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    Von Constantia am 17. Februar 2022 um 12:32

    Wer ruft mich denn da auf meinem Smartphone an? Ein Anruf aus Berlin könnte schon sein. Aber am anderen Ende fragt eine Dame „Spreche ich mit Frau X?“ Ich verkneife mir eine Antwort und frage zurück „Worum geht es?“ Sie nennt einen Firmennamen, den kein Mensch versteht. Ich schweige weiter. Da sagt sie auch schon „Ihr Energievertrag ist ja gekündigt worden.“ Den Rest kann ich nicht deuten, sie spricht undeutlich hoch drei. Ich lege auf.

    So eine Nachricht hätte mich ja unheimlich erschrecken können. Aber die Anruferin kann ja nicht wissen, ich habe gestern Post von meinem Energieversorger bekommen. Dort bietet mir dieser etwas an, was ebenfalls mein Misstrauen erregt ha. Dieser bietet mir unter einem gesonderten Link eine Preisgarantie bis 31.12.23 und einen Bonus von 30 Euro an, wenn ich mich dort eintrage.

    Wenn mir jemand etwas schenken will, werde ich stutzig. Bei einem privaten Telefonat am Abend kam die Vermutung auf, dass man die treuen Kunden auf diese Art abschieben will und nach dem 31.12.23 als Neukunden eingestuft werden könnte. Das wäre dann ein tiefer Griff in die Geldbörse.

    Dem Anruf bin ich dann mit der Telefonnummer-Rückverfolgung nachgegangen. Dahinter verbirgt sich wohl ein Call-Center in der Nähe von Berlin. Einer schreibt, dass Stromversorgungsdaten und Kontodaten abgefragt werden. Wenn man sich weigert, werden die Leute wohl unangenehm und drohen mit der Stromabschaltung. Gut, dass ich mich nicht auf ein Gespräch eingelassen habe.

    Das Drama um die Energiekosten ruft die Kreativen mal wieder auf den Plan.

    Seid vorsichtig!

    Constantia

    Wattfrau antwortete vor 4 Jahre, 1 Monat 6 Mitglieder · 38 Antworten
  • 38 Antworten
  • Wattfrau

    Mitglied
    18. Februar 2022 um 18:05

    @Modesty

    Alles klar, an Gas habe ich nicht gedacht. Ich verbrauche ca. 900 kWh Strom im Jahr.

  • Modesty

    Mitglied
    18. Februar 2022 um 17:57

    @Wattfrau

    Das wird, wenn sich mein üblicher Verbrauch an Strom (ca. 2.000 kWh) und Gas (ca. 15.000 kWh) in diesem Jahr nicht erhöht, die Ersparnis in 2022 sein – im Vergleich zu den günstigsten Offerten solider Anbieter bei Verivox, Check24 und Preisvergleich sowie dem günstigsten Angebot auf der Website der örtlichen Stadtwerke – alle Stand Jahreswechsel 21/22.

    M.

  • Wattfrau

    Mitglied
    18. Februar 2022 um 17:01

    @Modesty

    Habe nicht kapiert, in welchem Zeitraum du 1.200 Euro sparst ?

    Da ich jährlich für Strom nur 310 Euro zahle, wundert mich der Betrag.

  • SFath

    Mitglied
    18. Februar 2022 um 12:35

    @Constantia, da ich in gleicher Situation wie du war, habe ich eben ein sehr gutes Gespräch mit einem Mitarbeiter meines Anbieters gehabt und nun sind alle Unklarheiten beseitigt! Die Anrufe der Callcenter hängen mit einer firminternen digitalen Umstellung zusammen. Ich bekomme also das 2. Schreiben nochmals zugeschickt, um den Vertrag/Angebot zu bestätigen und zurück zu schicken.

    Bei Grundversorgern verlängert sich der ohnehin befristete Vertrag/Preisbindung automatisch, wenn man nicht kündigt. Preisänderung werden zusätzlich schriftlich rechtzeitig angekündigt, falls man wechseln möchte.

