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Magazin  > Das liebe Tier  > Mit Katze und Hund auf Reisen

Mit Katze und Hund auf Reisen

(dgk) Wenn die Familie in den Urlaub fährt, sollen oft auch die vierbeinigen Familienmitglieder dabei sein. Damit die Reise für Hund oder Katze nicht zur Qual wird, muss vorher allerdings einiges bedacht werden. Es fängt direkt mit der Anreise an.

Auf Flugreisen besser verzichten
Die Tierschutzorganisation PeTA rät generell davon ab, Tieren Flüge zuzumuten, sofern das Tier nicht in der Passagierkabine mitreisen kann – und das dürfen nur kleine Hunde oder Katzen. Als "klein" gelten sie, je nach Fluggesellschaft, mit einem Gewicht von 5 bis 8 kg. Reisen im Frachtraum können für Vierbeiner eine erhebliche Belastung sein. Laut PeTA könne es dort zu starkem Temperaturabfall kommen, und manchmal würde die Ladung mit Pestiziden begast. Die lauten Geräusche und die Trennung vom "Rudel" bedeuten für Tiere eine erhebliche nervliche Belastung.

Reiseproviant für Vierbeiner?
Besser verträglich ist eine Anreise mit dem Auto. Für die Fahrt sollten Tierhalter neben den eigenen Pausensnacks auch Wasser für den Vierbeiner sowie ein Trinkschälchen mitnehmen. Futter hingegen gehört nicht in den Reiseproviant, denn Hunde und Katzen sollten während der Fahrt und etwa zwei Stunden vorher nichts fressen. Auch ihnen kann auf Autoreisen übel werden, vor allem, wenn der Magen voll ist.

Vor Überhitzung schützen
Fahrten bei hohen Temperaturen belasten Tiere sehr. Das gilt nicht nur für lange Strecken oder in südlichen Ländern, sondern auch für kurze Autofahrten im Sommer zu Hause. Am besten ist es daher, in den kühleren Morgen- oder Abendstunden zu fahren oder aber in der Nacht. Falls sich eine Fahrt während der heißen Tageszeit nicht vermeiden lässt, muss man vorsorgen: Sonnenblenden an den Fenstern des Wagens und ausreichend Wasser sollten selbstverständlich sein.

Ein Tier darf im Sommer niemals allein im Auto gelassen werden, denn es kann innerhalb kürzester Zeit zu einem Backofen werden – und das auch im Schatten oder bei geöffnetem Fenster.

Deshalb sind Katze und Hund so hitzeempfindlich
Im Gegensatz zu Menschen können Hund und Katzen ihre überschüssige Wärme nicht durch Schwitzen abgeben, denn sie besitzen Schweißdrüsen nur an den Pfoten und am Nasenspiegel. Diese Besonderheit macht sie stark hitzeempfindlich. Die Wärmeregulierung findet bei Hunden hauptsächlich über das Hecheln statt. Katzen lecken ihr Fell ab, um so für Verdunstungskühle zu sorgen. Um diesen Verdunstungsverlust auszugleichen, ist es wichtig, den Tieren bei Wärme immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung zu stellen.

Tierisches Reisegepäck
Natürlich muss auch für den Vierbeiner eine Tasche gepackt werden. Das gewohnte Futter für die Dauer der gesamten Reise samt Fress-und Wassernapf gehören hin- ein, ebenso wie Kotbeutel oder Katzenklo, Bürste oder Kamm, Spielzeug, Handtuch, Leine und Körbchen oder Decke. Nicht vergessen werd en dürfen gegebenenfalls Medikamente.

Damit der Vierbeiner nicht verloren geht
In den ersten Tagen vor Ort sollte man das Tier anleinen, damit es nicht ausbüxen und verlorengehen kann. Die unbekannte Umgebung lenkt manche Hunde so sehr ab, dass sie nicht mehr auf die Kommandos ihrer Halter reagieren. Natürlich sollten Hunde und Katzen eine Identifizierungsmarke am Halsband tragen. Daneben empfiehlt sich, einige Marken mitzunehmen, die den aktuellen Aufenthaltsort angeben wie z. B. die Adresse des Campingplatzes oder des Hotels. Natürlich sollte auf diesen Marken auch die Handynummer des Halters stehen.

Papiere und Einreisebestimmungen
Auch Tiere brauchen Papiere. Bei Reisen innerhalb der EU müssen Tierhalter den erforderlichen EU-Heimtierausweis für Hunde, Katzen und Frettchen dabei haben. Sie sollten prüfen, ob die allgemeinen und länderspezifischen Schutzimpfungen noch gültig sind und fehlende Impfungen rechtzeitig nachholen. Damit es kein böses Erwachen gibt, sollten zudem vorab Informationen über die Einreisebestimmungen des Urlaubslandes und länderspezifische Vorschriften für be- stimmte Hunderassen eingeholt werden. So gibt es beispielsweise Länder, in denen einige Hunderassen Maulkorb tragen oder Hundehaltereine Bandwurmbehandlung ihres Lieblings nachweisen müssen.

(Text+ Foto: dgk )

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