Startseite Foren Open house Ein Wort wird gesellschaftsfähig

  • Ein Wort wird gesellschaftsfähig

    Von Novis am 6. März 2020 um 9:36

    Ein Wort, für das wir in unserer Kindheit einen Schlag hinter die Löffel bekamen, ist gesellschaftsfähig geworden.

    Ausgenommen beim Doktor.
    Wenn der fragt: „Wie sieht Ihr Stuhl aus?“, dann kann es heute passieren, dass er zur Antwort erhält: „Den habe ich bei IKEA gekauft."

    Aber warum soll der Doktor heute in der Zeit des Coronavirus nicht auch mal lachen?

    Schaltet mal den Fernseher ein. Egal, ob nachmittags im Kinderprogramm oder spätabends. Es dauert oft nur Sekunden bis jenes Wort zum ersten Mal fällt.

    Und wir selbst?
    Sind wir frei davon?

    Was sagen wir, wenn uns ein Missgeschick passiert?
    Oder wenn jemand unter uns dummes Zeug redet?
    Nein, wir sagen nicht: „Rede doch nicht so einen Stuhl!“

    Nun ja, eigentlich ist es ja scheißegal.
    Es gibt Wichtigeres auf dieser Welt.

    Novis

    Laki antwortete vor 6 Jahre 9 Mitglieder · 15 Antworten
  • 15 Antworten
  • Laki

    Mitglied
    8. März 2020 um 17:17

    Schon vor zig Jahren war im Schwäbischen das Wort Scheisse gesellschaftsfähig…

    Anstatt Liebling sagte man Scheisserle ..

  • klunki

    Mitglied
    7. März 2020 um 14:50

    Hahaha, passt !!!! 😉 :-B 🙂 🙂 🙂

  • Florena

    Mitglied
    6. März 2020 um 20:18

    Also ich hab auch schon öfter den Spruch gehört, wenn was schiefging: das ist doch Kacke.
    Nicht so weit verbreitet, aber könnt ja noch kommen.

  • Paesi

    Mitglied
    6. März 2020 um 15:42

    Da sagst du aber was, dass es sich in fremder Sprache leichter flucht.

    Ich wich auf shit oder meist sogar auf shitty aus.

    Nun lebt mein Mann bei mir. Das "Shit" klingt für ihn nicht so gut, ist ja seine Muttersprache. Er mag es nicht.
    Dafür hörte er oft hier im Fernsehen unsere deutsche Sch-Variante – für ihn ein Fremdwort.

    Vor kurzem erledigte er etwas in der Werkstatt, was wohl nicht so recht klappte. Da hörte ich plötzlich einen kurzen Sch-Fluch, der doch sehr deutsch klang.

    Vielleicht sollten wir uns auf "Merde" einigen. Ist für uns beide ein Fremdwort.

  • Florena

    Mitglied
    6. März 2020 um 13:10

    geil

    🙂

  • Florena

    Mitglied
    6. März 2020 um 12:04

    Stimmt @merlin74, scheißegal.

    Das meint auch Udo Lindenberg mit dem Lied:
    Der König aus Scheißegalien 😉

    http://www.youtube.com/watch?v=AU3hnpeHI-Q

    Unser Lied für Israel – naja, ich weiß nicht….

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden

  • sanao

    Mitglied
    6. März 2020 um 11:06

    Was sagen wir, wenn uns ein Missgeschick passiert?

    Bei mir heißt es: "So ein Mist!" mit verschiedenen Betonungen, je nach Anlass.
    Durfte ich schon als Kind sagen und hab's beibehalten.

  • Florena

    Mitglied
    6. März 2020 um 10:38

    och je, da hab ich Deine Smilies übersehen.
    Ich dachte – es gibt vielleicht örtlich Unterschiede in der Fäkalsprache. Wobei es noch schlimmere Ausdruckswörter gibt, da sind die zwei genannten noch harmlos.

  • Ricarda01

    Mitglied
    6. März 2020 um 10:35

    Das war doch witzig gemeint, liebe Florena (siehe smilies)….. Glaubst du, jeder, der nie Englisch gelernt hat, schaut wirklich im Wörterbuch oder Netz nach, was das bedeuten könnte? Ricarda :-I

  • Florena

    Mitglied
    6. März 2020 um 10:31

    liebe Ricarda, Calli hat recht.
    Ich höre seit einigen Jahren eher fuck als Sch..ße. Klingt für mich nicht ganz so grässlich.
    Ich frage mich auch oft, was man früher als Ersatz dafür gesagt hat. Ich kann mich nicht erinnern. Und in meiner Kindheit waren Kraftausdrücke verboten. Wehe, es rutschte einem was raus… :-X
    Heute kommt man scheinbar nicht ohne aus.

Seite 1 von 2

Sie müssen angemeldet sein, um zu antworten.

Verstoß melden

Schließen