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Golda. Israels eiserne Lady
Für mich gab es mehrere Gründe für diesen Film. Da ist zum Einen die Hauptdarstellerin Helen Mirren. Sie scheint in den letzten Jahren „die“ Besetzung für historische Frauen zu sein und überzeugt immer wieder.
Zum anderen ist es Golda Meir, deren Name mich schon länger verfolgt und ich nach einem Ansatzpunkt für mein Interesse suche.
Ich wurde bei meinem Kinobesuch gestern nicht enttäuscht. Helen Mirren ist hinter der Maske nicht wiederzuerkennen. Ein Meisterwerk der Abteilung Maske. Damit muss man aber auch erst einmal eine solche Rolle ausfüllen. Helen Mirren gelingt das aufs Brillanteste.
Golda Meir, eine der ersten weiblichen Staatschefs überhaupt, umgeben fast ausschließlich von Männern, militärisch und geheimdienstlich geschult, muss sich behaupten und kämpfen. Auch gegen eine Krankheit, die zur damaligen Zeit wohl noch grausamer ist, auch in der Behandlung. Sie ist eine eiserne Lady (wie der Filmtitel sagt) ohne Frage und doch nicht ohne Emotionen.
Es ist ein Kriegsfilm. Die Kriegsszenen zeigen – besser gesagt – bringen mehr eindringlich zu Gehör, wie grausam (nicht nur) dieser Krieg ist.
Mir als Zuschauerin drängt sich die Parallelität zum Oktober 2023 – fünfzig Jahre nach dem Jom-Kippur-Krieges auf. Politische Erinnerungen aus dieser Zeit sind bei mir schwach. Der Film hilft mir weiter auf der „Schiene Israel“. Inhaltlich und cinemastisch für Interessierte wie mich durchaus sehenswert.
Constantia

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