Nibelungen 2

  • Nibelungen 2

     Novis antwortete vor 1 Jahr, 4 Monate 1 Teilnehmer · 1 Senden
  • Novis

    Organisator
    11. September 2019 um 8:55

    Am Schluss des ersten Teils hatte ich drei Fragen gestellt.

    Hier die Auflösung:
    1. Wie hieß der Schmied, bei dem Siegfried in die Lehre ging?
    Der Schmied hieß Mime

    2. Wie hieß das Schwert, das die Nibelungen Siegfried versprochen hatten?
    Das Schwert hieß Balmung

    3. Welche drei Dinge nahm Siegfried vom Ort des Geschehens auf seine weitere Wanderschaft mit?
    Das Schwert Balmung, die Tarnkappe, die er Alberich abgenommen hatte und einen Ring aus dem Schatz der Nibelungen

    Nibelungen 2

    Siegfried kehrte in seine Heimatstadt Xanten zurück. Dort feierten seine Eltern ein tagelanges Wiedersehensfest.
    Zeitungen, Radio oder Fernsehen gab es zu jener Zeit noch nicht. Nachrichten wurden durch Kuriere verbreitet oder durch fahrende Sänger, die von Burg zu Burg zogen und das, was sie irgendwo aufgeschnappt hatten, zur Leier oder Klampfe in Melodien verpackt weiter gaben. Dabei nahmen sie es mit der Wahrheit nicht so genau. Spannend mussten die Nachrichten sein und zu den wenigen Melodien aus dem Repertoire der Sänger passen.

    Zu dieser Zeit gab es für die fahrenden Sänger zwei wichtige Nachrichten. Eine war der erfolgreiche Kampf Siegfrieds gegen den Drachen. Die andere waren Lobgesänge auf die Schönheit der Burgundentochter Kriemhild. Diese wurde so gepriesen, dass Siegfried den Entschluss fasste, nach Worms zu reisen und um die Gunst der schönen Kriemhild zu werben.
    Die Eltern meldeten Bedenken an. Sie meinten den stolzen Burgundern nicht ebenbürtig zu sein. Außerdem hatten sie von Hagen, dem finsteren Oheim des Geschlechts gehört und fürchteten Schlimmes für ihren Sohn.

    Siegfried aber vertraute auf seine Kraft, sein gutes Schwert und seine Unverwundbarkeit. Per Schiff ging es mit zwölf auserwählten kampfstarken Begleitern rheinaufwärts gen Worms, das nach sieben Tagen erreicht wurde.

    Siegfried verstieß gleich mehrfach gegen Gepflogenheiten der damaligen Zeit. Er führte weder Wimpel noch Wappen mit. Das konnte er wohl auch nicht, denn er hatte ja noch nicht die königliche Nachfolge seines Vaters angetreten.

    Und er erschien am Wormser Hof unangemeldet.

    So wurde er dort recht kühl empfangen.
    Siegfried tat seinerseits ein Übriges. Als er nach dem Grund seines Kommens gefragt wurde, erklärte er freimütig, dass er sich mit den Rittern der Burgunder im Kampf messen wolle und vielleicht auch ein wenig von dem Burgunderreich für sich abzwacken wolle. Seine wahre Absicht, nämlich um die Gunst von Kriemhild zu werben, verschwieg er.

    Es hätte nicht viel gefehlt und der grimme Hagen hätte Siegfried mit seinem Schwert in seine jugendlichen Schranken verwiesen. Giselher, der jüngste der königlichen Brüder ging dazwischen und schlichtete den aufkommenden Streit.

    Siegfried wurde dann doch willkommen geheißen und nachdem er sich fortan ordentlich benahm, wurde ihm nach einem Monat angeboten, dass er so lange im Worms bleiben dürfe, wie es ihm gefalle.

    Siegfried war ein wenig sauer, weil er im eigentlichen Zweck seiner Reise, nämlich das Werben um die Gunst Kriemhilds, noch keinen Schritt weiter gekommen war. Kriemhild entzog sich den Blicken der Männer. Allerdings schaute sie heimlich aus dem Fenster ihrer Kemenate den Ritterspielen im Burghof zu und ihr Herzchen schlug um einige Takte schneller, wenn sie unter den Kämpfenden im Burghof den blonden Siegfried erspähte.

    Siegfrieds Aufenthalt in Worms zog sich hin. Nach einem Jahr hatte er Kriemhild immer noch nicht zu Gesicht bekommen.

    Da schickten zwei Könige aus dem Norden den Burgundern einen Fehdebrief. Zwölf Tage Zeit ließen sie Gunter und seinen Gefolgsleuten für ihre Mobilmachung. Eine Zeitspanne, die viel zu kurz war, um dem anrückenden Feind erfolgreich entgegen treten zu können. In seiner Verzweiflung bat Gunter Siegfried um Unterstützung, die dieser auch bereitwillig zusagte.

    Mit einem unbezwingbaren Siegfried in ihren Reihen ging die Schlacht für die Burgunden siegreich zu Ende. Die Helden kehrten heim nach Worms und feierten ein großes Siegesfest.
    Bei diesem Siegesfest wurde Siegfried der Königstochter Kriemhild endlich vorgestellt und er durfte sie auch einige Tage lang zu Tisch führen. Das war aber auch alles.

    Als das Fest vorbei war, wollte Siegfried nunmehr in dieser Sache das Handtuch werfen und nach Xanten zurückkehren. Sein Pferd stand schon gesattelt im Hof, als Giselher an ihn heran trat und ihm zuflüsterte: „Siegfried bleibe noch. Mein Bruder Gunter wird dich brauchen.“

    Hier die Fragen an die Sachverständigen:
    1. Wer identifizierte Siegfried bei seiner Ankunft in Worms als den Drachtentöter?
    2. Wer waren die Feinde und wie hießen ihre Könige, die den Burgundern den Fehdebrief geschickt hatten?
    3. Wo fand die Schlacht zwischen den Burgundern und dem beschriebenen Feind statt?

    Wer die Lösungen weiß, darf mir gerne eine Mail schicken.

    Lösungen zu Teil 1 sind bei mir leider nicht eingegangen.

    Novis

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