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Petition gegen das Donaulied!
Von seestern47 am 20. Juli 2020 um 15:30Diese Petition kann ich nur unterstützen! Man sollte das Spielen dieses Liedes grundsätzlich verbieten.
Im Donaulied wird die Vergewaltigung einer Frau besungen:„Sie hatte die Beine weit von sich gestreckt, Ihr schneeweiser Busen war halb nur bedeckt, Ich machte mich über die Schlafende her“
Eine Studentin hat mit ihrer Petition gegen das Lied eine Diskussion über das Liedgut in Bierzelten angestoßen. https://www.deutschlandfunkkultur.de/petition-gegen-donaulied-sexismus-im-bierzelt-schlager.2177.de.html?dram:article_id=478674
https://www.openpetition.de/petition/online/bierzeltsexismus-aktion-gegen-das-donaulied-2
philosophin antwortete vor 5 Jahre, 8 Monaten 14 Mitglieder · 43 Antworten -
43 Antworten
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@Sfath, das nennt man das -Prinzip der sozialen Bewährtheit- . Nach dem handeln Menschen.
Kann man gut nachlesen u.a. bei Robert Cialdini. Man tanzt nicht aus der Reihe und die Herde stärkt.
Schönen Tag
phil
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@Syringia, ich gehe jede Wette ein, daß einer im Zustand der Nüchternheit und allein unterwegs auf belebten Straßen, das Lied mit diesem Text nicht singen würde, was er sich aber in Gesellschaft anderer nur traut, weil die anderen dazu animieren! …dann kann es ja nicht sooo schlimm sein… Naja, wer sturzbetrunken etwas unrechtmäßiges tut, ist vor Gericht nicht voll schuldfähig.
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@Dabbes, ich kann dir grad nicht folgen. Die Petiton richtet sich nicht gegen Kulturgut sondern gegen Sexismus in Bierzelten wie es heißt. Ich kann den Begriff -Sexismus- nicht ausstehen.
Es geht darum, dass der körperliche Übergriff auf eine Frau zum Zwecke der sexuellen Selbstbefriedigung zelebriert wird als etwas normales „Wollt halt mal f… und die Situation bot sich grad an. Strafrechtlich nennt man das Vergewaltigung.
Ich folge dir insofern, als Rappertexte das ebenso zelebrieren dort allerdings noch mit einem ordentlichen Schuß mehr Verachtung der Person und das in Fäkalsprache.
Was diese zuletzt zitierten Herrschaften betrifft. geht es nicht gegen Frauen, sondern zelebrieren von Anarchie gepaart mit Verachtung gegenüber dem Staat.
Ich bin in Sachen Meinungsfreiheit deutlich weniger tolerant als es hiesige Gerichte derzeit sind.
Was wer privat sagt oder seinesgleichen ist deren Sache. Wird aber direkt jemand angesprochen bzw. dient irgendeine Äußerung dem Verkauf und wird gezielt so formuliert, ist das für mic h nicht mehr einfach schlechtes Benehmen, sondern absichtliche Herabsetzung von Personen und Gruppen von Menschen. Ausdrücke wie -Nazischlampe- bzw. überhaupt -Schlampe- gehören genauso dazu wie Der Ausdruck -Fotze- für Frau Merkel.
Bei allen Formen von öffentlicher Diffamierung von Staatsorganen hört für mich der Spaß sowieso auf .
Ich fürchte, diese Gesellschaft sollte sich wieder stärker zu Manieren erziehen. Und die eigentlich geltenden Regeln müssen wieder durchgesetzt werden, weil sie offenbar wichtig sind für die Stabilität einer Gesellschaft.
Was ich jetzt erlebe, ist ein große Basar, auf dem jeder macht, was ihm grad einfällt, damit durchkommt und die weitere Erosion der Gesellschaft beschleunigt. Insorfern teile ich deine Sorge.
