Ich bin ehrlich gesagt skeptisch, ob dieser Ansatz wirklich greift. Urlauber reisen ja in erster Linie an, um eine Stadt zu erleben, nicht um Aufgaben zu übernehmen, gerade bei oft knapp bemessener Zeit.
Zwar zielt das Konzept darauf ab, nachhaltiges Verhalten zu belohnen, etwa durch kleine Anreize fürs Müllsammeln, aber ob das tatsächlich eine relevante Zahl an Besuchern erreicht, bleibt abzuwarten.
Ein Blick nach Venedig zeigt ja, dass selbst zusätzliche Gebühren den Andrang kaum bremsen. Vielleicht sind ein paar Euro oder kleine Vorteile schlicht kein ausreichender Hebel – oder sie sprechen nur eine ohnehin schon sensibilisierte Gruppe an.
Ich lebe selbst in einer stark touristisch geprägten Region und sehe jedes Jahr, wie die Strände nach der Saison aussehen. Entsprechend gehört es hier zur Routine, dass im März eine gemeinsame Aufräumaktion im Ort organisiert wird, um die Hinterlassenschaften der vergangenen Monate zu beseitigen.