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Die Wette
Dieser Beitrag richtet sich an Alle, die das Thema des Lebens nach dem Tod überlegen.
Vor etwa 35 Jahren saß ich mit meinem Schwiegervater vor dessen Haus im Österreichischen Burgenland. Wir tranken von dem dort wachsenden Rotwein, ein guter Tropfen. Unser Gespräch war tiefsinnig und wir sprachen darüber, ob es ein Leben nach dem Tode gäbe. Mein Schwiegervater verneinte dies mit Festigkeit und ich sagte darauf:
„Papa, ich wette mit dir um einen Liter, es gibt ein Leben nach dem Tode“.
Ich meinte als Wetteinsatz eine Flasche Wein, so wie, die vor uns stand. Unser Gespräch wendete sich anderen Themen zu.
Die Jahre vergingen. Meine Frau rief mich in meinem Büro an, dass der Vater gestorben sei. Ich packte schnell meine Sachen und fuhr heim. Ich fuhr mit der Lokalbahn und musste einmal umsteigen. In der Umsteigestation war Hasten und Gedränge. Plötzlich packte mich jemand am Arm – ein Jugendfreund, den ich schon etwa 30 Jahre lang nicht gesehen hatte. (Und den ich auch nie wieder sah).
Der Freund zog mich in ein kleines Lokal und sagte:
„Komm, ich lade dich ein auf einen Wein“.
Meine Überraschung war so groß, dass ich nicht widersprach und mit meinem Freund die Neuigkeiten vergangenen Jahre austauschte. Doch mich zog die Pflicht gegenüber meiner Familie bald zum Aufbruch und ich verabschiedete mich. Auf der Weiterfahrt schoss mir der Gedanke in den Kopf:
Das war die Einlösung der Wette mit meinem Schwiegervater!
Ich rechnete nach: Die Umsteigezeit in der Station war kurz, zu einem Treffen war nur eine Minute Spielraum. Eine Minute punktgenau zu treffen, nach 30 Jahren an einem ganz bestimmten Tag, das ist eins zu 15 Millionen. Um die Zeit des Treffens, etwa 16 Uhr, war Kaffee das übliche Getränk. Das alles ließ meine Überzeugung bombenfest werden:
Gott hat mir den Wetteinsatz gegeben!
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