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Alexa, Siri & Co: Dienstbare Geister mit Tücken

Sprachassistenten wie Amazons Alexa, Microsofts Cortana, der Google Assistant oder Apples Siri sind derzeit ein Renner. Doch was diese Systeme tatsächlich leisten können, ist durchaus beschränkt. Dabei wäre es doch so schön, wenn ein dienstbeflissener Assistent die Wohnung schon geheizt hat, wenn man im Oktoberwetter nach Hause kommt. Ihr volles Potenzial entfalten die Sprachassistenten laut Experten jedoch nur in Verbindung mit anderen Geräten.

Wie funktionieren Sprachassistenten?
Was die verschiedenen Systeme können, unterscheidet sich derzeit nicht gravierend. Meist handelt es sich um eine Lautsprecher-Mikrofon-Kombination mit einem eingebauten Computer. Einige Modelle kommen in naher Zukunft auch mit Bildschirm auf den Markt. Viele Funktionen sind in den USA schon implementiert, in Europa aber noch Zukunftsmusik. Amazon bietet dort zum Beispiel auch eine smarte Kamera an, die den Nutzer unter anderem in Modefragen berät. Einmal ins Heimnetzwerk eingebunden, lauschen die Assistenten auf ihr Aktivierungswort. Sagt der Nutzer dann den „Namen“ des Gerätes, aktiviert sich der Assistent und führt auf Kommando Aktionen aus. In der Werkseinstellung beherrschen die Assistenten allerdings kaum beeindruckende Leistungen. Sie spielen Musik von Streamingdiensten oder Internetradio ab, können Fragen zum Wetter oder andere leichte Websuchen beantworten, Kalendereinträge oder Erinnerungen anlegen oder einen Timer quasi als High-End-Eieruhr rückwärts laufen lassen.

In Verbindung mit anderen Geräten
Erst in Verbindung mit anderen Geräten zeigen Alexa, Siri und Co., was in ihnen steckt. Dann wird das Heim zum Smart-Home. Das ist möglich, weil die Anbieter ihre Systeme für Hersteller öffnen. Diese können dann eigene Produkte entwickeln, die sich über Alexa, Siri und Co. steuern lassen. Der Sprachassistent kann dann zum Beispiel Heizungsthermostate ansteuern. Das spart, richtig eingesetzt erheblich Energiekosten. Im Urlaub können Nutzer die Beleuchtung bedienen und Rollläden über geeignete Motoren öffnen und schließen. So wirkt das Haus auch in der Abwesenheit seiner Bewohner belebt. Das schützt vor Einbrüchen. Sollten sich dennoch Einbrecher eindringen, kann der Sprachassistent das Alarmsystem steuern. Drittanbieter können für die meisten Sprachassistenten auch sogenannte Skills entwickeln. Dann wird der Assistent um Kommandos erweitert und spielt beispielsweise einen bestimmten Radiosender, kann den Müllkalender abfragen oder Verbindungen im Nahverkehr recherchieren.

Alexa und der Datenschutz
Um jederzeit Sprachbefehle entgegennehmen zu können, sind die meisten Sprachassistenten permanent aktiv. Das ist praktisch, weckt aber auch Befürchtungen: Bei der Nutzung der Assistenten können gespeicherte Daten außerdem mit Daten aus anderen Online-Diensten zusammengeführt werden, warnt auch die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. So können detaillierte Nutzerprofile für Marketing und Marktforschung angelegt werden. Nutzer müssten darüber hinaus darauf vertrauen, dass Hersteller die Geräte gegen Zugriff von außen absichern. Keine einfache Aufgabe. Außerdem sollten sich Nutzer in jedem Fall bewusst machen, dass ihre Daten an die jeweiligen Server weitergeleitet und dort auch gespeichert werden. Unter Umständen können private Informationen so in Ländern landen, die einen wesentlich geringeren Datenschutzstandard als Deutschland haben. Eine Garantie, dass weder Kriminelle noch Geheimdienste und Ordnungsbehörden die Geräte zum Abhören nutzen, gibt es laut ARAG Experten auch nicht.

(Presseservice: ARAG SE)

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