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    Von Constantia am 10. August 2019 um 10:31

    Ich lass mal die Vorgeschichte weg. Nur soviel: Es war vor Ostern als ich aus gesundheitlichen Gründen meine Ernährung für zwei Wochen auf eine Art Sparflamme fuhr. Ein Detail war kein Fleisch und keine Wurst (Bis dahin immer gern gegessen.)

    Davon ausgehend nach den zwei Wochen hocherfreut an der Theke meines Fleischers zu stehen überraschte mich mein Körper. Nein es zog mich nicht hin.

    Na gut, ich bin ja ein freier Mensch. Ich verzichtete weiterhin auf Fleisch (mal sehen, wie lange), manch anderes kam wieder auf den Speiseplan, manches in äußerst geringen Maße.

    Nach etwa 5 Wochen hatte ich das Gefühl mein Kopf war viel aufnahmebereiter (nicht das ich vorher das Gefühl gehabt hätte, zu verblöden). Noch ein paar Wochen später fand ich mich viel ruhiger und gelassener. Eine verpasste Straßenbahn oder kein Sitzplatz in dieser, ein drängelnder Mitbürger, eine Schlange an der Kasse im Supermarkt – alles kein Problem.

    Ich traf einen mir gut bekannten jungen Mann, der schon länger als Vegetarier lebt, sich zwischen durch in großen Abständen mal ein gutes Steak gönnt 🙂 , er konnte Ähnliches berichten. Er meinte, bei unbändigen Appetit ein Stück Fleisch bester Qualität genießen. Dein Körper sagt Dir schon, was er möchte.

    Ich will hier niemanden missionieren! Gott bewahre. Mich beschäftigt mehr die Frage, was nehme ich bloß mit dem Fleisch so alles zu mir, dass es meine Persönlichkeit/mein Verhalten so verändert? Bilde ich mir das nur ein? Industrielle Vergiftung der Menschheit?

    Theoretisch hat man das alles schon irgendwie gehört. Selbst erleben ist noch mal eine andere Stufe.

    Hat jemand ähnliche Beobachtungen gemacht?

    Constantia

    Xera antwortete vor 5 Jahre, 7 Monaten 10 Mitglieder · 14 Antworten
  • 14 Antworten
  • Xera

    Mitglied
    8. Juli 2020 um 17:38

    @ Constantia kann ich nur bestätigen. Ich esse schon 30 Jahre kein Fleisch mehr wegen der Tierhaltung/Tierquälerei.

  • Lunata

    Mitglied
    6. Juli 2020 um 15:48

    Moin

    Ich esse auch schon seit einigen Jahren kein Fleisch.Bin auch viel seltener krank.

    Liebe grüße von Lunata

  • jenny1104

    Mitglied
    12. August 2019 um 13:21

    Ohne Bezug zum Fleisch

    Meine Urenkelin ein schmales Kind und ganz schlechte Esserin.

    Nudeln ohne jegliche Sauce, usw. Kein Fleisch mit Sauce, keine Butter auf dem Brot.

    Man sagt, Kinder wissen genau, was sie zu sich nehmen müssen. Ich habe es mal ausprobiert vor einer Woche. ABends

    Gurken, Essiggurken, Tomaten, Paprika, alles fein gestiftelt, dazu einen joghurt-Dip.

    Sie geht zum Kühlschrank, holt die Spraysahne raus und damit war sie so glücklich, hat alles verputzt. Butter mag sie auch nicht auf dem Brot, aber ich musste dünne Scheiben abschneiden, das hat ihr geschmeckt.

    Sie ist nicht zu Schaden gekommen, ich war froh, dass sie überhaupt etwas gegessen hat.

    Ich komme aus mit einem Filetsteak pro Woche und 100 gr Wurst auch pro Woche.

    Jenny

    🙂

  • zigeunermaedche

    Mitglied
    12. August 2019 um 12:09

    "wem würde wohl pures Fleisch, also ohne es anzubraten, (Rauchgechmack) ohne Gewürze, Kräuter, Salz, ohne Beilagen schmecken? Fleisch pur, wie es Tiere verschlingen."
    Zitat
    Mir! Schon als Kleinkind habe ich immer vom rohen Fleisch genascht…
    Gruß zi

  • Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer
    12. August 2019 um 10:46
  • Madame.C

    Mitglied
    11. August 2019 um 18:15

    Mal ehrlich und einsichtig – wem würde wohl pures Fleisch, also ohne es anzubraten, (Rauchgechmack) ohne Gewürze, Kräuter, Salz, ohne Beilagen schmecken? Fleisch pur, wie es Tiere verschlingen.

