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Donnerstag, 22.8.24
Moin. Gerade sah ich eine Dokumentation über die Hitzewelle von 2003. Es ging besonders um Frankreich, aber auch hier habe ich sie als schweißtreibend in Erinnerung. In dem Sommer war ich zu einem Lehrgang gefahren und mein Hotelzimmer lag so ungünstig an einer Ecke des Gebäudes, dass den ganzen Tag die Sonne darauf schien. Ich hatte also die Wahl, ob ich wegen der Hitze im Zimmer oder wegen der klappernden Klimaanlage nicht schlafen konnte. Diese zwei Wochen nehmen auf der „das brauche ich nie wieder“-Liste einen der oberen Plätze ein. Wieder zurück in der Heimat habe ich ein Freund in Hamburg besucht und auch da war es nicht anders. Ich habe mich mit einem Standinhaber an den Landungsbrücken unterhalten und auch der sagte, dass er so etwas noch nicht erlebt habe. Direkt am Wasser waren es 29° Celsius … puuhhh. Einen Vorteil hatte die Hitze aber doch. Das Miniatur Wunderland gab es zwar schon seit 2000, aber es bestand erst aus drei (oder vier?) Räumen. Die waren auch noch wegen der Hitze total leer, wir konnten uns alles ganz in Ruhe anschauen.
Interessant an der Dokumentation war auch ein Hinweis auf die Atomkraftwerke. Sie werden allzu gern als unumgängliche Alternative zu Kohle- und Gaskraftwerken angepriesen, doch was passierte in Frankreich? Sie mussten mehrere Atomkraftwerke abschalten, weil die Flüsse wegen der Hitze nicht mehr genug Wasser führten und die Kühlung der Reaktoren nicht mehr gewährleistet war. Bei steigenden Temperaturen sind sie wohl doch nicht der Weisheit letzter Schluss.
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