Nibelungen 6

  • Nibelungen 6

     Novis antwortete vor 1 Jahr, 5 Monate 1 Teilnehmer · 1 Senden
  • Novis

    Organisator
    30. September 2019 um 9:17

    Zunächst die Auflösung von Nibelungen 5:

    1. Wie hießen die beiden Boten Etzels, die die Einladung nach Worms überbrachten?
    Es waren zwei Hofmusikanten Etzels Werbel und Schwemmel
    2. Was machte Hagen mit dem Kaplan?
    Er warf ihn während des Übersetzens über die Donau ins Wasser. Wenn er ertrank, stimmte die Prophezeiung der Nixen nicht, Rettete er sich, dann war die Prophezeiung richtig.
    3. Wie hieß der Sohn von Etzel und Kriemhild?
    Der Sohn hieß Ortlieb

    Nibelungen 6

    Kriemhild begrüßte die Ankömmlinge auf der Etzelburg ohne ein Lächeln und eiskalt. Ihrer Aufforderung, die Waffen in der Rüstungskammer aufzubewahren, folgten die Gäste auf Anraten Hagens nicht.

    Nicht ganz zu Unrecht, denn nachdem Kriemhild entdeckt hatte, dass Hagen des Schwert Siegfrieds, den Balmung, führte, war sie so zornig, dass sie einen Hunnenhauptmann mit etlichen (400?) Gefolgsleuten in den Burghof mit dem Auftrag schickte, Hagen zu töten.
    Doch Hagen schwang den Balmung drohend durch die Luft, woraufhin sich die Angreiferschar zurückzog.

    Nach dem Empfang durch Etzel und dem Austausch von Höflichkeiten, zogen sich die Gäste in den Burgsaal zurück, um zu ruhen. Hagen und Volker bewachten den Schlaf ihrer Leute. Das war auch notwendig, denn während der Nacht versuchten erneut heranschleichende Hunnen in den Schlafraum einzudringen. Allerdings vergeblich. Sie schlichen sich wieder vondannen, als sie die Wächter am Eingang entdeckten.

    Am folgenden Tag fand ein Gastmahl statt, an dem Gunter, seine Brüder und die treuesten der Gefolgschaft teilnahmen. Das Gastmahl verlief zunächst in freundlicher Atmosphäre. Kriemhild jedoch hatte den Bruder Etzels mit Namen Blödel verpflichtet, die Gäste anzugreifen und den Tod Siegfrieds zu rächen. Blödel drang in den Gästesaal ein und richtete unter den Burgundern ein Blutbad an. Dankwart war es, der entkam und Gunter und Hagen beim Gastmahl davon in Kenntnis setzte.

    Der Burgunder Reaktion auf diese Meldung war ein weiteres Blutgemetzel im Speisesaal. Es begann mit einem Schwertstreich Hagens, mit dem er dem zarten Königssohn Ortlieb den Kopf abschlug. Erst Dietrich von Bern gelang es, dem Gemetzel Einhalt zu gebieten und die Burgunder zu überreden einigen Anwesenden freien Abzug zu gewähren. Dabei waren auch Etzel und Kriemhild.

    Hagen verspottete Etzel als Feigling. Dieser aber entzog sich einem Zweikampf mit Hagen. Stattdessen traten immer neue namhafte Ritter hervor, die Etzel und Kriemhild zur Treue verpflichtet waren, um sich den Burgundern oder Nibelungen – wie sie sich seit der Überführung des Nibelungenschatzes nach Worms nannten – zum Kampf zu stellen.

    Der Kampf hinterließ bei den Gästen Spuren. Sie waren erschöpft und sie suchten bei Etzel ein Ende des Gemetzels zu erreichen. Der aber lehnte ab. Er begründete dies mit der Ermordung seines Sohnes Ortlieb. Kriemhild schaltete sich ein und bot Frieden an, wenn die Burgunder Hagen ausliefern würden. Das wiederum lehnten die Burgunder ab. So wurde die Schlacht in der Etzelburg fortgesetzt.

    Kriemhild hatte an den Saal Feuer legen lassen und das forderte etliche Tote unter den Getreuen. Doch auch das zwang die Nibelungen nicht zur Aufgabe.
    Deshalb forderte Kriemhild nun von Rüdiger von Bechlarn – wir erinnern uns: Das war der Bote, der Etzels Heiratswerben nach Worms gebracht hatte und dem Kriemhild jenen hinterhältigen Eid abverlangt hatte – die Einlösung seines Eides. Aber auch Rüdiger fiel im Kampf gegen Gernot, der dies allerdings auch mit dem Leben bezahlen musste.

    Die Schlacht ging ihrem Ende entgegen. Schließlich waren nur noch Gunter und Hagen auf der Seite der Burgunder übrig. Alle Gefolgsleute Dietrichs von Bern außer seinem Meister Hildebrand waren gefallen.

    Da trat Hildebrand als letzter gegen Hagen und Gunter an und es dauerte nicht sehr lange, bis er die beiden ermüdeten Recken körperlich überwunden hatte. Er fesselte sie und übergab sie an Etzel und Kriemhild.

    Kriemhild versprach Hagen, ihn am Leben zu lassen, wenn er das Versteck des Nibelungenschatzes preisgeben würde. Hagen antwortete: „Solange noch ein Burgunder lebt, erfährt niemand etwas von mir.“ Daraufhin ließ Kriemhild ihrem Bruder Gunter den Kopf abschlagen. Hagens Antwort aber war, dass nunmehr nur noch er und Gott den Ort kennen würden. Er aber würde ihn nie verraten.

    Da ergriff Kriemhild den Balmung – Siegfrieds Schwert – und schlug Hagen den Kopf ab.

    Dies war nach damaliger Auffassung eine ungeheure Freveltat. „Einer der größten Helden gefallen durch Weiberhand,“ so brauste Meister Hildebrand auf. Das darf nicht ungesühnt bleiben. Er richtete Kriemhild mit dem Schwert.

    Das ist das tragische Ende der Nibelungen.

    Hier die Fragen an die Experten:

    1. Volker von Alzey spielte ein Musikinstrument. Welches?
    2. Welches war die Nacht, während der Hagen und Volker am Tor zum Gästehaus Wache hielten?
    3. Wodurch entkam Meister Hildebrand den Schwertstreichen Hagens?

    Novis

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