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Magazin  > Kurzgeschichten  > Ein Sommertag auf dem Land (As...

Ein Sommertag auf dem Land (Asthar)

Es war an einem heißen Samstag im August. Der Asphalt auf der Straße war durch die Hitze schon richtig aufgeweicht. Es war spät nachmittags, die Nachbarn und auch wir, hatten wie immer üblich an Samstagen das Kehren hinter uns. Bürgersteig und Rinnstein waren also sauber und für den anstehenden Sonntag gerüstet.
Es war kaum ein Mensch auf der Straße zu sehen. Ich kam gerade von der Bach (einem kleinen Flusslauf) vom Baden. Irgendwie blieb ich noch eine Weile an unserem Hoftor stehen und döste so vor mich hin. Unser Hoftor, war ein zweiflügliges Wellblechtor, indem noch einige Einschusslöcher vom Krieg her zu sehen waren.
Als ich so am offenen Tor lehnte, kam auf einmal aus der ca. 150 m entfernten Bahnunterführung ein Pferdewagen mit einem Jauchefass beladen langsam die Straße herauf gefahren. Während der Bauer gelangweilt auf dem Bock saß, trabte das Pferd mühselig in dieser Hitze Schritt vor Schritt vor sich hin. Es war der Bauer aus der Rheinstraße, bei dem ich später als ich älter war mit auf's Feld ging um mir mein Taschengeld aufzubessern.

Im jetzigen Alter, 4 oder 5 Jahre! in dem ich mich befand, war alles was fahren konnte natürlich von besonderem Interesse! Wir Jungs, nutzten oft solche Gelegenheiten um ein Stück auf so einem Pferdewagen mitzufahren. Als der Pferdewagen auf meiner Höhe war, lief ich los, ich sprang hinten auf und setzte mich auf den Querholm um einfach ein Stück mitzufahren. Was mich allerdings an diesem Tage dazu bewegte, dann doch nicht weiter mitzufahren, sondern eher etwas saublödes zu tun - kann ich heute nicht mehr nachvollziehen. Das was dann geschah, erzählte man sich noch Jahre später immer wieder bei bestimmten Gelegenheiten an den Theken unserer Kneipen.

Ich sprang also wieder vom Wagen ab was bei diesem Schneckentempo für mich kein Problem war. Doch dann, machte ich den entscheidenden Griff ... Ich griff nach dem in meiner Reichweite befindlichen Hebel, eine Drehung nach oben - und das Jauchefass war auf.

Auch das ist bis heute ungeklärt, wieso ich bei diesem Akt nichts abbekam! Die Jauche spritzte gefächert im hohen Bogen aus dem Fassablauf und ergoss sich in einem breiten stinkenden Schwall auf die heiße Straße. Der Bauer hatte bisher noch nichts bemerkt und fuhr seinen Weg ruhig weiter. Ich aber, hatte jetzt nur noch einen Gedanken, nichts als weg. Es waren ungefähr 40 Meter bis zu unserem Haus die ich in Rekordzeit zurück legte. Hoftor auf und nichts als rein in unseren Hof. Jetzt erst einmal Luft holen und dann schnell ins Haus und nach oben in unsere Wohnung. Aber ...! die Neugierde war mal wieder stärker. Ich wollte einfach nachsehen, was sich mittlerweile auf der Straße so tat.

Schräg gegenüber wohnte eine Schulfreundin von mir, deren Oma hatte die ganze Zeit am offenen Fenster gelehnt und die Düngung der Straße mitbekommen. Sie kreischte hinter dem Bauer her und erreichte dadurch, dass dieser dann endlich anhielt. Der hatte nämlich bereits schon wieder einige Meter zurückgelegt und die braune stinkende Brühe schön auf der Straße verteilt. Auf der noch heißen Straße war der Effekt natürlich besonders effektiv. Es stank einfach bestialisch! Doch wie gesagt, um meine Neugierde zu befriedigen, schaute ich durch die Einschusslöcher im Tor und hoffte dabei, irgend etwas sehen zu können. Das mittlerweile aufkommende Stimmengewirr auf der Straße veranlasste mich dann jedoch schnell meinen Beobachtungsposten am Tor aufzugeben. Jetzt galt es nur noch sich heimlich still und leise durch die Haustür noch oben in unsere Wohnung zu verdrücken. Kaum war ich jedoch an der Haustür angelangt, als eine Stimme ertönte, die mir zu rief: „Das ... sage ich deiner Mutter“.
Es war die Oma von vorhin genannter Schulfreundin die vom Fenster herunter plärrte und im wahrsten Sinne des Wortes ... stink-sauer war. Doch so schnell wollte ich mich nicht geschlagen geben. Mit ein zwei Sätzen war ich wieder zurück am Tor, und zack, machte ich den Riegel vor. Jetzt konnte sie ruhig kommen! ... dachte ich!
Mittlerweile war das Fenster gegenüber leer und das Unheil war schon unterwegs. Nachdem ich den Riegel vorgeschoben hatte gab es jetzt für mich nur noch eine Devise, nichts als weg, Haustür auf und ab nach oben zu Muttern. Aber, ich hatte mich verrechnet, dass Glück verließ mich nun. Ich nehme an, selbst mein Schutzengel war wohl bei diesem Gestank überfordert und suchte mittlerweile das Weite. Es dauerte also nicht lange, da plärrte die Stimme von vorhin, vom Nachbarhof zu unserem offenen Küchenfenster herauf: „Mariaaa, Mariaaa, komm doch mal ans Fenster“...
Der Rest ist schnell erzählt, meine Mutter sagte nur: „Gleich kommt dein Vater vom Frisör nach Hause und dann kannst du was erleben“.
Ich habe noch gehofft, dass der Frisör vielleicht Nachtschicht machen würde, und mein Vater sein letzter Kunde wäre, aber, dieser Wunsch ging leider nicht in Erfüllung und so ereilte mich bald mein Schicksal. An diese Prügel die ich dann bezog, mein Vater hatte Hände groß wie Suppenteller, habe ich mich noch lange erinnert. Mein Hintern brannte einige Zeit wie Feuer und auch das Abendessen fiel für mich an diesem Samstag aus. Und so, ging ich in die Geschichte unseres kleinen Ortes ein. Und ...! es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein ... smile!

Von erloschenen Sternen fällt der Strahl,
immer noch wie einst auf Berg und Tal.
Und so leuchten mir noch aus der Ferne,
meiner Jugend längst erlosch’nen Sterne.
Julius Sturm (1816 - 1896), Deutscher Dichter

Ein Text von: Asthar

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