    Der Hunger nach Fleisch bedeutet, der Körper braucht Protein, den können wir anders stillen, die Gier nach Butter bedeutet nicht nur nach Fett, sondern nach Salz. (Wenn wir salzhaltige Butter bevorzugen).

    Es gibt viele Beispiele für Signale, die unser Körper schickt, wir aber nicht oder falsch verstehen.

  • Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer
    11. August 2019 um 17:15

    Constantia, es gibt zahlreiche Untersuchungen, dass wir durch totes Fleisch nicht nur all die Antibiotika mitessen, sondern auch die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin, die diese Tiere bei der Schlachtung ausschütten. Es ist also überhaupt kein Wunder, dass du dich inzwischen gelassener fühlst.

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/tierschlachtung-mit-viel-liebe-getoetet-1.2429399-2

    Rüdiger Dahlke hat ein ganzes Buch darüber geschrieben:

    https://peacefood.de/

    Ich für mich persönlich habe schon längst aufgehört, Fleisch zu essen. Das hat viele Gründe, von (gewesenen) Gelenkschmerzen bis hin zu (für mich) nicht mehr tragbaren Massentierhaltungen, Transportwegen, Schlachtungen…

    Ich fühle mich wohl dabei und hatte bei mir damals bei der Umstellung auch deine geschilderten Beobachtungen gemacht. Und wenn mich doch einmal der "große Fleischhunger" überkommt, dann gebe ich ihm nach – und die nächsten Monate ist wieder Ruhe.

    blue

  • Jessica8o

    Mitglied
    11. August 2019 um 15:09

    Hallo, ich möchte nur dazu sagen, dass ich schon seit Jahren nach Möglichkeit auf Fleisch und auf alles was vom Tier kommt, fast völlig verzichte. Der Grund, Gelenkschmerzen werden dadurch sehr gelindert, ich halte gut mein Gewicht und auch der Blutdruck bleibt im normalen Bereich. Und das ist keine Einbildung, kann ich nur empfehlen, Gruß Jessica :-B

  • Constantia

    Mitglied
    11. August 2019 um 12:08

    Danke für den Hinweis. Auch wenn er im www nicht für alle lesbar ist, findet sich bei Interesse sicher eine Möglichkeit.

    Constantia

  • sanao

    Mitglied
    11. August 2019 um 9:51

    Im neuen Spiegel ist ein sehr interessantes Gespräch zwischen Spiegel-Redakteuren und dem Neurowissenschaftler John Cryan abgedruckt.
    Cryan forscht über den Zusammenhang von Mikrobiom (Gesamtheit der uns besiedelnden Mikroben) und dem Gehirn. Im Besonderen, in welcher Form die Darmmikroben Einfluss auf unser Gehirn haben.

    Das Thema gewinnt auch innerhalb der Psychatrie an Bedeutung. Er sagt: "Je nachdem, was wir essen, florieren andere Bakterien in unserem Darm. Und die senden dann andere Botschaften ans Gehirn."
    Spiegel:" Wie spezifisch sind denn solche Botschaften. In Ihrem Buch behaupten Sie, Darmbakterien könnten sogar ganz konkret oben im Hirn Pizza bestellen…"
    Cryan:" …was mir gar nicht so abwegig erscheint. Wir haben zeigen können, dass das Gehirn in fast jeder Hinsicht von Veränderungen des Mikrobioms beeinflusst wird: Ob Sie die elektrische Isolation der Nervenfasern, die Geburt neuer Neuronen oder die Verzweigung der Nervenzellen betrachten – alles wird von Mikroben mitreguliert…
    …Was nun unsere Präferenzen zum Essen betrifft, gibt es keinen Grund, davon auszugehen, dass sie unempfänglich für die Signale sind, die von den Mikroben ausgesandt werden."

    Das ist nur ein kleiner Auszug aus dem Gespräch, soweit er genau zum Thema passt. Vielleicht interessiert den einen oder anderen der Artikel, Spiegel Nr.33.

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