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  • Der Hirtenpsalm

     etaner34 antwortete vor 1 Jahr, 4 Monate 6 Teilnehmer · 11 Beiträge
  • Nykodemus

    Teilnehmer
    2. Juni 2019 um 8:06

    Der gute Hirte

    Er ist auch einer von meinen Lieblingspsalmen!

    Er hängt eingerahmt in Wohnzimmern oder Krankenhäusern,
    Sterbende halten sich in ihren letzten Stunden daran fest,
    man findet ihn sogar eingeritzt in den Putz von Gefängniszellen.
    In vielen Liedern wird er besungen und in noch viel mehr Herzen von Menschen lebt er – der 23. Psalm.

    Es gibt wohl keinen anderen Bibeltext, der so bekannt ist; warum ist das so? Was finden Menschen in den Worten dieses Liedes?

    Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
    Dieser Satz , ja der ganze Psalm ist eigentlich ein Bekenntnis:
    So ist Gott!
    Das ist mein Gott – der Gott, der unwandelbar und mit uns ist, der Gott, der in Jesus Mensch geworden ist.

    Mit schönen Bildern beschreibt David in Vers 2 und 3 die Fürsorge Gottes.

    Er weidet:
    Hier findet mein Inneres (meine Seele) Ruhe, weil Gott sie schenkt. Bei Ihm können wir die Last der Sorge ablegen: Familie, Gesundheit, Termine, Erwartungen, Geld, Zukunft – er versorgt.

    Er erquickt:
    Bei ihm kann ich Auftanken und wenn mir Kraft oder Motivation fehlt oder ich durch Dürrezeiten gehe.

    Er führt:
    Ich kann mich seiner Führung anvertrauen, er macht es gut. Vielleicht umkehren, wo ich auf falschen Wegen unterwegs bin. Offen sein für Gottes Wegführung, ihm Vertrauen und Folgen.

    Mir wird nichts mangeln……
    David romantisiert nicht:
    finsteres Tal, Unglück, Feinde , hartes Leben als Hirte in karger Landschaft, Kampf mit Bären, Verfolgung durch König Saul, sein eigenes Fehlverhalten.

    Was er sagt, entspringt nicht einer Postkartenidylle, nicht einer Wunschvorstellung, sondern seiner eigenen Lebenserfahrung , die auch weiß, wie sich Mangel anfühlt.

    Das finstere Tal ist ein Bild für die dunklen und schweren Erfahrungen die wir machen, wir suchen sie uns nicht aus, sondern würden sie meistens gerne meiden – doch sie gehören zum Leben dazu – und nicht selten gewinnt in solchen Zeiten das Leben an Tiefe und Reife.

    Ich fürchte kein Unglück, denn du bist bei mir. – nicht:
    es gibt kein Unglück, denn du bist bei mir – sondern:
    ich fürchte kein Unglück, denn du bist bei mir.

    Gerade in schweren Zeiten meines Lebens ist er da, steht mir bei und hilft.
    Du bist bei mir, das ist die Gewissheit des Glaubens, die mein Leben trägt!

    Zum Schluss betet David. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
    Gottes Güte: um unseren Mangel zu stillen,
    Gottes Barmherzigkeit: um unsere Schuld zu vergeben.

    Beides brauchen wir, beides gibt uns Gott.
    Mit dieser Perspektive können wir Leben – Sterben.

    Eindrücklich, wie David hier vom Sterben spricht:
    für immer bei Gott zu Hause sein.
    Jesus spricht vom Vaterhaus Gottes und den Wohnungen, die er vorbereitet (Joh.14,2)
    Das ist keine Hoffnung auf`s Ungewisse, dass ist eine tragfähige Gewissheit.

    David geht noch einen Schritt weiter:

    Der gute Hirte wird zum Gastgeber.
    Schau vielmehr auf Gott, Deinen Hirten.
    Er deckt Dir den Tisch.
    Entdecke, was er Dir Gutes gibt.
    Er sorgt für Dich und gibt Dir mehr als genug.

    Und Deine Feinde haben an diesem Tisch keinen Platz!

    "Es gibt einen Raum, der gehört nur Dir und Gott".

    Nachzulesen unter:
    https://www.bibleserver.com/text/NLB/Psalmen23

    Kennt ihr ähnliche, schwierige oder auch ausweglose Situationen?

