»Creating shared value«

Im Jahr 2012 sickerte durch, dass der Nestlé-Konzern das Ziel verfolgt, in Nigeria, Algerien und Pakistan die landeseigenen Wasserquellen zu erwerben, um das Wasser in einem nächsten Schritt an die Bevölkerung wiederzuverkaufen. Das philosophisch Interessante an dieser Strategie des Konzerns ist, dass der Nestlé-Verwaltungsrat das Geschäft mit einer ethischen Argumentation zu verteidigen suchte.

Hatte das frei zugängliche Wasser bisher keinen Wert und wurde von der Bevölkerung verschwendet, so werde es in Zukunft durch einen Preis einen Wert erhalten. Die Idee ist, so Nestlé, dass der Verbraucher sein Denken ändert, wenn er in Zukunft sein Wasser käuflich erwerben muss. Ab diesem Zeitpunkt werde das Wasser nicht nur einen Wert haben, sondern auch wertgeschätzt werden. Nestlé bringt die Bevölkerung also dazu, Wasser wertzuschätzen, indem der Konzern Trinkwasser mit einem Wert in Gestalt eines Preises versieht.

Die Grundlage dieser Argumentation ist die sogenannte »Creating shared value«-Theorie. Nach dieser erzeugt ein Unternehmen durch die Herstellung eines Produkts zugleich einen ethischen Wert, der für die gesamte Gesellschaft gültig ist.

Eine ungewöhnliche, vielleicht auch fragwürdige Theorie!

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