Die fünf Gebote des Buddhismus

Buddha hat fünf Gebote formuliert, die zum gerechten Lebenswandel führen sollen:
1. Töte kein Lebewesen.
2. Nimm nicht, was dir nicht gegeben.
3. Sprich nicht die Unwahrheit.
4. Trinke keine berauschenden Getränke.
5. Sei nicht unkeusch.

Interessant ist, dass die Grundtendenz mit der der Zehn Gebote der Bibel übereinstimmt. Und ähnlich wie die Jünger Jesu die Taten ihres Messias aufgeschrieben haben, so haben auch die Schüler Buddhas nach dessen Tod die Lehren ihres Meisters kanonisiert.

Ein großer Unterschied aber ist, dass Buddha die Vorstellung eines persönlichen Gottes abgewiesen hat, zu dem man beten und von dem man Hilfe erwarten kann. Aus diesem Grund ist der Weg zum Heil laut Buddha auch nicht durch andere, sondern nur durch sich selbst zu finden.

Dieser eigenverantwortliche Weg zum Heil beinhaltet ein Recht, das sich in keiner anderen Religion finden lässt: Der Buddhismus erlaubt es seinen Anhängern, sich neben dem Buddhismus auch einer anderen Religion anzuschließen.

Daraus lässt sich ein weiteres, in unserer Zeit wichtiges Gebot formulieren: Wenn du dein Glück nicht in einer Religion entdeckst, dann nimm dir die Freiheit, dein Glück mithilfe einer weiteren zu finden.

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Kommentare

  1. Nachtrag: Deine Aussage "Daraus lässt sich ein weiteres, in unserer Zeit wichtiges Gebot formulieren: Wenn du dein Glück nicht in einer Religion entdeckst, dann nimm dir die Freiheit, dein Glück mithilfe einer weiteren zu finden." läßt sich aus den Lehrreden des Buddha oder aus der Sekundärliteratur nicht ableiten. Ganz im Gegenteil wird betont, daß das Streben nach Glück nicht sinnvoll ist, weil "Glück" wie auch alle anderen Empfindungen vergänglich ist und dadurch zwangsläufig neues Leid hervorruft. Der Ausweg liegt ausschließlich darin, das zu überwinden, was wir als "ich" empfinden und Gleichmut gegenüber allen Empfindungen wie Glück, Unglück u.s.w.
    zu entwickeln.

    Leider kursieren besonders in der esoterischen Literatur viele solcher krassen Fehlinterpretationen der buddh. Lehre und ich habe oft den Eindruck, dass keiner der Autoren auch nur ein einziges Mal ein Buch der anerkannten Sekundärliteratur in der Hand gehabt hat.

  2. In der westlichen Welt wird das "Streben nach Glück" fast schon inflationär gebraucht. Ich denke, es ist das Ergebnis aus einer leistungsorientierten Welt. Ich stimme Dir zu, @Fritz.the.Cat , dass man dies aus den Reden des Buddha so leicht nicht ableiten kann. Das ist verkürzt.

    1. Danke für die Antwort @seestern47 mit einer kleinen Anmerkung. Die Aussage über das Streben nach Glück im Eingangsbeitrag ist nicht verkürzt, sondern völlig falsch. Eine der Kernaussagen der buddh. Lehre ist, dass alle Erscheinungen unbeständig sind. Daraus folgt, dass das Streben nach Glück nur ins Leid führen kann, denn auch Glück ist unbeständig. "Streben nach Glück" ist nichts als eine ewige Tretmühle im Kampf ums Wiedergewinnen dessen, was man doch nicht festhalten kann.

      1. @Fritz.the.Cat
        Ich finde, dass hast Du sehr gut und verständlich zusammengefasst. Ergänzend hierzu ein Zitat vom Dalai Lama: „Kein materielles Objekt, wie schön oder wertvoll es auch sein mag, kann bewirken, dass wir uns geliebt fühlen. Wir brauchen etwas tiefer Gehendes, das ich gewöhnlich als menschliche Zuneigung oder Wärme beschreibe. […] Fehlt es aber an menschlicher Wärme, so bleiben bloße materielle Annehmlichkeiten unbefriedigend, und sie bringen keinerlei inneren Frieden oder Glück.“

        Auszug Klappentext „Dalai Lama – Inneren Frieden finden“

    1. Na gut, Wenn Florian die Frage nach der Keuschheit nicht beantworten möchte, dann schreibe ich mal meinen Wissensstand. Für Mönche und Nonnen gilt sexuelle Enthaltsamkeit. Für Anhänger, die ein normales Leben führen, sagt die moderne Interpretation, dass sie keine "unheilsamen" sexuellen Handlungen vornehmen sollen. Das ist nichts anderes als das, was ohnehin als selbstverständlich angesehen wird: keine sexuellen Handlungen mit Kindern, Jugendlichen oder abhängigen Menschen, kein Fremdgehen, kein Sex ohne Einwilligung des Partners/der Partnerin, kein Missbrauch mit Hilfe von Drogen .....

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