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 Einträge und Kommentare 1 - 3  (von 3) 


Eintrag von  Krystel vom 10.09.2018, 11.04 Uhr

Ein Nachmittag bei Alaa, Amed & Co.

Ich wohnte in einem Hochhaus und konnte im Herbst
2015 von meinem Fenster die Aufstellung der Flüchtlingscontainer in Lüneburg beobachten. Kurz vor Weihnachten zogen die ersten Flüchtlinge dort ein. Es war alles nur ein Matsch und kaum durchzukommen. Rechts sind drei Wohnblocks und im ersten ein kleines Büro. Leider war ich in einer ungünstigen Zeit dort. Als ich wieder gehen wollte, sah ich einen jungen Mann und fragte ihn, ob er englisch spräche. Ich unterhielt mich kurz mit ihm, und als ich wieder gehen wollte, übergab ich ihm einen Geldschein. Er schaute mich überrascht an. Ich sagte, das Geld sei für ihn, er könne für sich und seine Freunde etwas einkaufen. Am nächsten Tag war das Büro offen, und ich hatte ein nettes Gespräch mit der Betreuerin. Ich fragte, was man eventuell tun könne. Ich erzählte ihr von dem Geldgeschenk vom Tag vorher. „Sie waren das? Der Ali hat es im Büro abgegeben.“ Jetzt war ich aber auch überrascht. Den mitgebrachten Rucksack mit Weihnachtsgebäck ließ ich dort und sagte noch, dass ich über Weihnachten nicht da wäre. Leider wurde ich auch noch krank, so dass ich erst Ende Januar wieder bei den Flüchtlingen vorbei schaute. Im Büro hatte ich erfahren, dass jeden Dienstag um 17. Uhr dort Teatime im dritten Block sei. Warum auch immer ging ich schon um 15 Uhr dort hin mit einer großen selbstgemachten Bratapfeltorte. Nur im mittleren Block sah ich einige Leute u.a. auch zwei Betreuerinnen. Sie sagten, sie wären neu dort und wüssten nichts von einer Teestunde. Mit der Torte wollte ich nun auch nicht mehr zurück. In dem Aufenthaltsraum mit einem großen Tisch und einer gemütlichen Couchecke, wurde mir Platz angeboten. Vier junge Männer saßen an dem Tisch und malten oder übten sich in der lateinischen Schrift. Der eine war ein Kunststudent und hatte gerade ein tolles Bild von einem Mitbewohner gemacht. Ich wurde herzlich aufgenommen. Sie gaben mir ein kleines Messer, womit ich die Torte anschneiden sollte. Dann stellte sich heraus, dass weder Tassen, Teller, Löffel vorhanden waren. Ich sagte, dass ich schnell nach Hause fahren könnte, um aus dem Keller ein Kaffeeservice zu holen. Ein sehr netter Syrer bot sich an mitzukommen. Im Wagen erzählte er mir, dass in den Räumen recht kalt wäre. Da hatte ich eine Idee: Meine Freundin hatte mir schon vorher erzählt, sie hätte noch Wolldecken abzugeben. Also fuhr ich erst mit Alaa zu meiner Freundin. Mit 2 großen Schafwolldecken und zwei normalen sowie einem Ess-/Kaffee-Service beladen fuhren wir gleich zurück – mein Kaffeeservice hätte noch gespült werden müssen.
Es war dann eine sehr nette gemischte Runde: Syrier, Iraner, Palästinenser etc. Einige konnten etwas Englisch. Ein Iraker sprach sogar etwas Deutsch. Ich fragte, warum nicht mehr Deutsche sich ein bisschen engagieren. Ich wäre hier zur Zeit die einzige. Kurz danach kam eine Betreuerin ganz aufgeregt zu uns und sagte, dass gerade eine junge Familie aus Syrien eingetroffen sei. Es sei ihr im Moment aber unmöglich, den Mann zu Aldi zu fahren. Ich bot mich also an und fuhr mit 2 Syriern und einem Iraner zum Einkaufen. Ich habe nie gedacht, dass in meinen kleinen Renault modus sooo viel hinein geht!!!
Am nächsten Tag bin ich mit meinem alten gespülten Service, einem Haufen Messern, Kuchengabeln und Teelöffeln und und und wieder hingefahren. Im Nu war alles weg.
Im Gespräch mit den Flüchtlingen erfuhr ich, dass sie nur zweimal die Woche Deutschunterricht hätten. Es gibt einfach zu wenig Lehrer. Die Volkshochschule nimmt nur Flüchtlinge kostenlos auf, die eine Aufenthaltserlaubnis haben, aber auch dort sind wenig Lehrer vorhanden. Die Betreuerinnen sind glücklich über jeden, der vorbei kommt und sich engagieren möchte. Langsam bekommen sie sehr viele Spenden, so dass es viel wichtiger wäre, die Flüchtlinge in der deutschen Sprache zu unterstützen.
Ich bin jetzt 80 Jahre alt, musste umziehen wegen Eigenbedarf. Also konnte ich die Flüchtlinge nicht mehr bessuchen.

Für mich war mein kleines Engagement eine kleine aber sehr positive Erfahrung.




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Kommentare,  

Kommentar von  Krystel vom 21.10.2018, 15.08 Uhr

Re: Re: Ein Nachmittag bei Alaa, Amed & Co.

Lieber Merlin,

ich habe mich an einige gewandt. Die BILD wollte das groß herausbringen mit Bildern - das wollte ich aber nicht. Die anderen meinten, ich solle mich in der Umgebung nach interessierten Leuten umschauen. Außer einer jungen Brasilianerin in meinem Haus, wollte sich keiner einbringen.
Krystel, die für die Flüchtlinge eine großes Herz hat aber nicht für die vielen Emigranten.

Kommentar von  merlin74 vom 20.10.2018, 17.03 Uhr

Re: Ein Nachmittag bei Alaa, Amed & Co.

hut ab vor deinem tun verehrte krystel, versuche doch mal mit leuten von der örtlichen presse zu sprechen, da wird es sicher noch mehr leute geben, die deinem beispiel folgenmit großer hochachtung merlin74

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