Forum für Senioren >> Startseite
Liebe Wohnen Magazin Reise Fotos Mail Chat Treffpunkt

 Mitglieder-Login

Forum-Name
Passwort
 Anmelden
 Passwort vergessen
 Freischalten
 Hilfe & Information
 Führung
 Startseite
 Mitglied werden

 Gemeinschaft

 Mitglieder
 Geburtstage
 Wer ist online
 Mitgliedertreffen
 Kontaktbörse
 Empfangshalle

 Erlebniswelt

 Fotoalben
 Weblogs
 Videos
 Ecards
 Homepages
 Magazin
 Fit & Gesund
 Essen & Trinken

 Infocenter

 Nachrichten
 Urlaub & Reise
 Einkaufsmeile
 Spiele
 Termine
 Umfragen
  Späte Liebe

Kennen lernen ...

Per Mausklick zum Liebesglück: Hier finden Sie Ihren Traumpartner!

Kontaktbörse >>
Magazin  >   > 

Wahre Freundschaft (gabi56)

Freundschaften sind wichtig, sagt man. Und ich glaube das auch sofort. Leider habe ich keine großen Erfahrungen mit Freundsschaften gemacht.

Nein, ich sage das jetzt nicht nur so. Mir ist in der letzten Zeit klar geworden, dass ich Freundschaften im "real life" schon lange nicht mehr kenne. Dass ich es mir angewöhnt habe, mein Leben alleine zu bewältigen. Seit..

Seit? Ja es ist wirklich sehr lange her. da muss ich jetzt erst mal nachdenken, wie das alles kam. Während meiner Schulzeit hatte ich natürlich eine sog. beste Freundin. Und auch während der Studienzeit. Irgendwann gab es dann die männlichen Freunde, die Liebesbeziehungen. Und Freundinnen waren auf einmal weniger wichtig. Zumindest war es so bei mir.

Überrascht muss ich immer wieder feststellen, dass in diesem Punkt meine beiden Töchter (28 und 25 Jahre) ganz anders sind. Gottseidank! Auch während ihrer Beziehungen zu einem engen Freund haben sie nie die Kontakte zu ihren "Mädels" und anderen Freunden ganz verloren. Und, wie schön.. immer, wenn es ihnen mal nicht so gut ging - in der Beziehung oder beim Studium - war jemand da, der sie auffangen konnte. Mit ihren Freunden teilen sie Sorgen und Probleme, aber auch Freude und Glück. In ihrem Leben sind Freunde lebenswichtig.

Aber - ich bin etwas von der Frage abgeschweift, welche Rolle spielen Freunde in meinem Leben? Als diese Frage vor einiger Zeit an mich gerichtet wurde, war ich irritiert und verlegen. Ich wusste schlicht nicht, wie ich darauf antworten sollte. Denn ehrlich zu sagen, ich habe keine Freunde oder Freundinnen, bei denen ich mich treffe oder die ich einlade, das erschien mir zunächst wie ein Makel und ich schämte mich, obwohl ich nicht wusste, wofür.

Jetzt bin ich etwas mutiger geworden, und ich will mich mit dieser Frage auseinander setzen. Vielleicht sehe ich mein "Einzelgängerwesen" inzwischen auch etwas entspannter. Ich stelle fest, dass ich zwischen realer und virtueller Freundschaft unterscheiden sollte. Denn im world wide web habe ich in einigen Foren, in denen ich seit Jahren lese und schreibe, Menschen getroffen, sogar real und bundesweit, mit denen ich mich gut verstehe und die -online- Sorgen und Probleme, Glück und Freude mit mir teilen - in einem der Foren sogar täglich..

Aber ich frage ich mich ernsthaft, wie es dazu kommen konnte, dass ich im realen Leben keinen Kontakt aufnehme, um jemanden zu treffen bzw. eine beginnende Freundschaft zu pflegen. Es gab immer wieder Ansätze.. ich denke aber, ich habe sie durch Ignoranz und Unsicherheit im Sand verlaufen lassen.

Sicherlich liegen Ursachen in meiner Nachkriegs-Kindheit (ich bin 1946 geboren), wo wir zu Dritt in einer kleinen 2-Zi-Wohnung lebten. Ich konnte nie Klassenkameradinnen mitbringen, weil sich mein Vater von der Schichtarbeit im einzig beheizbaren Raum ausruhen musste und keinerlei Lärm duldete. Kindergeburtstage oder Treffen mit Gleichaltrigen gab es nie. Ich erlernte frühzeitig, genügsam und kreativ meine Freizeit zu verbringen, natürlich ohne Fernsehen oder Computer. Das gab es noch nicht. Zum Glück aber eine Stadtbücherei. Dass meine Mutter, berufstätig und immer wieder (als kontaktfreudiger "Zwilling" ) bei gemeinsamen Busreisen mit meinem Vater Freunde gewinnend, sehr darunter litt, dass diese Freundschaften sich anschließend nicht halten ließen, weil mein Vater das irgendwie verhinderte, das verstand ich erst viele Jahre später.

