sehen sind (siehe Grafik).
Im Gegensatz zu der Aussage „4.200 Neuinfektionen sind heute hinzugekommen“ klingt in meinen Ohren „Von den heute 35.000 auf Covid getesteten Personen konnte bei 1,64 % das Virus nachgewiesen werden“ wesentlich weniger dramatisch.
Aber bestimmt ist die dramaterische Aussage so gewollt um die Sensibilität der Bevölkerung aufrecht zu erhalten.
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@Paesi, ein Grenzwert gibt bestenfalls die „Infiziertendichte“, also der Virus-Träger, wieder. Nicht aber deren Folgen. Wird die etwa an den Todeszahlen gemessen? Wie sich das Virus „verhält“, nämlich wie jedes andere Virus auch, ist Virologen hinreichend bekannt.
Nachgefügt: Es vermehrt sich, so lange es Wirtszellen findet. Unabhängig davon, wie es sich derer per Mutation bedienen kann. Noch braucht es diese Überlebensstrategie nicht. Wird erst für es interessant, wenn es spezifische antivirale oder Impfstoffe gibt. Covid gehört in die gleiche Gruppe der Erreger der „Grippe“. Alle Jahre wieder lassen sich Menschen also mit Erregern aus Vorjahren impfen. Hilft insofern, das Immunsystem auf Trab zu halten.
Wie dessen Übertragungsweg ist, müßte sich langsam auch unter Bürgern herum gesprochen haben.
…Besorgniserregend wird es vor allem dann, so im Artikel, wenn sich der *Altersdurchschnitt der Infizierten wieder deutlich erhöht.
Nachgefügt * Damit verbunden ist nicht nur eine höhere Sterblichkeitsrate, sondern auch die Belastung des gesamten Gesundheits-Systems! Insbesondere all jener Menschen, die dies aufrecht erhalten müssen – incl. eigener Gefährdung. Anfängliche Notstände zu Beginn der Pandemie bez. Schutzausrüstung, Beatmungsgeräten, Isolier- und Intensivstationen… sind einigermaßen behoben. Nicht aber jene, die dies personell zu stemmen haben.
Welche Altersgruppe scheint denn nun besonders schutzwürdig zu sein? M.E. jene, die am wenigsten selbst ursächlich am Geschehen beteiligt sind. Soll ich mal aufzählen?
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@DaGori, nur noch eine kurze Rückfrage bez. der vermehrt durchgeführten Tests, die nicht anlaßlos stattfinden und auch nicht mal eben „auf Wunsch“: wäre dir, oder anderen lieber, die Zahl der positiven Tests nicht zu kennen, dafür mit der Tatsache zu leben, daß Virenträger – und somit Verbreiter – mit vorerst wenig Symptomen, egal ob alt oder jung, die Mitte der Gesellschaft bilden?
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Ich gehe davon aus, dass es für viele, Virologen und Epidemiologen eingeschlossen, nicht einfach ist, das „Verhalten“ des Virus zu erklären – viele Neuinfektionen, aber weniger ernsthafte Erkrankungen, relativ niedrige Todeszahlen – alles im Vergleich zum Frühjahr. Darüber machen sich logischerweise auch die „Nicht-Wissenschaftler“ Gedanken, wie zum Beispiel die Bürger.
In den Tagesthemen war ein Beitrag nachzulesen, der sich im Kern damit beschäftigte – nicht nur die Neuinfektionen zu berücksichtigen, sondern die Zahl der Erkrankten. Überschrift: „Ein Grenzwert allein ist nicht ausreichend“.
Besorgniserregend wird es vor allem dann, so im Artikel, wenn sich der Altersdurchschnitt der Infizierten wieder deutlich erhöht.
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@DaGori, wer weiterführende Erklärungen braucht, findet sie in den Spezials zum Thema! Die dezidierten Erklärungen dazu würden jede Nachrichtensendung rein zeitlich sprengen und a.g. der Wiederholung irgendwann auch weggeschaltet. Es gibt Podcasts aller Sendeanstalten.
Daß vielmehr getestet werden muß, sobald ein Verdacht besteht, Infektionsketten nachzuverfolgen sind, gehört dazu. Nur logisch. Wie kommst du darauf, daß jüngere Leute grundsätzlich nur leicht erkranken? Jeder 5. davon hat mit Dauerfolgen zu tun, auch wenn er keine Organvorschädigungen hatte. Covid ist keine isolierte Lungenerkrankung, sondern eine systemische, die viele Organe entzündungsmäßig betrifft. U.a. das Herz.
Inzwischen verschiebt z.B. die Chariteé wieder geplante Operationen, weil sie die Intensivbetten für Coronapatienten braucht. Manche Kliniken sind ganz zu, weil es dort Infektionen beim Personal, den Ärzten, gibt.
Informationen sind keine reine Bring- sondern auch eine Hol-Schuld!
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19.52
‚hohe Zahl an Neuinfektionen auch dadurch entstehen das seit April viel mehr getestet wird,‘
Das ist ganz zweifellos so und wurde von mir schon mehrfach erwähnt. Schönen Abend – Ricarda
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