Erinnern - Versöhnen - Verantwortlich handeln

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     happyday antwortete vor 1 Jahr, 5 Monate 1 Teilnehmer · 1 Senden
  • happyday

    Teilnehmer
    23. Mai 2019 um 14:33

    …unter diesem Thema haben sich gestern, diesmal nur ein kleiner Kreis interessierter Menschen, in Dresden erneut versammelt.
    Ich hatte das Glück, bereits am dreitägigen workshop im November 2018 zum Thema "Wir Kinder des Kalten Krieges- Das Beste aus Ost und West", teilnehmen zu können.
    Beides jeweils unter der Leitung von Barbara von Maibom.
    Prof. Dr. Barbara v. Meibom lehrte Politik­ und Kommuni­kationswissenschaft an der Universität Duisburg Essen. Sie ist Gründerin und Leiterin von Communio­Institut für Führungskunst in Berlin und engagiert sich seit Jahren für eine Arbeit mit kollektiven Feldern, die aus der Historie in die Gegenwart hinein­wirken.

    "Traumata im Osten wie im Westen Deutschlands werden inter­-generational weitergegeben. Sie wirken auf vielfältige Weise nach und können jederzeit unvermittelt wieder aufbrechen. Dies geschieht insbesondere in Phasen der Unsicherheit. Der Diskurs der Vergangenheit bezog sich unter dem Stichwort „Kriegskinder und Kriegsenkel“ vor allem auf die Hinterlassen­schaft des Nationalsozialismus. Heute geht es auch darum, den Blick auf die Zeit nach 1945 und nach 1989 zu richten, in der Generationen von „Kindern des Kalten Krieges“ herange­wachsen sind.Barbara von Meibom hat mit dem Buch Deutschlands Chance. Mit dem Schatten versöhnen, Berlin: Europaverlag 2013, den Fokus auf die Zeit bis 1945 gelegt. Mit der Werkstatt zum Thema „Wir Kinder des Kalten Krieges“, die sie in Zusammen­arbeit mit dem Resonanzteam Berlin und dem Haus Glaser in Dresden durchgeführt hat, wurden diese Überlegungen in die Gegenwart fortgeführt. Die Vortragsveranstaltung schließt hieran mit dem Ziel an, das bisher Erarbeitete mit einem größeren Kreis von Menschen zu teilen und einen gemeinsa­men Wahrnehmungsraum zu öffnen."

    Es ist an der Zeit, dass wir uns anschauen, uns aus Ost und West unsere Geschichten erzählen und uns Schuldzuweisungen bewusst anschauen und davon befreien. Wer sich mit diesem Thema befasst weiß es, es ist ein schmerzhafte Prozess, der auch Mut braucht. Die Wahrheit kann recht unbequem sein…

    Für mich die gute Nachricht ist, bereits in vier Wochen geht im Haus Glaser in Dresden die Diskussion in die nächste Runde.
    Ich freue mich drauf.

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