Mit einem passiven Einkommen die Rente aufbessern

Der Eintritt in das Rentenalter ist für viele Senioren mit finanziellen Einschränkungen verbunden. Wer nur von der gesetzlichen Rente lebt und nicht vorgesorgt hat, muss Abstriche in seinem Lebensstandard machen. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, wie Ruheständler ihre Rente mit einem passiven Einkommen aufbessern können. Das Gute daran ist, dass ein passives Einkommen keinen Einsatz von Zeit und Arbeit verlangt.

Passives Einkommen durch Vermietung

Die vielleicht bekannteste Möglichkeit, ein passives Einkommen zu erzielen, ist die Vermietung von Immobilien. Das gelingt allerdings nur, wenn Sie bereits eine Immobilie haben, die vollständig abbezahlt ist, und die sich als Mietobjekt eignet. Beziehen Sie bereits Rente und haben Sie keine Immobilie, ist das nicht möglich. Als Rentner haben Sie es schwer, einen Immobilienkredit zu bekommen. Die Kreditraten und die Mieteinnahmen stehen nicht immer in einem günstigen Verhältnis zueinander. Sie müssen auch daran denken, dass für die Immobilie Instandhaltungs- und Sanierungskosten anfallen. Haben Sie ein größeres Haus und genug Geld gespart, können Sie von den Ersparnissen ein kleineres Haus kaufen und das größere Haus vermieten.

Investieren in Wertpapiere mit Dividende

Viele ältere Menschen schrecken davor zurück, in Wertpapiere wie Aktien oder ETFs zu investieren, da sie diese Anlagen für zu unsicher und zu spekulativ halten. Es gilt, sich über die Chancen und Risiken solcher Anlagen zu informieren und sorgfältig abzuwägen. Auch im Rentenalter ist die Investition in Aktien oder ETFs noch möglich. Das gelingt auch mit geringeren Beträgen. Vorteilhafter als Aktien können ETFs als börsengehandelte Fonds sein:

  • bieten eine bessere Risikostreuung, da sie einen kompletten Index wie den deutschen Aktienindex DAX abbilden und gleich eine ganze Reihe von Wertpapieren enthalten
  • versprechen pro Jahr eine Rendite von durchschnittlich 6 bis 7 Prozent
  • sind kostengünstig
  • können über Online-Broker gekauft werden
  • bieten Transparenz, da sie sich parallel zum Index entwickeln.

Anders als Einzelaktien gelten ETFs als Sondervermögen. Wird der Herausgeber insolvent, fließt das Geld der Anleger nicht in die Insolvenzmasse ein.
Bei Aktien können Anleger häufig von einer Dividende profitieren, die ein passives Einkommen darstellt. Sie ist der Teil des Gewinns, der an die Aktionäre ausgezahlt wird. Bei Aktien von deutschen Unternehmen erfolgt die Dividendenzahlung einmal jährlich. Eine Dividende als passives Einkommen können Anleger auch mit einem ausschüttenden ETF erzielen. Die Dividendenzahlung kann abhängig vom Index einmal oder sogar mehrmals jährlich erfolgen. Den Handel bei einem Online-Broker brauchen internet-affine Senioren nicht fürchten. Beim Online-Broker wird zunächst ein Depot eröffnet, auf dem die Aktien oder ETF-Anteile aufbewahrt werden. Im Vergleich zu Hausbanken bieten die meisten Online-Broker dieses Depot kostenlos an. Bei einem ETF können Anleger nicht nur von der Dividende, sondern auch von der langfristigen Wertentwicklung profitieren.
Bei Aktien und ETFs sind Kursverluste nicht auszuschließen, doch gerade bei ETFs ist auf lange Sicht mit Kurssteigerungen zu rechnen.

Vermögensaufbau und Passiveinkommen mit einem Sparplan

ETF-Sparpläne bieten den Vorteil, dass sie bereits mit geringen monatlichen Beträgen, beispielsweise mit 25 Euro pro Monat, bespart werden können. Wird ein ETF gewählt, der eine gute Rendite verspricht, kann bereits innerhalb weniger Jahre ein kleines Vermögen aufgebaut werden. Auch hier ist ein ausschüttender ETF geeignet, der mit der Dividende für ein Passiveinkommen sorgt. Sinnvoll kann für den Vermögensaufbau auch ein thesaurierender ETF sein, da die Dividende immer neu in Wertpapiere angelegt wird. Sparpläne bieten Flexibilität, da sie über keine feste Laufzeit verfügen und jederzeit kündbar sind. Die Sparrate kann abhängig von der finanziellen Situation verändert werden. Für den Sparplan kann ein Auszahlplan erstellt werden. Wurde ein bestimmter Betrag angespart, können regelmäßige Auszahlungen erfolgen, um die Rente aufzubessern, einen gesunden Lebensstil zu pflegen und sich verschiedene schöne Dinge leisten zu können.

Passiveinkommen mit Privatkrediten

Eine Möglichkeit, ein Passiveinkommen zu erzielen, kann ein P2P-Kredit, ein Kredit von Privatpersonen für Privatpersonen, sein. Wer anderen Geld verleihen möchte, muss keine hohen Beträge aufwenden. Es gibt verschiedene Marktplätze für solche P2P-Kredite. Diejenigen, die ihr Geld anlegen möchten, indem sie Kredite vergeben, zahlen in einen Topf ein. Ein Kredit an eine Privatperson kommt also durch mehrere private Kreditgeber zusammen. Die Chance besteht für die privaten Kreditgeber in attraktiven Zinsen, die wesentlich höher als für Tagesgeld oder Festgeld sind. Für die Kreditnehmer bedeutet das, dass sie höhere Zinsen als für einen Bankkredit zahlen müssen. Allerdings sollten Senioren auch nicht das höhere Ausfallrisiko aus den Augen verlieren. Nicht immer ist garantiert, dass sie das eingezahlte Geld tatsächlich zurückbekommen. Einlagensicherungen und Rückkaufgarantien sind nur begrenzt vorhanden. Wer auf diese Weise ein Passiveinkommen erzielen möchte, sollte nur einen Betrag vergeben, den er im Notfall entbehren kann. Das ist für Senioren also eine ziemlich unsichere Angelegenheit.

Fazit

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für Senioren, ein Passiveinkommen zu erzielen. Für alle Möglichkeiten ist zuvor eine Investition erforderlich. Gut geeignet sind ETFs oder ETF-Sparpläne, da eine Dividende als Passiveinkommen ausgezahlt oder ein Auszahlplan erstellt werden kann.

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