Startseite Foren Politik - Zentrale Ach ja, der arme Aiwanger!

  • Heigi

    Mitglied
    3. September 2023 um 19:07

    Zitat rooikat @rooikat:Das Herbsenken des Wahlalters ist nichts weiter als Stimmenfang.
    Mit 16 wählen, Unterhalt von den Eltern u.U. bis 27 Jahre und bei Straftat mit 20/21 noch nach Jugendstrafrecht beurteilt. Das ist nicht etwa, dieJugend ernst nehmen. Ich nenne das Verkürzen der natürlichen Findungsphase, verantwortungsloses Aufbürden von Verantwortung zur falschen Zeit, in falschem Sinn.

    Thumbsup Genau so ist es! In der Politik zählt die von Fachleuten längst fundiert erforschte Jugendpsychologie nicht.

    Zum Fall Aiwanger: Als Nachkriegskind und nicht nur wird mir bei solchen Typen schlecht.

  • Holzhacker

    Mitglied
    3. September 2023 um 17:59

    Natürlich @Becco , es treibt mir das Fremdschämen in die Knochen. Ich hoffe, dass es verhindert werden kann, das solche Typen die Finger in der Gesetzgebung stecken haben, nach der sich normale , unbescholtene Bürger dann zu richten haben! Hier sieht man die wahren Feinde unserer Demokratie, weshalb sich die Bürger abwenden und obskuren Heilsbringern wie AFD hinterher hecheln.

  • Cocco

    Mitglied
    3. September 2023 um 12:34

    Hubert’s Weste ist wohl sauber

    Kurzlink >> https://t1p.de/ug119

    …es war also doch der Bruder und Herr Söder scheint zufrieden…

  • happyday

    Mitglied
    3. September 2023 um 11:42

    Zu deinem Beitrag heute von 8:51 , @rooikat , könnte ich auch einiges aus meiner Kindheit erzählen. Doch ich unterlasse es bewusst, das hier öffentlich zu schreiben.

    Die Bücher, die du erwähnt hast, habe ich zwar nicht gelesen, doch sie waren u.a. auch ein Thema in dem Pilotpojekt „Wir Kinder des Kalten Krieges“ , an dem ich teilnehmen konnte.

    Was ich als sehr informativ empfunden habe das ist folgendes Buch, in dem auch eine Reihe bekannter Autoren zu Wort kommen, wie z.B. Gesine Schwan und Gerald Hüther :

    Barbara von Meibom – Deutschlands Chance – Mit dem Schatten versöhnen

    „Das Trauma des Nationalsozialismus sitzt nach wie vor tief. Das gilt für die Nachfahren der ehemaligen Opfer, aber auch für die Nachfahren der Täter. Das historischen Trauma wirkt auf vielfältige Weise nach und kann jederzeit wieder aufbrechen.“ – Auszug vom Klappentext

  • Ricarda01

    Mitglied
    2. September 2023 um 12:18

    @Becco

    Beitrag von 12:05

    Hallo, liebe Gabi – ich bin viel älter als du und Kriegs- und Flüchtlingskind. Beide Bücher habe ich natürlich gelesen und meine ‚Kinder‘ auch. Und es gibt noch ein weiteres von Sabine Bode: ‚Die vergessene Generation – die Kriegskinder brechen ihr Schweigen.‘ Erschienen 2013 und bei Medimops noch sehr günstig zu haben. Schönes Wochenende – Ricarda01

  • happyday

    Mitglied
    2. September 2023 um 11:28

    @rooikat „Die Eltern hätten Sturm laufen müssen.“

    Meine Bemerkung über das „Verhalten“ gewisser Lehrer galt der Grundschule, also wir waren unter 14 Jahre jung. „Gezüchtigt“ wurden überwiegend Jungen, und keiner von ihnen hat das zu Hause erzählt. Warum wohl nicht ? Da hätten die jeweiligen Väter die Jungen nochmal verprügelt, …weil sie es „verdient“ hätten …( Meinung der prügelnden Väter )

    Im Lehrlingsalter ist in der Regel niemand mehr unter 14 Jahren und löst Probleme meist selbst. Auf dem Gymnasium haben wir uns auch gegen evtl. „Übergriffe“ selbst gewehrt, das war als Grundschüler kaum möglich.

