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  • Die Kanzlerkandidatin der Grünen

    Von Constantia am 8. Juli 2021 um 9:32

    Ich erinnere mich an ein Gespräch mit Robert Habeck. Es war, glaube ich, in „Sternstunde der Philosophie“. Da ging es auch im eine Kanzlerkandidatin oder einen Kanzlerkandidaten. Es war die Rede davon, dass die Entscheidung bei Annalena Baerbock liege. Er warte ab, ob sie es sich zutraue. Er habe Vertrauen zu ihr. Kurze Zeit später hatte sie sich für eine Kandidatur entschieden. Der Beifall war bei den Grünen, bei den Frauen und bei vielen darüber hinaus groß.

    Ich war da vorsichtig in meinen Gedanken. Ich erinnerte mich an charismatische Frauen wie Claudia Roth oder Renate Künast. Das Personalkarussell der Grünen ist schnell.

    Annalena Baerbock ist seit 2005 Mitglied der Grünen, besitzt eine fundierte Ausbildung und läuft auf so simple Art im Anschluss in diese üble Falle. Es muss ihr doch klar gewesen sein, dass alles, was sie von sich preisgibt, was sie macht, auf den Prüfstand der Öffentlichkeit und insbesondere des Journalismus gerät. So naiv kann frau als Co-Vorsitzende einer Partei nicht sein. Läuft sie in der Freude, Kanzlerkandidatin zu sein, in all die Fallen?

    Ja, sie ist jung. Und ja Fehler macht jede/jeder. Nur hier geht es um mehr als um vergessene Geldbeträge, das Verzichten auf Quellenangaben (Was ist denn das für ein Verlag, für ein LektorIn, die das nicht bemerken?).

    Annalena Baerbock traut sich zu das Amt der Bundeskanzlerin auszufüllen. Ich habe da meine Zweifel. Es geht nicht nur um ökologische Themen, um das wohl von über 80 Millionen Bürgern der BRD, um Europa und manchmal auch darüber hinaus.

    Ich habe das Gefühl, da gibt es im Hintergrund Menschen, die eifrig nach einem eigentlich auch längst bekannten Schema agieren. Wir schicken eine Frau vor und dank der Doppelspitze haben wir dann den geeigneten Mann. Blöd ist nur bei meiner Gedankenwanderung – ich hege gewisse Symphatien für Robert Habeck.

    Zum Vorteil der Grünen scheint mir das Ganze nicht.

    GSaremba61 antwortete vor 4 Jahre, 6 Monaten 14 Mitglieder · 72 Antworten
  • 72 Antworten
  • GSaremba61

    Mitglied
    15. Juli 2021 um 12:26

    Oh ja, etaner, hören sie nur nicht gerne. WinkUnd so unter uns – mittelmäßige Frauen haben da auch ein Defizit Innocent

    GeSa

  • etaner34

    Mitglied
    14. Juli 2021 um 20:32

    Könnte es sein, GeSa, dass es da bei Männern ein Defizit gibt? Lasst sie uns befreien!

    etaner

  • GSaremba61

    Mitglied
    14. Juli 2021 um 20:02

    Was macht emanzipierte Frauen aus? Die Größe Irrtümer zu zugeben Upside Down

  • GSaremba61

    Mitglied
    14. Juli 2021 um 16:10

    @Constantia ja, und viel länger als im Süden, Westen, Norden. Ich bin mir nicht ganz sicher, doch in meiner Lehrfirma wurde es Mitte der 70-ziger Jahre abgeschafft. In Behörden kann es später gewesen sein.

    GeSa

  • GSaremba61

    Mitglied
    14. Juli 2021 um 16:07

    Wenn das mal kein Irrtum ist, Prinzessin – Das Drittel-Frauenquorum wurde zum ersten Mal in Karlsruhe 1995 vorgeschlagen, wurde abgelehnt. Daraufhin wurde auf dem Bundesparteitag in Hannover 1996 erneut das Frauenquorum angeregt und abgestimmt. Versuchsweise auf fünf Jahre befristete Einführung des Quorums. Nach Ablauf der fünf Jahre wurde auf dem Bundesparteitag in Dresden 2001 erneut über das Frauenquorum abgestimmt und eine unbefristete Einführung beschlossen.

    Wenn ich mich nicht ganz täusche war Frau Professor lange vor dieser Zeit Ministerin und auch der Beginn ihre Tätigkeit als Bundestagspräsidentin liegt vor 1995. Beide von Dir genannten Frauen wollen eine verbindliche Quote. AKK sagte es tatsächlich, weil sie den Beigeschmack „übertünchen“ will. Wenn Frau Süssmuth es sagte, tat sie es mindestens mit einem Augenzwinkern!

    Denn gerade Süssmuth ist die Frau, die bewiesen hat – Kraft, Willen, Mut und Selbstbewusstsein – erreichen was frau will.

    GeSa

    Nachtrag: Gerade mal nachgeschaut: Ihre politische Karriere endete sogar vor der unbefristeten Einführung des Quorum.

  • Constantia

    Mitglied
    14. Juli 2021 um 15:35

    @GSaremba61 , Im Osten galt das mit der richtigen Partei noch viel mehr.

    Constantia

  • GSaremba61

    Mitglied
    14. Juli 2021 um 15:22

    @ingo.x Es gab mal eine Zeit, ich habe sie noch erlebt, dass man nur etwas werden konnte, wenn man in der „richtigen“ Partei war. Und das galt nicht nur für Frauen.Rofl

    Angeblich hat die SPD ja schon 1988 die Quote eingeführt. Ich bin bei der Jahreszahl eher skeptischWink

    GeSa

  • GSaremba61

    Mitglied
    14. Juli 2021 um 15:03

    RoflDa wird sich Frau Prof. Dr. Süssmuth doch sehr wundern, dass sie jetzt als Quotenfrau dargestellt wird. Während die CDU doch erst bis 2025 eine verbindliche Quote von 50% schrittweise ab 2021 einführt. Rofl

  • etaner34

    Mitglied
    14. Juli 2021 um 11:45

    Die Ironie liegt schon in der gängigen Redensart, nicht im FfS. Der redensartliche Gebrauch hat viel Ironie abgeschliffen. Als kränkend oder gar diskriminierend sollte man das nicht empfinden.

    Die Redensart kennzeichnet einen zu etwas früheren Zeiten von Frauen vielfach empfundenen Dominanzanspruch von Männern. Aber vielleicht stehst du ja „voll dahinter“? 😏

  • etaner34

    Mitglied
    14. Juli 2021 um 11:09
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