    Ganz persönlich durfte ich es erleben, als meine Frau bei der Geburt unseres ersten Kindes starb, sowie auch unsere Tochter.

    Nykodemus

  • klunki

    Teilnehmer
    2. Juni 2019 um 11:58

    Trau besser keinem Hirten !!!

    Meist führt dieser seine Schäfchen zur Schlachtbank!

  • Ursula1

    Teilnehmer
    2. Juni 2019 um 12:04

    Danke Nykodemus, seit 1950 mein Lieblingspsalm.
    Schönen Tag wünscht
    Ursula

  • Stadtwolf

    Teilnehmer
    2. Juni 2019 um 12:43

    Mit Pessimismus wie bei Dir klunki,sind noch nie positive Entwicklungen in Gang gekommen.

  • Madame.C

    Teilnehmer
    2. Juni 2019 um 14:07

    "Jesus spricht vom Vaterhaus Gottes und den Wohnungen, die er vorbereitet (Joh.14,2"

    Diese Wohnungen aber werden für noch Lebende gebraucht! Betroffene könnten sich verhöhnt fühlen.

    Und meinte Jesus nicht "Ich bin nicht der Hirte, ich bin auch nur ein Schaf"?

  • klunki

    Teilnehmer
    2. Juni 2019 um 14:25

    Gerade weil ich ein unverbesserlicher Optimis bin, nehm ich mir die Freiheit heraus, auf Fehlentwicklungen hinzuweisen.

    Wer sich als Schaf fühlt, soll seinem Hirten folgen.
    Allerdings sich nicht wundern, wenn er/sie im Schlachthof aus seinen Träumen erwacht.

  • etaner34

    Teilnehmer
    2. Juni 2019 um 16:15

    Dein Beitrag zeugt von peinlicher Unwissenheit, was Inhalt und Umgang mit dem Alten und Neuen Testament betrifft.

    So unter Niveau sollte eine kritische Auseinandersetzung mit anerkannt wertvoller und Jahrhunderte einer Kultur prägender alter Überlieferung nicht sein.
    Und auch nicht der Umgang mit anderen Foristen und ihren Beiträgen. Da muss ich Joschele zustimmen.
    etaner34

  • Madame.C

    Teilnehmer
    2. Juni 2019 um 16:18

    @Joschele, ich hatte den traurig stimmenden Nachsatz nach dem Link übersehen.
    Umso mehr komme ich in Konflikt mit angeblich tröstenden Worten wie

    "Entdecke, was er Dir Gutes gibt.
    Er sorgt für Dich und gibt Dir mehr als genug."

    Wer mir Gottlosigkeit unterstellt, irrt. Für mich sind nur gewisse Konzepte nicht nachvollziehbar. Wie sollte ich respektieren, was nicht nachvollziehbar ist? Damit greife ich nicht die Person an, sondern versuche auf meine Art auf Nichtnachvollziehbares hinzuweisen.

    Es ist keineswegs so, dass ich selber keine Dankbarkeit für alles, was mir gegeben wurde und guttut empfinde. Nur mein Dank würde andere Worte finden und die Bibel ist keine Vorlage.

  • Madame.C

    Teilnehmer
    2. Juni 2019 um 16:31

    "Dein Beitrag zeugt von peinlicher Unwissenheit, was Inhalt und Umgang mit dem Alten und Neuen Testament betrifft."

    Nun ja @etaner34, meine Benotung damals im Religionsunterricht war zwar eine Eins, aber sie betraf wohl mehr die Mitarbeit als das gelehrte "Wissen".
    Heute fällt mir die Überheblichkeit von Lehrern a.D. öfter auf.

    "So unter Niveau sollte eine kritische Auseinandersetzung mit anerkannt wertvoller und Jahrhunderte einer Kultur prägender alter Überlieferung nicht sein."

    Ich würde es konzilianter ein anderes Niveau nennen.

  • etaner34

    Teilnehmer
    2. Juni 2019 um 18:26

    Mitarbeit 🙂 Ich weiß schon.

    Aber eigentlich hatte mein Kommentar nichts mit meinem Beruf zu tun. Er könnte von jedem einigermaßen respektvollen Forumsmitglied kommen.

    War trotzdem entbehrlich wie das meiste, was wir hier schreiben.
    etaner34

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