    Also: viel Aufregung um eigentlich nichts, weil man diesen Anrufen aus Callcentern durchaus mit Skepsis begegnet. Dein Anbieter/Callcenter wird also deine Mobil-Nr. deshalb haben, weil du sie ihm bei Vertragsabschluß gegeben hast.

    Die Service-Tel-Nr. des Anbieters findest du auf dessen Website.

  • Modesty

    Mitglied
    18. Februar 2022 um 11:57

    @SFath – 18.02.22 / 0:17 h

    Hattest Du gestern Nacht einen in der Krone oder fehlte Dir nur Schlaf?

    Ich schrieb am 17.02.22 um 15:06:

    „Ich hab’s übrigens besser getroffen und Tarife bekommen, die auf der Website meines Grundversorgers gar nicht vorkommen und um die Hälfte niedriger sind als das, was Neukunden offiziell angeboten wird. Unsäglich!“

    Da steht nichts von ‚ausgehandelt‘ weil es nichts auszuhandeln gab. Der bewußte Tarif wurde und wird nur nicht so offen angeboten wie alle übrigen Tarife, die dieser Grundversorger im Programm hat.

    Entschuldige bitte – aber bist Du sicher, dass Du überhaupt weißt, worüber Du Dich amüsierst? Ich glaube eher, dass Du in Wirklichkeit keine Ahnung hast vom Geschäftsmodell der meisten Stadtwerke = Grundversorger – also Firmen im kommunalen Besitz, mit fach- und sachfremden Aufsichtsgremien und dem Recht, ihre Defizite bei schlechter Geschäftsführung aus dem Steueraufkommen ihrer Kommunen zu kompensieren.

    In diesem speziellen Fall ist die örtliche Stadtwerke GmbH mit einem Stammkapital von € 3 Mio. eine junge Auslagerung aus einem sehr viel älteren und sehr viel größeren Geflecht von Firmen, die alle im Besitz der Kommune sind, alle möglichen Bereiche abdecken und einen Jahresumsatz von zuletzt ca. € 190 Mio. erzielten. Das ist für ein kleines Städtchen wie meines eine ganze Menge. Leider sind nicht immer alle Sparten profitabel (das öffentliche Bad z.B.). Macht aber nichts, denn – wie gesagt – Verluste werden mit Gewinnen anderer städtischer Firmen verrechnet oder aus dem Haushalt der Stadt und/oder des Landkreises gedeckt , also mit Steuergeldern. Und immer wieder führt das zu Minderausgaben bei anderen kommunalen Aufgaben, vorzugsweise in den sozialen Bereichen – ganz abgesehen von dem Ärgernis, dass die Kommunen wegen dieses Wettbewerbsvorteils nicht nur der Privatwirtschaft das Wasser abgraben (obwohl das Mittelstandsgesetz genau das untersagt) sondern sich auch an Aufgaben abarbeiten, die sie überfordern und nachweislich von der geübten Privatwirtschaft effektiver und für die Verbraucher kostengünstiger gehandled werden könnten.

    Ich gönne es Dir trotzdem, wenn sich Dein Überlegenheitsgefühl gegenüber den ‚Schnäppchenjägern‘ noch lange erhält…. denn mehr als das bringt es Dir nicht – während alle anderen sich über die Ersparnis von richtig viel Geld freuen dürfen. In meinem Fall macht die Differenz zum besten öffentlich angebotenen Tarif immerhin ca. 1.200 Euro aus. Bei einer Familie mit 2 Kindern kann die Summe leicht doppelt so hoch sein. Ich denke, das kompensiert die unfreundliche Betitelung: ‚Schnäppchenjäger*in‘ ganz gut, vor allem, wenn ich mir vorstelle, dass Du Dir aufgrund dieser Zahlen vielleicht doch vor Neid in den Allerwertesten beißen möchtest…..

    M.

  • Constantia

    Mitglied
    18. Februar 2022 um 9:54

    @70plus , danke für Deine ausführlichen Betrachtungen. Mein Stromverbrauch ist gering. Deine Ausführungen zu befristeten Verträgen dagegen fand ich für mich interessant.

    Ich danke nochmals allen für Tipps, Hinweise und Betrachtungen. Werde alles noch mal genau betrachten.

