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Großwal an der Ostseeküste gestrandet
Von seestern47 am 23. März 2026 um 8:22„In Timmendorfer Strand versuchen Einsatzkräfte, einen gestrandeten Wal zu retten. Er wurde in der Nacht entdeckt. Es ist nicht das erste Mal, dass versucht wird, dem Tier zu helfen.“
realo antwortete vor 2 Wochen 23 Mitglieder · 96 Antworten -
96 Antworten
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Ohne Berichterstattung von dem gestrandeten Wal hätte es eine Allgemeinheit nicht erfahren, sondern nur die Menschen die dort im Dorf am Strand leben. Es ist also zuerst eindeutig die Nachricht und dann entsteht das emotionale Interesse. Das ist bei vielen anderen Nachrichten auch so der Fall. Das ist ja das Problem warum Medien so eine enorme psychische Macht auf den Menschen haben.
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Das kann sein, aber ganz klar ist auch hier nicht, was zuerst war, Emotionen oder Medienrummel, der die Emotionen schamlos ausnutzt. Wie bei Angebot und Nachfrage oder Huhn und Ei. Persönlich ist mir das egal, die „Helfer“ wünsche ich sonstwo hin, das Tier tut mir leid. Ich hoffe auf einen guten Ausgang.
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Es geht um Psychologie, der Hype um den Wal der triggert ist eine gewollte Inszenierung an dem zufällig gestrandeten Wal. Man hätte ihn einfach töten können und das Fleisch und Fett abtransportieren, fast niemand hätte ohne Berichterstattung davon erfahren. Genauso wie Wale nach wie vor gejagt werden und auch das ist kein Thema und kein Hype. Hier sind durch Berichterstattung Emotionen ganz bewusst inszeniert des großen Themas wegen. Es bringt in die Nachrichtenlandschaft einen Aspekt des Mitfühlens, das ist bei Kriegsberichterstattung schon lange nicht mehr der Fall. Dieses Mitfühlen lässt sich in der menschlichen Gesellschaft als gemeinsames Gefühl einordnen. Ich finde, der Unterschied zwischen Äpfel und Birnen ist global gesehen nicht so groß.
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Ich glaube, hier werden gerade ein paar Dinge durcheinandergeworfen. Hier geht es um ein singuläres Ereignis, das emotional wirkt, eben ein einzelnes, außergewöhnliches Schicksal in einer besonderen Situation.
Das lässt sich nur schwer mit industriellen Abläufen wie in Schlachthöfen vergleichen. Das sind zwei völlig unterschiedliche Kontexte, da vergleicht man am Ende Äpfel mit Birnen.
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Ich glaube auch nicht, dass sich das Triggern auf den Wal bezieht, sondern auf den Hype. Täglich sterben tausende Tiere in den Schlachthöfen, das ist keine Nachricht. Ja, es ist das Einzelschicksal was berührt, das wird betont und dabei alles Andere vergessen.
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Also bitte, a Sau ist auch nichts anderes, nur kleiner. Die hätte man aber sofort geborgen zum Verwursteln.
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Ich glaube, das triggert so viele Menschen, weil Wale für etwas Riesiges, Faszinierendes und gleichzeitig Verletzliches stehen. Dazu kommt dieses „Ein einzelnes Lebewesen in Not“-Gefühl, da springt sofort das Mitleid an. Und weil man den Ausgang nicht kennt, bleibt man emotional irgendwie dran. 🐋
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Da bist Du nicht allein, das ist ja Sinn der Sache, dass es triggert. Viele Menschen haben das Bedürfnis ständig über den Zustand des Wales informiert zu sein. Es ist eine Fürsorge im Gefühl und lenkt somit von den Grausamkeiten des Alltags ab. Selbst der Tod des Wales wäre eine starke emotionale Regung, eine Trauer und ein starkes Mitgefühl als Alternative zum Abstumpfen der sonstigen Gewalt wegen. Jedoch wie es aussieht, stirbt der Wal nicht, es ist weiterhin interessant was passiert.
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Ich bin ziemlich erstaunt, wie mich diese Walrettung triggert… Vielleicht erinnert die mich an das
Buch „Der Schwarm“, das ich damals abends bis zum nächsten Morgen durchgelesen habe. 0der an
meine Faszination als Kind, wo ich am Bahnhof einen riesigen Wal über eine Länge von 3 Güter-
zügen gesehen habe. Meine Emotionen zwingen mich einfach, täglich nach seinen Befindlichkeiten
zu schauen. Meine rationalen und kritischen Gedanken dazu habe kurzerhand abgeschaltet und
gucke interessiert, wie es ihm geht und was weiter passiert. Keine Ahnung, wie das ausgeht! ⌛
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Aha: „Update vom 21. April, 12:00 Uhr: Die extra aus Hawaii eingeflogene Tierärztin Dr. Jenna Wallace soll das Rettungsteam verlassen haben. Sie wirft zwei Mitgliedern „eklatante Fehler“ vor. Diese seien ins Wasser gegangen und hätten den Wal falsch geleitet. „Ich war schockiert, als ich ankam, dass die Operation von einem Walflüsterer geleitet wird“, soll sie laut News5 erklärt haben.“
Ich bin geschockt: Es gibt schon professionelle Walflüsterer.
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