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Clara Schumann - 200 Jahre sind ein Grund sie zu ehren
Nicht, dass ich etwas gegen Volker Lechtenbrink hätte. Gott bewahre, ganz im Gegenteil. Aber ein wenig traurig bin ich schon, kein musikalischer Link zu den Schumanns 🙁 . Ich bin ja meist in den Biografien unterwegs und weniger in den Verzeichnissen der wunderbaren Werke.
Am 13. September 1819 kam Clara Schumann zur Welt und ihr Lebenslauf ist wohl einer der interessantesten der Frauenwelt des 19. Jahrhunderts.
Im Radio habe ich eine Lesung mit einer Reihe von Briefen zwischen Clara Wieck und Robert Schumann gehört. Parallel hatte ich mir das Buch/die Biografie Clara Schumann von Eva Weissweiler vorgenommen.
Eine gänge Redewendung war vor Jahren "Aus der Sicht von heute …" – ja genau aus dem Blickwinkel und nochmaligem Lesen gibt sich ein Bild zum einen der Frauenwelt, aber auch der Kunst und der KünstlerInnen.
Eva Weissweiler nennt es die "große Zeit der Kindfrauen in Literatdur und Kunst". Da passten Friedrich Wiecks Bemühungen, aus seiner Tochter eine ganz Große zu machen hinein. Claras Talent und Hingabe zur Musik bildeten damit eine Einheit und waren Erfolg versprechend.
Viele von uns kennen die Liebesgeschichte von den beiden jungen Menschen. Und doch, in den Briefen fordert Robert mal auf musikalischem Gebiet alles von ihr und gleichzeitig schreibt er ihr, er sähe lieber ein Kochbuch auf ihrem Tischchen. Das Vor und Zurück in den Briefen, so ein Fordern und Zurückrudern zeigt welche selbstbewusste Frau Clara war und doch gefangen war in deer gesellschaftlichen Stellung der Frau.
Dabei spielte Geld wohl eine nicht unwichtige Rolle im Kampf des Vaters und des potentiellen Ehemanns.
Noch etwas anderes fällt beim Lesen auf, Clara war wohl eine, wenn nicht die bekannteste, aber sie war nicht die einzige. Ihre Berühmtheit hat wohl auch mit dem bis heute vorhandenen Briefwechsel der beiden zu tun.
Ich habe mir aus Anlass ihres 200. Geburtstages noch ein wunderbar gestaltetes Heft, eine Sondereditition der Leipziger Kunstblätter gekauft "Clara Schumann – Ein Künstlerinnenleben".
Vielleicht hilft jemand weiter und untermalt meine Geburtstagsglückwünsche mit einer schönen Musik.
Die letzte Wohnstätte ihres Vaters Friedrich Wieck befindet sich im Dresdner Stadtteil Loschwitz.
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Elbaufwärts stößt man auf weitere klingende Begegnungen. Carl Maria von Weber hatte hier in Hosterwitz seinen Sommersitz.
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und als Höhepunkt eine Begegnung mit Richard Wagner. Das Jagdschloss Graupa und das Lohengrinhaus ist für Musikliebaber ein Muss, finde ich.
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Ein klingendes Wochenende
Constantia
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