@Manjana
Ich habe die ‚grünen‘ Regierungen der Städte Freiburg und Konstanz deshalb erwähnt, weil es in BW auch das grüne Beispiel ‚Tübingen‘ gibt. Dort wird (anders als durch unsere grüne Landesregierung) jeden Tag bewiesen, wie man auf effiziente Weise der Pandemie begegnet, für größtmögliche Sicherheit sorgt und die Bürger durch überzeugende Konzepte auf seine Seite zieht und bei Laune hält….
Inzwischen ist in BW durchgesickert, dass Freiburg deswegen so freigebig mit überzähligem Impfstoff umgehen konnte, weil in BW jeder Landkreis, ungeachtet seiner Bevölkerungszahl, die gleiche Menge an Impfstoff erhält und Freiburg zu denen gehört, die deswegen zu viel bekommen haben. Nun ist Freiburg zwar ein bevölkerungsärmerer Landkreis als Konstanz, aber gewiss nicht der einzige mit weniger Einwohnern. Was haben die anderen eigentlich mit ihrem überschüssigen Impfstoff gemacht? Waren denen die 80+- und 70+-Jährigen in bevölkerungsstärkeren Landkreisen egal? Haben die stattdessen ihre jüngere Bevölkerung geimpft?
Ist das das Maximum oder das Minimum dessen, zu was unser grünes Landesmanagement intellektuell (und ethisch) in der Lage ist: Gesamtmenge Impfstoff geteilt durch 35 Landkreise = soundsoviel für jeden nach dem Motto: Gut, wenn es reicht – Glück, wenn es zu viel ist – Pech, wenn es vorn und hinten nicht langt? Soll jeder Landkreis, der mehr bräuchte, um die meist gefährdetsten Personen aus der Gefahrenzone zu impfen, selber zusehen, wie er das Zeug denen, die zu viel bekommen haben, abschwatzt, abjagt, abkauft?
Kein Wunder, dass in BW von der Priorisierung nach ethischen und medizinischen Gründen nicht mehr viel übrig ist und die Verantwortung von oben nach unten öffentlichkeitswirksam bis zu den Hausärzten durchgereicht wird – obwohl in der Stuttgarter Staatskanzlei hinter den Kulissen beschlossen wurde, Letztere am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen:
Sie sollen nur die Impfstoffdosen bekommen, die in den viel zu wenigen Impfzentren übrig bleiben. Offenbar will man das einmal beschlossene Konzept nicht mehr in Frage stellen – außer zugunsten der Autoindustrie. Den Betriebsärzten sollen für die Impfung der Mitarbeiter Sonderkontingente zur Verfügung gestellt werden, unabhängig von jeder Priorisierung.
M.