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Abschied von einem verpeilten deutschen Jahrzehnt
lautet der Titel eines SPON-Artikels, der deutlich macht, was Prognosen wert sind, beispielsweise wenn es um die Geburt von Kindern geht. Von Zuwanderung gar nicht erst zu sprechen.
"Vor zehn Jahren wurden die Deutschen darauf eingeschworen, dass alles schrumpfen würde. Eine spektakuläre Fehleinschätzung, die erklärt, warum es jetzt zu wenig Wohnungen, Handwerker und Fachkräfte gibt.
Jahreswechsel in ein neues Jahrzehnt. Kuriose Zeiten. Deutschland erwirtschaftet so viel wie nie. Es gibt so viele Arbeitsplätze wie nie. Und an Geld mangelt es eigentlich auch nicht.
Und doch verfallen Schulgebäude. Kriegt man keinen Handwerker. Mangelt es an Wohnungen für alle. Gibt es endlose Wartezeiten bei Fachärzten. Und wartet man ewig, um einen neuen Ausweis zu bekommen. Überall Mangel. Fast wie zu den guten alten Zeiten im Osten. Was ja so nicht gedacht war. Wie kommt das?
Ein Grund für den Sammelmangel könnte darin liegen, was den Start in die Dekade einst prägte – eine Sparbrötchenökonomie, die sich als atemberaubende Fehleinschätzung dessen erwiesen hat, wie sich das Land tatsächlich entwickeln würde. Man könnte auch sagen: ein eindrucksvolles Versagen von Marktwirtschaft und gängiger Ökonomielehre…. "
Und da sagte letzte Woche Prof. Sinn anläßlich einer Rentendiskussion auf die Frage, was sich am deutschen Rentensstem ändern ließe, mit einer verzweifelten Geste: Nichts – Wir brauchen KINDER, KINDER!
PS: Als ich 1965 heiratete, bekam ich die Empfehlung, mir meine bis dahin eingezahlten Rentenbeiträge auszahlen zu lassen, weil es vermutlich in 40 Jahren keine Rente mehr geben würde….(Ich tat es nicht!)
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