    Wünsche allen ein schönes Wochenende ohne große Sturmschäden.

    Constantia

  • SFath

    Mitglied
    18. Februar 2022 um 0:17

    @Modesty, sauber, wenn Verluste einer GmbH (&Co. KG?) im Bedarfsfall sozialisiert werden dürfen. Langsam lach ich mich scheckig Frau Schnäppchenjägerin! Rofl Und diese junge Firma übernimmt auch die gesamte Infrastruktur samt der damit verbundenen Kosten + Verpflichtungen eines Grundversorgers? Wie hoch ist denn deren Gründungskapital, daß sie das kann?

    Namen werden nicht genannt, um mögliche Nachprüfungen zu verhindern?

    Ich kann mich nicht erinnern, vom Aushandeln eines besonderen Tarifs’ gesprochen zu haben… Erinnerungslücke? Lies nochmal nach, was du geschrieben hast.

  • Modesty

    Mitglied
    17. Februar 2022 um 23:29

    @Modesty, warum schaust du nicht mal in die Bilanz deines Versorgers, sofern er eine AG ist?

    Es handelt sich um eine verhältnismäßig junge GmbH, die kurz vor Inkrafttreten des von der CDU protegierten Mittelstandsgesetzes, mit dem die wirtschaftliche Betätigung von Kommunen unterbunden oder wenigstens eingeschränkt werden sollte – gegründet wurde und die im Bedarfsfall ihre Verluste sozialisieren darf.

    Ich kann mich nicht erinnern, von ‚Aufregung‘ oder dem ‚Aushandeln eines besonderen Tarifs‘ gesprochen zu haben. Ich musste ihn nur finden. Denn er wurde perfiderweise – als der Andrang der Wechsler zu Beginn des Jahres zunahm – so gut versteckt, dass ich nur mit Hilfe eines Insiders auf ihn gekommen bin. Am unfairsten fand ich, dass sogar bei Verivox und Check24 nur die teuersten Tarife dieses Grundversorgers zum Vergleich mit den Tarifen freier Anbieter aufgeführt wurden, dieser eine, verhältnismäßig günstige aber nicht. Man wollte zwar neue Kunden – aber möglichst nur solche, die sich schröpfen lassen! Rattig! Aber keine Bange: Ich sorge schon dafür, dass seine Bekanntheit im Geschäftsbereich dieses Grundversorgers verbessert wird!

    M.

  • SFath

    Mitglied
    17. Februar 2022 um 22:56

    Nachtrag zur Zusammensetzung des Energiepreises:

    @Modesty, warum schaust du nicht mal in die Bilanz deines Versorgers, sofern er eine AG ist?

    (Gibt es auch für andere)

    https://www.rechnungswesen-portal.de/Fachinfo/Jahresabschluss/Jahresabschluss-einer-Aktiengesellschaft-Rechtsgrundlagen.html

    Aber was sag ich… du hast doch mit deinem Anbieter schon einen Schnäppchenpreis ausserhalb seiner sonstigen Tarife ausgehandelt. Der bei jeder Mischkalkulation von anderen mit zu finanzieren ist. Wozu also die Aufregung?

  • Modesty

    Mitglied
    17. Februar 2022 um 21:24

    @Constantia

    Wie hat mir jemand gesagt, uralte Bestandskunden sind lästig und für eine Firma nicht effektiv.

    Das mag auf alle anderen Sparten zutreffen – aber sicher nicht auf die Energiebranche. Jeder Neukunde, den die Anbieter über ein Vergleichsportal anwerben, kostet die einen Haufen Nachlässe und Bonüsse, von denen Bestandskunden, die seit ihrer Anmeldung vor zig Jahren jeden Monat den vollen Preis und am Jahresende den schuldigen Restbetrag abbuchen lassen und sich ansonsten um nichts kümmern, nie etwas erfahren werden. Insofern ist jeder Altkunde der bessere Kunde.

    Behalte das im Hinterkopf, wenn Du mit denen verhandelst und in Betracht ziehst, ein Altkunde zu werden – und verlange als solcher die ‚jährliche‘ Bestpreisabrechnung. Mindestens!

    M.Wink

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