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Eindeutige Aussage
Bei mir in der Nähe entstand auf dem Gelände eines ehemaligen Straßenbahnhofes ein Schulcampus. Da könnte ich eine Reihe von Geschichte und Geschichten erzählen.
Am Gebäude befindet eine Besonderheit. Ich kopiere mal die Erklärung bei wikipedia:
Zur Förderung von Kunst im öffentlichen Raum und Bereicherung des Areals
wurde im April 2016 ein Wettbewerb „Kunst am Bau“ für den Schulcampus
Tolkewitz ausgeschrieben. Als Sieger wählte die Jury den Beitrag „Locker
um ABIZEUGNISMYTHOSWELT“ der Künstler Lutz-Rainer Müller aus Leipzig
und Stian Adlandsvik aus Oslo. Bei dem Kunstwerk handelt es sich um ein
Schriftband in Flip-Dot-Technik, welches an der Nord-Fassade des Gymnasiums zur Wehlener Straße angebracht wurde. Die Anlage stellt abwechselnd Anagramme dar, die aus den Buchstaben der Schule („TOLKEWITZ GYMNASIUM
OBERSCHULE“) gebildet wurden. In der künstlerischen Begründung zum
Wettbewerbsbeitrag heißt es hierzu: „Das spielen mit Buchstaben in der
Anzeige ist als Metapher zu sehen für den schulischen Auftrag, Wissen
mit Freude zu vermitteln und Schüler neugierig auf die Welt zu machen.“
Darüber hinaus will die Arbeit die Auseinandersetzung mit der Bedeutung
und Deutung von Worten anstoßen und thematisiert die ständige
Entwicklung und Veränderung von Sprache.Als ich dieser Tage vorbeifuhr gab es dort kein Sprachrätsel. „Stoppt den Krieg“ und „Tolkewitz Gymnasiums Oberschule“ war im Wechsel zu lesen.
Eine eindeutige Aufforderung – von der Schule? von den Schülern? Mein erster Gedanke, darf Schule das? Der zweite an wem geht die Forderung? Ist das nicht zu einfach?
Wer, wie ich, sich immer mal wieder für diese Anagrammen interessiert und auf die Fassade schaut, geht vielleicht, ebenfalls wie ich, nachdenklich weiter.
Es ist auch die Zukunft unserer Jugend, die auf dem Spiel steht.
Allen einen schönen Freitag und ein ebensolches Wochenende
Constantia
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