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Samstag, 03.05.2025
Ich weiß noch …..
… als es Sahne zu kaufen gab, welche mit einem durchsichtigen Blättchen belegt wurde und doch immer platt gedrückt zuhause ankam,
…als es die Milch mit der Milchkanne zu kaufen gab,
…dass Kaffeekannen noch wärmende Mützen trugen und viele Haushalte besaßen einen Wellensittich, der oft Hansi oder Peter hieß,
…dass gefärbte Haare als schamlos galten und Nachbarn zum Plausch vorbei kamen. Sonntags gab es Schweinebraten, der am Montag aufgegessen wurde. In der Woche wurde Eintopf für zwei Tage gekocht und Ketchup kannte niemand,
… dass es vielerorts ein Volksbad gab, welches wöchentlich aufgesucht wurde,
… dass die Mülltonnen aus verzinktem Stahlblech waren und dampften nicht selten, wenn Glut in sie geschüttet wurde,
… dass man schöne Worte in Poesiealben schrieb und „in allen vier Ecken Liebe drin stecken“ sollte,
… wie kleine Mädchen ihren Puppenwagen schoben und Jungen immer mit einem Fußball unter dem Arm zu sehen waren. Oft knallten die Platzpatronen wenn Räuber und Gendarm gespielt wurde, oder eine ganze Schar von Indianer die Straße unsicher machte. Die Mädchen spielten Gummitwist, und das auch in den Schulpausen auf dem Pausenhof.
… dass die Kaffeebohnen mit der Handmühle gemahlen wurden,
… dass die Bettwäsche zum Lüften auf die Fensterbank gelegt wurde,
… dass es Telefonhäuser gab, denn in den Haushalten waren Telefone noch nicht die Regel.
Manchmal lasse ich die Gedanken in die Vergangenheit wandern und erinnere mich dann u. a. eben an diese Gegebenheiten. Sie bringen oft ein warmes, sehnsüchtiges Gefühl mit sich. Sie hinterlassen einen Hauch von Melancholie, aber auch von Dankbarkeit, für das, was war.

Mögen es heute viele Augenblicke geben, die euch ein Lächeln ins Gesicht zaubern, Ingrid
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