Der reflexhafte Verweis auf die viel schlimmeren Leute von rechts, hilft da leider nicht weiter
Erst recht dann nicht, wenn damit unterdrückt werden soll, was sonst so vor sich hintobt.
Obendrein gibt es ja für den Umgang mit Nazis auch Regeln und eine Rechtsordnung, die dem den Garaus machen kann., jedenfalls in der Öffentlichkeit. Die müssen nur ebenso umgesetzt werden.
Schönen Tag
phil
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Ehrlich gesagt, ich happ keine Ahnung, worauf Du hinaus willst – alldieweil Du zwar auf die Einhaltung themenbezogener Regeln pochst, selbst jedoch keine Rücksicht darauf nimmst. Vermutlich musstest Du die ersten fünf Zeilen Deiner Antwort an mich einfach nur mal geäußert haben.
Sei’s drum – denn der von Dir eingestellte Liedtext der Punkband FSF – Feine Sahne Fischfilet (ohne drittes F) – könnte glatt aus den 68-ern stammen und weckt bei mir Erinnerungen an eine Zeit, als das damalige Establishment von der politischen Jugend (mich inklusive) aus der Sofaecke gescheucht wurde, in der es sich viel zu sehr gemütlich gemacht hatte. Das war übrigens auch der Beginn der neuzeitlichen Frauenbewegung!
Aber das kannst Du ja nicht wissen.
Steinmeier allerdings könnte sich an die spannende Zeit erinnert haben, als er die Band ‚belobigte‘!
Die Jungs sind nicht zimperlich und dass sie unter Maaßen (ausgerechnet!) vom Verfassungsschutz beobachtet wurden, ist auch nicht verwunderlich. Ich persönlich fürchte mich allerdings mehr vor denen, die mit teutonischer Inbrunst das Hohe Lied der Frauen in Küche, Schlaf- und Kinderzimmern singen.
M.
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@Syringia, es bleibt so manches in manchen Köpfen hängen! Dort überlebt es und an diese Dinge kommt man höchstens selbst ran. Bei passender Gelegenheit werden sie dann hervor geholt, wenn man sich ggf. unter Gleichgesinnten befindet.
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Ich denke nicht, dass es bei diesem Text (und diesem Sänger) um künstlerische Auseinandersetzung mit Untreue geht (das ließe sich auch mit nicht sexistischen Texten tun) – hier geht’s darum, dass ein Bro sich traut, die Grenzen des öffentlich Sagbaren zu verschieben – und das auf Kosten von Frauen.
Wenn einer wie Bushido das singt, dann gibt es genug männliche Idioten, die solche ‚Gebrauchsanweisungen‘ cool finden und auf ihr Frauenbild übertragen.
Bushido provoziert auf einem Niveau, bei dem er sich offener und klammheimlicher Zustimmung seiner Geschlechtsgenossen und entsprechend hoher Verkaufszahlen = Einnahmen sicher sein kann! Die Nachahmer seines ‚Geschäftsmodells‘ werden ständig mehr! Es stoppt sie ja keiner….
Die Männer, die gegen seine frauenfeindlichen Sprüche protestieren, muss Frau dagegen mit der Lupe suchen!
Gegen die sexistischen Lieder/Texte aus früheren Zeiten kann man nicht mehr viel machen – außer, sie zwischen Buchdeckeln in Museen zu archivieren.
Gegen ihre heutige Nutzung als Stimulanz und Enthemmer bei Saufgelagen sehr wohl.
…und gegen neuzeitlichen Sexismus, wie Bushido ihn als lukrative Einnahmequelle betreibt, auch!
Von mir aus dürfte dieser Prozess gern von der Bundesregierung angeschoben werden, das Thema in seiner ganzen Bandbreite als Pflichtfach den Schulunterricht bereichern und als Langzeitkampagne das ganze Land beschäftigen….
M.
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Für mich immer aufschlussreich, WER solche Lieder (mit)singt oder deren Texte weiterverbreitet….
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cco