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    Von Constantia am 18. Juni 2026 um 9:11

    Drei Bücher wollten gelesen sein. Unabhängig von einander gekauft, bauten sie sich irgendwie aufeinander auf. Unterschiedliche Verlage, eben solche Autoren und zwei Sachbücher und ein Roman waren für mich ein Lesevergnügen.

    Da war zunächst der Roman „Ins Dunkel“ von Angela Steidele. Auch wenn auf der Rückseite steht „Auf der Leinwand treffen sich Greta Garbo und Erika Mann 1969 in den Schweizer Bergen und erinnern sich. Wie war das noch mit Marlene Dietrich …?“ Wir landen in den zwanziger Jahren, in den Kinderschuhen des Films, der Übergangszeit vom Stumm- zum Tonfilm und der damit verbundenen Angst und Konkurrenzkampf.

    Viele mir bekannte Namen tauchen auf. Einer ist neu, der muss mir bisher entgangen sein: Salka Viertel. Aber das wird sich ändern. Vermute ich mal.

    Von dort ging es für mich nach Paris. „Die Buchhandlung der Exilanten“ Untertitel Paris 1940 – Zuflucht und Widerstand.

    Der Autor Uwe Neumahr erzählt von Adrienne Monnier und Sylvia Beach und ihren Buchhandlungen, die sozusagen Nachbarn waren und doch so viele Gemeinsamkeiten entwickelten. Auch hier viele bekannte Namen von James Joyce, Ernst Hemmingway bis Jean-Paul Satre und Simone de Beauvoir. Neu für mich eine Frau: Colette. Eigentlich Sidonie-Gabrielle Colette, verheiratet mit dem Schriftsteller Henry Gauther-Villars. Eigentlich ein Filou. Er schreibt wenig, er lässt schreiben. Auch von seiner Frau. Bis Colette sich aus diesem Gefängnis befreit und ihren erfolgreich unter ihrem eigenen Namen schreibt.

    Zur Ergänzung (wer mehr wissen will) gibt es den Roman „Colette“ von Pia Rosenberger in der Reihe „Außergewöhnliche Frauen zwischen Aufbruch und Liebe“.

    Als letztes bin ich gedanklich mit all den Menschen, die Europa verlassen haben und nach den USA emigriert sind, gereist.

    „Paranoia in Hollywood“ von Jan Pekal beschreibt, wie sie versuchen auf dem neuen Kontinent Fuß zu fassen. Hier traf ich u. a. auch Salka Viertel wieder.

    Besonders interessant fand ich wie es den Geflüchteten nach dem Ende des 2. Weltkrieges in den USA erging.

    „Los Angeles zu Beginn der 1940er-Jahre: Aus Europa treffen die von den Nazis Geflüchteten ein. sie werden Teil der boomenden Filminustrie Hollywoods, finden im paradisischen Kalifornien eine neue Heimat. Doch mit dem Ende des Kreieges schdlägt die Stimmung um. Eben noch als noble Nazi-Gegner gefeiert, wird jetzt ihr Müll vom FBI durchsucht. Der McCarthyismus macht aus Freigeistern“ feindliche „Kommunisten“. Das Land, das Zuflucht war, wird zum Ort der Repression und Verfolgung. (entnommen der Buchrückseite)

    Für mich ein spannender Blick in diese Zeit Amerikas.

    Noch eine Anmerkung. Natürlich geht es in all den Bücher auch um die Familie Thomas Mann. Geht wohl nicht anders. Sie gehören ja dazu.

    Grüße an alle Lesefeunde und Freundinnen

    Constantia

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    • Diese Diskussion wurde vor 21 Stunden, 11 Minuten von  Constantia geändert.
    nordlichtw antwortete vor 21 Stunden, 30 Minuten 2 Mitglieder · 1 Antworten
  • 1 Antworten
  • nordlichtw

    Mitglied
    18. Juni 2026 um 14:52

    Constantia , schön von dir zu lesen .

    Interessant , dass du immer wieder neue Bücher findest , die dich fesseln .

    Momentan ist bei mir eher „Krimi „time : ich lese gerade von Katrin Burseg “ Adas Fest “

    Dann liegt hier noch das Buch von Ewald Arenz “ Ehrlich& Söhne“

    Liebe Grüsse vom Nordlicht

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