Leider ist meine Mutter mit 64 Jahren schon verstorben. Im Gegensatz zu meinem Vater, der letztes Jahr mit 87 Jahren, nach 20 Jahren Wittwerdasein, verstarb. Erst in seinem letzten Lebensjahr, als es mir und meinen Töchtern gelang, ihn zu uns nach Ludwigsburg in ein Altersheim zu holen, hatte er wieder Menschen um sich, die ihn liebten. Aufgrund der Altersdemenz war es uns gelungen, ihn aus der selbst erwählten Isolation der früheren gemeinsamen Wohnung zu holen. Erst spät habe ich den Schritt gewagt, ihn zu seinem "Glück" zu zwingen. Da er sein einsames Leben als Wittwer immer wieder zäh verteidigt hatte, war es kaum möglich gewesen, etwas "für ihn" zu unternehmen. Er hatte erfolgreich alle Nachbarschafts-Kontakte boykottiert, so dass er letztendlich wirklich alleine war. Und er war einsam. als er das mal bei einem meiner Besuche sagte, hätte ich weinen mögen. Doch es war zu spät. Wie froh bin ich jetzt, dass ihn meine Töchter letztes Jahr während seiner letzten Lebensmonate täglich im Altersheim besuchen konnten und ich bei seinem letzten Atemzug seine Hand hielt.

Aber . seitdem sind meine Gedanken immer mal wieder bei diesem Thema: Habe i c h eigentlich selber richtige Freunde? Oder bin ich bereits auf dem Weg, wie mein Vater, mich immer mehr zu isolieren?

Merkwürdigerweise ist jeder verwundert, der mich kennenlernt, weil ich auf den ersten Blick nicht kontaktscheu wirke und auch ein Zusammensein mit anderen genieße, sogar lustig sein kann...

In einer psychosomatischen Auszeit letztes Jahr, wegen meines Burnouts im Schulalltag, lernte ich viel Neues über mich: Themen wie Nähe und Distanz haben mit solch einem Verhalten zu tun, und es sind auch Verletzungen und Enttäuschungen, die zeitweises Offensein für Nähe wieder zerstörten. Natürlich hat jeder schlechte Erfahrungen im Leben gemacht. Und mit jedem weiteren Jahr auf dem Buckel, wie man so bildhaft sagt, kommen neue Erlebnisse dazu. Ich denke mal, dass sich bei mir vieles verstärkte, was in der Kindheit und vielleicht auch durch mein Sternzeichen "Skorpion" mein Verhalten geprägt hat. Ich musste und kann alleine zurechtkommen, Probleme lösen, mich beschäftigen. Lange Zeit fiel mir meine beginnende Isolation nicht so auf, denn ich war durch meinen Beruf als Sonderschullehrerin viel mit Menschen zusammen, so dass ich das Alleinsein sogar erholsam fand. In drei Ehen habe ich unterschiedliche Charaktere und Liebe als auch Leid erlebt.

Jetzt stehe ich wieder am Anfang dieses Textes: "Freundschaften sind wichtig. Mit Freunden teilen wir Sorgen und Probleme, aber auch Freude und Glück. Welche Rolle spielen Freunde in Ihrem Leben?" Vielleicht finde ich doch noch den Stein des Weisen ;) Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Eine Beitrag von:
gabi56
<< Zurück zur Übersicht "Wahre Freundschaft"

<< Zurück    Empfehlen    Drucken

© 2000 - 2019 Forum für Senioren
Diese Inhalte genießen Urheberschutz gemäß gesetzlicher Regelungen. Vervielfältigung und sonstige nicht rein private Verwendungen bedürfen der ausdrücklichen Genehmigung.



Weitere Informationen im Internet suchen:

  Spiele-Spaß

Online-Spiele

Sudoku, Dame, Schach, u.v.m. - Spielen und Spaß haben.

Jetzt spielen >>
  Kulturtermine

Sie lieben Kultur? Und vermissen den Überblick?

Zu den Tipps >>
  Traumreisen

Städtereise oder Strandurlaub?

Finden Sie hier Ihr Traumziel.

Reisebüro >>
  Fit & Gesund
Fit & Gesund im Alter

Gesund im Alter

Tipps für mehr Lebensqualität und mehr Gesundheit im Alter.

Mehr >>
 
Werbung     Presse    Kooperation      Bildnachweis     Kontakt     Impressum     AGB      Datenschutz  

Das Forum für Senioren - die Community:  Als Startseite | Als Lesezeichen | Empfehlen | Verlinken