Männerleiden Prostata

Die Prostata wird auch Vorsteherdrüse genannt und ist Teil der inneren Geschlechtsorgane des Mannes. Im Normalfall ist sie in etwa so groß wie eine Kastanie. Die Prostata liegt zwischen der Harnblase und dem Beckenboden. Das Männerorgan spielt eine wichtige Rolle bei der Spermabildung und Ejakulation. Prostataprobleme treten häufig ab dem mittleren Alter auf und können unter anderem Schwierigkeiten beim Geschlechtsverkehr verursachen, was wiederum oftmals die Partnerschaft belastet. Der richtige Ansprechpartner bei einer Prostataerkrankung ist der Urologe.

Symptome einer Prostataerkrankung

Zu den häufigsten Prostataerkrankungen zählen die Prostataentzündung (Prostatitis), die Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, kurz BPH) und der Prostatakrebs (Prostatakarzinom). Eine akute Prostataentzündung wird meist durch Bakterien verursacht. Aber auch andere Faktoren können eine Prostataentzündung auslösen, zum Beispiel Stress. Gerade im Rahmen einer chronischen abakteriellen Prostatitis, bei der oft keine organische Ursache gefunden werden kann, spielen psychische Faktoren eine Rolle.
Die Symptome einer Prostataentzündung (Prostatitis) sind Probleme beim Wasserlassen, Schmerzen im Damm- und Analbereich sowie beim Samenerguss. Diese Beschwerden unterscheiden sich kaum von den anderen Prostataerkrankungen. Bei folgenden Anzeichen sollte immer ein Urologe aufgesucht werden:

  • vermehrter nächtlicher Harndrang
  • Harnverhaltung
  • unterbrochener Harnfluss
  • Blut in Urin oder Samenflüssigkeit
  • Schmerzen beim Samenerguss
  • verminderter Samenerguss

Auch Rückenschmerzen oder Schmerzen im Bereich der Hüften oder Oberschenkel gelten als Symptome einer Prostataerkrankung.

Die Prostata spielt eine wichtige Rolle beim Orgasmus

Das Thema Sexualität steht in einem engen Zusammenhang mit der Vorsteherdrüse. Warum ist das so? Das von ihr erzeugte Sekret ist Teil der Samenflüssigkeit und sorgt dafür, dass die Spermien beweglich sind und der Mann zeugungsfähig ist. Bei der Ejakulation ziehen sich die Muskeln der Prostata zusammen und stoßen das Sekret aus. Besteht ein Prostataprobleme, kann es dabei statt zu einem ausgeprägten Hochgefühl zu starken Schmerzen kommen. Viele Männer ziehen sich daraufhin zurück, ihr Selbstwertgefühl leidet und in der Folge auch die Partnerschaft. Depressive Verstimmungen sind daher nicht selten die Folge von Prostataerkrankungen.

Der Therapieerfolg bei Prostataerkrankungen ist hoch

Die Behandlung der klassischen Prostata-Männerleiden ist erfolgversprechend, braucht aber bisweilen etwas Geduld. Vor allem dann, wenn zum Beispiel hinter einer Prostatitis keine Bakterien als Auslöser stecken. Mittlerweile gibt es eine Reihe an Therapieansätzen, welche die Symptome einer Prostataerkrankung lindern können:
Wärmetherapie (zum Beispiel Infrarottherapie)
Mikrowellentherapie
Akupunktur
Biofeedbacktherapie
Aber auch eine Ernährungsumstellung kann sich positiv auf Prostataerkrankungen auswirken. Mediziner raten deshalb zu einer ausgewogenen gesunden Ernährung.
Eine Prostatavergrößerung wird in der Regel erst behandelt, wenn Beschwerden auftreten. Dabei kommen auch pflanzliche Mittel infrage, zum Beispiel Produkte auf Basis von Brennnesseln oder Kürbiskernextrakten. Bei stärkeren Symptomen verschreibt ein Arzt in der Regel Arzneimittel. Ebenso kommen Mikro- und elektromagnetische Wellen, Ultraschall, Laser oder Notfalls auch eine Operation zum Einsatz. Betroffen sollten gemeinsam mit einem Arzt, im besten Fall einem Urologen, den passenden Therapieansatz besprechen.

Der Prostatakrebs versteckt sich gut

Prostatakrebs verursacht anfangs meist keinerlei Beschwerden. Typische Frühwarnzeichen oder besonders auffallende Prostataprobleme sind selten. Er wird daher oft erst entdeckt, wenn er sich auf die Harnröhre ausgebreitet oder Metastasen gestreut hat.
Ein entscheidender Indikator bei der Früherkennung von Prostatakrebs ist der sogenannte PSA-Wert. PSA ist die Abkürzung für prostataspezifisches Antigen: ein Eiweiß, welches die Zellen in der Prostata bilden und das einen wichtigen Bestandteil der Prostataflüssigkeit darstellt. PSA ist auch im Blut nachweisbar, mit dem Alter steigt dieser Wert zunehmend. Übersteigt er aber eine bestimmte Grenze oder erhöht er sich außergewöhnlich plötzlich, könnte das ein Hinweis auf einen bösartigen Tumor sein.

Sind Männer über 70 untertherapiert?

Vorsorgeuntersuchungen werden im hohen Alter oft nicht mehr durchgeführt, obwohl Prostataerkrankungen wie das Prostatakarzinom gerade dann weit verbreitet sind. Wird das Männerleiden Prostatakrebs frühzeitig entdeckt, ist es in vielen Fällen heilbar. Die Behandlung richtet sich zum einen nach dem Tumor, zum anderen aber auch nach dem Alter und der Vitalität des Betroffenen. Meiste kombiniert ein Arzt dann die Bausteine Operation, Bestrahlung und antihormonelle Therapie miteinander. Bei älteren Männern wird nach der Diagnose – unter engmaschiger Kontrolle – immer wieder auch die die „Wait-and-see“-Methode angewandt. In jedem Fall sollten Männer auch im hohen Alter die Gesundheit der Prostata im Blick behalten.

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