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Magazin  > Lebenserinnerungen  > Schloss Wiesenburg

Schloss Wiesenburg

An einem schönen Spätsommertag fahren wir auf der Autobahn A 9 von Rangsdorf, in Richtung Belzig. Wir verlassen die A 9 an der Abfahrt Niemegk. Die Straße nach Niemegk ist gesperrt und wir müssen die ausgeschilderte Umleitung über die Dörfer Locktow, Neschwitz und Lüsse nach Belzig fahren. Die Dörfer sind durch schöne Alleenstraßen verbunden, gesäumt von sehr alten Apfelbäumen. Nur wenige Bäume tragen rot leuchtende Früchte. Von Belzig aus fahren wir auf der Straße 246 noch ca. 10 km und erreichen dann Wiesenburg. Auf dem Parkplatz am Schloss- und Landschaftsgarten stehen nur wenige Autos. Direkt vom Parkplatz führt ein Weg in den schönen, weitläufigen Park, malerisch eingebettet, das Schloss. Bei unserem Spaziergang sehen wir viele Naturdenkmäler, Reste alter Bäume, die entweder vom Blitz getroffen und teilweise ausbrannten oder vom Sturm entwurzelt wurden. Von einem Baum, der mal einen Durchmesser von ca. 2 m Umfang hatte, ist nur noch ein etwa 1 m hoher Außenrand stehen geblieben. In der Mitte reckt sich schon ein neuer Baum empor. Um den Mühlenteich führt ein bequemer Weg. Am Fuße des Schlosses wurden Blumenrabatten angelegt, gepflegte Kieswege rings um den Schlossteich. Am Ufer tummeln sich schnatternd zahlreiche Enten. Einige sitzen auf der Wiese, den Kopf unter die Flügel gesteckt, ruhen sie sich aus. Gerade kommen weitere Enten angeflogen, landen auf der Wasseroberfläche, kleine Fontänen spritzen auf. In der Mittagssonne taumeln noch zwei Schmetterlinge von Blüte zu Blüte. Ein Gruß des Sommers, der sich bald verabschieden wird. Die Schlossschänke "Zur Remise" bietet im rustikalen Ambiente gut bürgerliche Speisen. Nach dem Rundgang durch den schönen Landschaftspark suchen wir uns einen Platz in der Gaststätte. Kaum zu glauben, dass dieses Gebäude in seiner wechselvollen Geschichte mal zum unterstellen von Kutschen, als Autogarage und in jüngster Vergangenheit als Schweinestall und Turnhalle genutzt wurde! Wir wählen Forellenfilet auf Wurzelgemüse in Alufolie gedünstet mit Petersilienkartoffeln. Diese Zubereitung für Forellenfilet kenne ich nicht, es schmeckt uns so gut, dass ich dieses Gericht vielleicht selbst einmal ausprobieren werde. Gut gestärkt, reicht die Kraft, um den Schlossturm zu besteigen. Der klare Septembertag bietet eine gute Sicht über den Naturpark "Hoher Fläming". Weite Wiesen, Wälder und Felder durchzogen von Rad- und Wanderwegen erstrecken sich in der Ebene. Das Schloss wird jetzt umgebaut. Künftig sind im Schloss Wohnungen, Ausstellungs- und Gesellschaftsräume so wie Büros untergebracht.
Wir laufen noch zum "Alten Dorf Wiesenburg".
"Neben dem Burgreal ist der Bereich Marienkirche, Herrmann-Bossdorf-Straße ein wichtiges Zentrum der Entwicklung." Hinweis auf einer Tafel am Ortseingang.

Wegen des günstigen Zugangs zum Wasser (Flachbrunnen) siedelten hier schon zeitig Bauern in diesem Ortsteil. Die erhaltenen bäuerlichen Wohn- und Wirtschaftsgebäude stammen aus dem 18. bzw. 19. Jh.
Der Findling am Haus Kirchstr. 1 erinnert an den in Wiesenburg gebürtigen Dichter "Herrmann Bossdorf". Inschrift auf dem Findling:
"Die Heimat ihrem großen Sohne - Herrmann Bossdorf - , geb. 29.10.1877 zu Wiesenburg, gestorben 24.9.1921 zu Hamburg."
Als wir an der alten Feldsteinkirche stehen, kommt gerade eine Frau heraus. Sie ist so nett und lässt mich in die schlichte Kirche schauen.

Der Altar ist aus dem 15. Jh. Durch die Kirchenfenster fällt die Nachmittagsonne, eine wohltuende Ruhe und eigenartige Stimmung umfängt mich. Die Frau, die gerade die Blumen in der Kirche versorgt hat erzählt mir, dass sie leider das Gotteshaus wieder verschließen muss, weil Gegenstände entwendet oder die Einrichtung beschädigt wurde. Wenn sich eine Gruppe in Wiesenburg anmeldet, dann wird die Kirche in die Führung einbezogen.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz erfreuen wir uns an den schönen Vorgärten. Üppig blühen die goldgelben und bräunlichen Studentenblumen. Hohe farbenprächtige Dahlien schmücken ein Beet vor einem Haus. An einem grünen Bogen hinter dem Gartentor ranken sich dunkelrote Rosen empor. Der Spätsommertag erstrahlt mit Blüten und Blumen in herrlicher Pracht.

Durch die kleinen gepflegten Dörfer mit schmucken restaurierten Häusern, aber auch an so manchem verlassenen Bauernhof vorbei, fahren wir wieder zurück nach Belzig. Belzig ist mir besonders vertraut, hier ist meine Mutter geboren und aufgewachsen. Die Schule, in die sie 1911 eingeschult wurde, ein roter Backsteinbau, steht noch und wird auch heute noch als Schule genutzt.
Meine Brüder verbrachten oft ihre Ferien bei den Großeltern. Ich lernte nur meinen Großvater kennen, die Oma war, als ich geboren wurde, schon tot. Aber meine Eltern haben oft von ihnen erzählt, von der Werkstatt des Großvaters, er stellte Holzpantinen her und die Oma zog noch mit der Kiepe über die Dörfer und bot die Pantinen bei den Bauern an. Großvater züchtete Kanarienvögel. In der Werkstatt hingen viele Käfige mit den buntgefiederten Freunden. Für einige erhielt er bei Ausstellungen Preise. Während er Pantinen fertigte, brachte er den Vögeln das Singen bei.
Lang, lang ist's her!!
In Brück machen wir eine Kaffeepause, dann fahren wir auf der Autobahn wieder zurück nach Rangsdorf.

Eine Geschichte von: Leseliese

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