    Wie oft im Leben habe ich viele Jahre später erst einiges verstanden, warum dieses Verhalten mancher Lehrer so war.Was zum Teil bis heute verdrängt wird, das sind die traumatischen Wirkungen der Kriegserlebnisse auf den betroffenen Menschen.

    Das entschuldigt NICHT das Prügel-Verhalten, das ist aber einer von möglichen Erklärungen.

    Vielleicht hat sich jemand mal damit befasst, wie z.T. mit Vietnam-Veteranen umgegangen wurde. UND, welche Erkenntnisse daraus dann endlich gezogen wurden.

    Vor einigen Jahren habe ich mir ein Buch zugelegt, das gerade jetzt wieder hochaktuell ist.

    Anngwyn St. Just- Soziales Trauma – Balance finden in einer unsicheren Welt

  • Cocco

    Mitglied
    1. September 2023 um 18:05

    17:54 Stimmt Becco @Becco …hätte er sich gleich zu seinem Sch… reumütig bekannt, anstatt erst die Unschuldsnummer zu bringen, „wär der Kas längst gessn“ – mit solch einem Verhalten sind schon ganz andere zu Fall gekommen…

  • happyday

    Mitglied
    1. September 2023 um 11:16

    @Paesi

    Da gratuliere ich dir im Nachhinein zu diesen Lehrern und zu der Offenheit in deinem Elternhaus.

    Wie immer, Menschen reagieren unterschiedlich, viele der Kriegsgeneration schwiegen bis zum Tod. Dazu gehörten meine Eltern. Meine Mutter war von Angst geprägt, ich verstand nie warum und sie hat ihr Geheimnis zu früh ( 1968 ! ) mit ins Grab genommen. Mein Vater war vor russischer Kriegsgefangenschaft geflohen und hatte sich lange im Erzgebirge in den Wäldern versteckt. Das erzählte mir später eine Tante. – Großeltern habe ich nicht kennen gelernt. – Mein Hamburger Großvater ist bereits zu Beginn des 1. Weltkrieges 1914 gefallen.

    Die Literatur, die du aufgezählt hast, Paesi, haben wir natürlich auch in der Schule durch gearbeitet, sowie die Filme dazu gesehen. – Doch auch das kam vor, dass einer der „Neulehrer“ mit „reiner Weste“ sich viel später als Altnazi entpuppte und die Schüler misshandelte. Und nein, da wurde nicht eingegriffen…

  • Paesi

    Mitglied
    1. September 2023 um 8:19

    Als ich in Aiwangers Alter war, sogar etwas jünger, haben wir die Dramen „Nathan der Weise“, „Professor Mamlock“ (Wolf), den Roman „Das Siebte Kreuz“ (Seghers), die Ballade „Kinderschuhe aus Lublin“ (Becher) u.a. gelesen, waren wie alle Schüler damals mit 14 in Buchenwald.

    (@happyday, wir wurden gut auf den Besuch vom Geschichtslehrer und Klassenlehrer vorbereitet – bei mir war es 1970, dennoch verließen einige Schüler die Filmvorführung. Es war ein sehr einschneidendes Erlebnis damals und wir hatten danach sehr lange, sehr viele Fragen.)

    Aber auch mein Elternhaus legte Wert auf Anti-Nazi-Erziehung. Meine Großeltern hatten auf ihren Hof einige Verfolgte auf ihrer Flucht verstecken können. Mein Opa hatte mir immer wieder die Verstecke gezeigt und Geschichten erzählt.

    Solche Jugendsünden mit 17 kann man nicht verzeihen oder vergessen machen. Jemand, der seine Taten selbst als „Jugendsünde“ entschuldigen will, die schon eine ganz gehörige Portion an Planung, Engagement und Zeitaufwand voraussetzt, der heuchelt.

    Schlägt man nicht heutzutage vor, dass Wahlalter auf 17, sogar 16, herabsetzen zu wollen?

  • Holzhacker

    Mitglied
    31. August 2023 um 19:35

    Klar@Chili , dass das in dieser Schule kein Thema war, hatten die Katholiken sich doch gut mit den Nazis gestanden und wunderbar profitiert. Das Reichskonkordat ist so gut wie einmalig in der Welt.

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