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Terra Australis – der geheimnisvolle Kontinent hinter dem Horizont, das letzte Geheimnis einer verborgenen Landmasse auf der Südhalbkugel. Der rote Kontinent, uralte Kulturen und Tierwesen, die nur darauf warten – entdeckt zu werden, um dich dann zu töten.
Oftmals habe ich von den Wünschen oder Sehnsüchten gehört – einmal im Leben nach Australien. Aber, – einerseits weit weg und andererseits leben dort die giftigsten Tiere der Erde.
„Stimmt“, sage ich meist und plane meine nächste Reise auf den fünften Kontinent. Und ich bin offen für all das, was mich erwartet und was mich nicht erwartet. Nur so erlebe ich es nachhaltig und ehrlich. „Expect the unexpected“, heißt es, und ich habe (fast) nie schlechte Erfahrungen gemacht. Die Eindrucksvollsten allerdings geschahen immer dort, wo es keine oder kaum Menschen gab. Im Outback. Okay, Sydney ist schön. Die Vivid, das Lichterfest – eine Augenweide. Doch das ist alles von Menschen gemacht und ist immer recht komfortabel. Licht, Strom zum Kühlen, Wasser, ein bequemes Bett, genügend Auswahl beim Essen und….tja, ordentlich arrangierte und kultivierte Natur.
Australien ist anders und wehe dem, der sich darauf einlässt.
In der Weite des Outback, und ich rede hier von einigen 100km bis zum nächsten Ort, der eher aus einer Tankstelle mit Bier und Fritten besteht, in dieser Weite lebt man anders, muss man anders leben, um zu überleben. Das ist keinesfalls übertrieben. Wer hier leichtfertig übertreibt, lebt eventuell nicht mehr lange oder zumindest könnte es ihm an wichtigen Dingen recht schnell mangeln.
Oder, man trifft auf die Natur in all seinen Facetten und erlebt sie hautnahe, oder doch eher in einem gesunden Abstand? So fuhr ich im tiefen Westen von Western Australia auf dem legendären Wool Wagon Pathway mit einem Offroader mit genug Wasser und Benzin und einer Menge – Mut.
Zaun- und beinahe baumlos ist diese Landschaft, uralt und kaum besiedelt. Doch alles hat so seinen Reiz, man(n) muss ihn nur zulassen. Ich hielt an, da ich dachte, ein großer Ast liegt mitten auf der Sandpiste. Ein Unfall hier – und die Probleme hätten begonnen. Es war kein Ast, auch kein anderer Gegenstand – er bewegte sich in Richtung Buschwerk.
Ich griff sogleich zur Kamera, sie ist förmlich ein Körperteil von mir. Aussteigen, heranpirschen, in die Hocke gehen, nein reicht nicht, hinlegen und langsam heranrobben bis, ja, – bis einige Bilder im Kasten waren und das nette Getier mir dann unmissverständlich zu verstehen gab, das diese Session nun vorbei sei.
Der Sand Goanna Waran richtete sich auf und züngelte in meine Richtung. Zeit, den Rückzug anzutreten oder nein, erstmal ein Bier und alles sacken lassen.
So entstanden diese Bilder, von denen ich hier drei vorstellen möchte.
VG Driftwood