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Auch der Deutsche Staat verfällt in die Sammel- und Schnüffelwut
Das Bauministerium will Daten über die Heizgewohnheiten der Bürger sammeln.
Der Staat will wissen, wann, wo, wie lange, wie stark und mit wem geheizt wurde.
Diese frisch erwachte Sammelleidenschaft hat zu einem Sturm der Entrüstung geführt, denn das Heizverhalten ist in diesem Land noch stärker tabuisiert als das Sexualverhalten.
Beide Bereiche weisen zum Teil ähnliche Gesetzmäßigkeiten auf. Dennoch oder gerade deshalb finden viele Bürger, es geht den Staat nichts an, wie lange und mit wem sie Heizverkehr haben.
Doch der Staat braucht die Daten, sonst kann die Energiewende nicht gelingen. Aus diesem Grund interessiert er sich sehr dafür, ob jemand bei der Wahl seiner Heizpartner offen für Neues ist und es mal mit Öl, mal mit Gas, mal mit Fernwärme treibt oder sogar mit allen dreien zusammen, was zu einem akuten Heizkreislaufversagen führen könnte.
Bedenklich: Beim Heizen wird das Thema Verhütung gerne totgeschwiegen. Das Wirtschaftsministerium rät zu völliger Abstinenz, denn nur wer nicht heizt, ist sicher vor ungewollten Heizkostenabrechnungen.
Achtung: Ampelfans, aufgepasst es könnten Spuren von Satire enthalten sein.
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