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Künstliche Sinne.
Der Begriff „Künstliche-Sinne“ ist meine eigene Wortfindung für alle Gerätschaften, mit denen der Mensch Phänomene aus seiner Umwelt nachweist, die er mit seinen natürlichen Sinnen nicht wahrnehmen kann. Diese Objekte sind das Ergebnis der menschlichen Intelligenz.
Viele Jahrhunderte vor der Entwicklung der KI entwickelte der Mensch das Mikroskop.
Erfinder: Hans und Zacharias Janssen aus den Niederlanden im Jahre ca.1590.
Das Mikroskop machte Strukturen sichtbar, die für das menschliche Auge zu klein sind.
Das Elektroskop wurde ca. 1600 von William Gilbert erfunden. Damit kann der Mensch
elektrische Ladungen wahrnehmen und die Elektrizität erforschen.
Das Teleskop wurde ca. 1608-1609 von Hans Lipperhey erfunden. Von Galileo Galilei wurde es später verbessert. Es ist der Grundstein für die moderne Astronomie.
Das Röntgengerät erfand im Jahre 1895 Wilhelm Conrad Röntgen. Dadurch wurde die medizinische Diagnostik wesentlich besser.
Der Geigerzähler wurde von Hans Geiger, ca. 1908-1928 erfunden. Dieses Gerät ist unverzichtbar in Physik, Nukleartechnik und Strahlenschutz.
Alle diese Erfindungen sind für uns Menschen „Wahrnehmungs-Transformatoren“.
Sie nehmen physikalische, chemische und biologische Signale auf, die außerhalb der menschlichen Sinnwahrnehmung liegen und machen sie für unsere Sinne wahrnehmbar.
Eine KI kann diese Leistung aber nicht vollbringen, weil sie nicht intelligent ist. Sie wird nie etwas Neues hervorbringen. Sie kann nur auf das bereits von Menschen erdachte und veröffentlichte zurückgreifen und daraus in Sekundenbruchteilen eine Zusammenstellung liefern.
Diese Erkenntnis hat sich für mich gefestigt, als ich zu meinem Gedicht „Des Tagesbeginn“, eine von KI erstellte bildliche Darstellung fertigen ließ. Ich musste immer wieder Veränderungen verlangen, damit die Empfindungen, die ich bei diesem Erlebnis hatte, sichtbar wurden. Gelungen ist es mir aber nur in Ansätzen. Viele Leute aus meinem Umfeld haben mir auch bestätigt, dass bei ihnen durch das Lesen des Textes emotional etwas entstanden ist, das sie tiefer berührt hat als die Bildbetrachtung.
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