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So sind'se, die 'Christlichen' Demokraten....
In NRW brauchen sie demnächst einen neuen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten, denn wer auch immer am Ende Bundeskanzler wird, Armin Laschet wird nicht wieder in sein Amt nach Düsseldorf zurückkehren.
Aber seinen Nachfolger will er schon noch bestimmen. Fragt sich nur, ob er sich mit seinem Vorschlag an der Partei, die ihn gerade wie eine heiße Kartoffel fallen zu lassen droht, rächen will oder ob er – als in der Wolle gefärbter CDU-ler – rein gar nichts aus seinem Absturz gelernt hat und deshalb einen Kandidaten empfiehlt, der exakt den Vorstellungen vom wirtschaftshörigen, korrumpierbaren, stets auf persönliche Vorteile bedachten CDU-ler entspricht, also der Sorte Politiker, die vom Wähler gerade abgestraft wurde.
Bei seinem Kronprinzen handelt es sich nämlich um den derzeitigen NRW Verkehrsminister Hendrik Wüst. Er soll nicht nur das höchste Amt in NRW übernehmen, sondern auch den CDU-Landesvorsitz.
Natürlich ist auch Herr Wüst studierter Jurist (Rechsanwalt). Bei seiner Karriereplanung hat er offenbar schon früh eine gewisse CDU-Tauglichkeit angestrebt und deshalb von 2000 bis 2005 für die Lobbyagentur Eutop gearbeitet, zuletzt als Syndikus und Bevollmächtigter.
https://lobbypedia.de/wiki/EUTOP
Später war er (bis 2017) 7 Jahre lang Geschäftsführer des ‚Landesverbandes der Deutschen Zeitungsverleger‘ in NRW… Das schafft wertvolle Kontakte!
Gleichzeitig hat er sich von 1998 bis 2000 als Landesschatzmeister der Jungen Union NRW engagiert und ab 2006 als ihr Landesvorsitzender. Somit war er auch im Landesvorstand der CDU NRW und von 2002 bis 2012 im CDU-Bundesvorstand.
2005 gelangte er als jüngster Abgeordneter der CDU-Fraktion in den Landtag NRW. 2006 wurde er CDU-Generalsekretär…. Und dann passierte der erste grobe Fehler:
2009 wurde ihm vorgeworfen, er habe sich unzulässigerweise Zuschüsse zu seiner Privatkrankenversicherung erschlichen. Er mußte € 6.100,00 zurückzahlen. (19 andere NRW-CDU-ler kippten damals ebenfalls auf.)
2010 musste er als Generalsekretär zurücktreten, weil er dabei ertappt worden war, dass er finanzkräftigen Sponsoren gegen Bezahlung Gesprächstermine mit dem damaligen NRW-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers angeboten hatte.
Zum Ausgleich machte ihn die CDU aber im gleichen Jahr zu ihrem wirtschaftspolitischen Sprecher und 2013 zum Landesvorsitzenden der innerparteilichen Lobby-Organisation ‚Mittelstands- und Wirtschaftsunion‘ der CDU/CSU in NRW.
Und nun also soll der Bock Gärtner, pardon, Ministerpräsident von NRW werden. Der Schock, den die Covid-Gewinnler (Masken) angeblich ihrer Partei beigebracht haben, kann also nicht wirklich so heftig gewesen sein, wie die CDU der Öffentlichkeit weismachen wollte….
M.
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