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  • Kurzer Prozess....

    Von Modesty am 4. März 2022 um 12:24

    …und wie das geht, haben amerikanische Spezialelektroniker ja schon des Öfteren bewiesen und sich eliminierend durch die Führungskräfte im Nahen Osten gebombt. Erstaunlich, wie lange die US-Republikaner brauchten, um in der Ukraine-Causa die Rede auf diese Art der Problemlösung zu bringen.

    US-Senator Lindsey Graham hält – gemäß guter, alter Republikaner-Sitte – Mord für ein adäquates Mittel der Politik:

    »Irgendwer in Russland« müsse jetzt aktiv werden »und diesen Typ aus dem Weg schaffen«, sagte der Republikaner am Donnerstag (Ortszeit) im Sender Fox News.

    In einer Reihe von Tweets spann er den Gedanken anschließend weiter: »Die Einzigen, die das in Ordnung bringen können, sind die Russen«, schrieb er dort. »Gibt es einen Brutus in Russland?«

    Quelle: https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-krieg-us-senator-lindsey-graham-fordert-russen-zur-ermordung-putins-auf-a-d183e099-2ff9-453a-9694-773d08bdbc54

    Trump hat ihm natürlich zugestimmt – aber wie sinnvoll ist es, in dieser Situation so etwas öffentlich zu verkünden?

    M.

    Cocco antwortete vor 3 Jahre, 11 Monaten 14 Mitglieder · 27 Antworten
  • 27 Antworten
  • Cocco

    Mitglied
    10. März 2022 um 9:58

    Mondin @Mondin, zumal gar nicht gesagt ist, dass angesichts der vielen Pseudo-Hitler damit alles vorbei gewesen wäre – die neue Brut der heutigen Zeit lässt mich jedenfalls stark daran zweifeln.

  • Modesty

    Mitglied
    9. März 2022 um 23:14

    @Mondin

    Die Deutschen, die Hitlers Überfall auf Polen und seinen Plänen zur Osterweiterung zustimmten, nicht und auch nicht die, die von der Judenvernichtung nichts mitbekommen haben wollten, schon gar nicht, wenn sie sich deren Vermögen unter die Nägel gerissen hatten….

    Aber ALLE anderen in Europa und der Welt sehr wohl!

    M.

  • SFath

    Mitglied
    9. März 2022 um 22:29

    @Mondin damals nicht – retrospektiv schon.

  • Mondin

    Mitglied
    9. März 2022 um 21:53

    Nehmen wir mal an, Elser hätte Erfolg gehabt. Dann wäre er der Mann, der den geliebten Führer ermordet hätte – den Mann, der D. aus der Krise geführt hat. Hätte ihm das das deutsche Volk verziehen?

    Mondin

  • Modesty

    Mitglied
    9. März 2022 um 20:35

    Nichts zu danken, Wattfrau!

    Es dürfen gerne mehr werden!

    M.

  • Wattfrau

    Mitglied
    9. März 2022 um 20:22

    @Modesty

    Danke für die Liste, habe ich nicht gewusst.

  • Modesty

    Mitglied
    9. März 2022 um 19:58

    @Wattfrau

    Das hat sich geändert im Lauf der letzten Jahre:

    https://www.georg-elser-arbeitskreis.de/texts/strassen.htm

    …und besonders hier, wo er ein paar Meter von der rettenden Schweizer Grenze entfernt, verhaftet wurde.

    M.

  • Wattfrau

    Mitglied
    9. März 2022 um 18:35

    @Modesty

    Freut mich, dass du an Georg Elser erinnerst. Leider, leider ist das Attentat auf Hitler gescheitert

    und Elser beinahe in Vergessenheit geraten. Wo sind Straßen, Plätze o.a. nach ihm benannt worden?

    Seine Tat hätte mehr Anerkennung verdient.

  • GSaremba61

    Mitglied
    9. März 2022 um 18:22

    Danke, ich weiß um Elser und nein, nicht wahrscheinlich. Es ist nie immer nur Einer!

  • Modesty

    Mitglied
    9. März 2022 um 18:11

    Aber höchst wahrscheinlich!
    Schweizerisches Bundesarchiv Bern, E. 4320 (B) 1970/25(Georg Elser, um 1938)

    Rolf Hochhuth: Johann Georg Elser

    Unauffällig liquidieren, beim nächsten Luftangriff:
    Gestapo-Brief vor Kriegsende nach Dachau.
    Im Krematorium des KZs wird Elser – geboren 1903 in Hermaringen –
    vermutlich stranguliert, vielleicht erschossen:
    die Zeugen, jetzt pensionsberechtigt, schweigen, da sie die Mörder sind …

    Elf Monate vor Hitlers Weltkrieg geht Elser, Sprengstoff zu entwenden,
    als Hilfsarbeiter in den Steinbruch: ein Deutscher ist so konsequent wie Hitler.
    Gefoltert ein Jahr später, verhör-zermürbt – er glaubt, Gott habe seine Tat verworfen –
    nennt Elser ungebeugt nur ein Motiv: Friede oder – Hitler! Der Tell totalitärer Zeiten,

    Einsamster in seinem Volk, das ihn fast kollektiv denunzierte, weil es den Führer liebt wie Bier
    und Beischlaf – sogar noch, ja dann erst recht, seit Hitler fünfzigmal mehr Menschen, als vor
    dem Krieg in München wohnten, in Gräber wirft, auf Aschehalden, dreihunderttausend vor die Fische

    Vier Wochen früher als die Wehrmacht losbricht, bricht Elser aus der Säule, die den Saal stützt
    (hier hetzt der Führer jedes Jahr die Mitbanditen auf) die ersten Steine für die Pulverkammer.
    Kniet fünfunddreißig Nächte vor der Säule – ein Bluterguss im Knie wird ihn verraten.

    Die Taschenlampe abgeschirmt; Schutt, Steine Trägt er in einem Köfferchen zur Isar.
    Drei Tage vor der Explosion Uhrwerke, Zünder abzustimmen:

    die Polizei glaubt nicht, dass er das konnte, bevor er die Maschine nachbaut in der Haft.
    Sooft er – vierzigmal – zum Tatort schleicht, betritt er Kirchen, das beruhigt ihn …

    Der Schwabe war nach sieben Dorfschuljahren der prüfungsbeste Tischler-Lehrling.
    Musiziert in Vereinen, spielt vier Instrumente, beliebt bei Frauen, eheloser Vater. Bevor er
    aufbricht, muss er die Baßgeige verkaufen:
    braucht vierhundert Mark. Gewöhnt den Hund des Nachtwächters im „Bürgerbräu“ an sich:

    Bringt täglich Fleisch zum Zwinger von seinem Mittagsteller dort im Gasthaus.
    Hat, als er in die Schweiz will, noch zehn Mark.
    Die Schwester schenkt ihm dreißig. Damit reist er zurück nach München,
    um seine Uhren nachzuprüfen … In Konstanz, schon in Haft, hört er im Radio Adolf Hitler

    Den Saal zu früh verlassen – elf Minuten!
    Sieben Nazis tot, auch eine Kellnerin. Sechzig verwundet.

    Noch sechs Jahrzehnte nachher nennt kein Lexikon den Namen Elser!

    Nur München endlich wie sein Heimatdorf haben Elser-Straßen:
    Dies Volk liebt zwar die Freiheit – doch nicht die, die sich für sie geopfert.

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