Startseite Foren Politik - Zentrale Rassismus Antwort auf: Rassismus

  • rooikat

    Teilnehmer
    25. September 2020 um 17:30

    @Gesa und Syringia, seit dieser Hype aufkommt, sammle ich eigene Erfahrungen in Deutschland, abgesehen von denen in Namibia und Botswana. Mich interessiert schon immer, wie Menschen in anderen Gegenden, Ländern leben, Kinder erziehen, kochen …. leben.

    Ich habe keine Hemmungen, wenn es sich ergibt (längere Bahnfahrt, Wartezeiten u.ä.) zu fragen. Freundlich lächeln, die/der andere reagiert und dann frage ich höflich “Darf ich Ihnen eine Frage stellen, ohne dass Sie sich verletzt fühlen?” Habe bisher selten “Nein” erlebt.

    Nur ein Beispiel, eine junge Frau mit Kinderwagen, lange Fahrt nebeneinander mit der S-Bahn, wir kamen ins Gespräch, u.a. : Fühlen Sie sich diskriminiert, wenn ich zu Hause meiner Tochter beschreibe ‘ich habe mich heute mit einer schwarzen Frau unterhalten‘? Antwort: Wieso? Ich bin doch viel dunkler als sie (während der Unterhaltung (in dem Fall konkret z.B. die ‘Mohrenstraße’) lachend “Meine Tochter liebt diese süßen Mohrenköpfe) .

    In dem und anderen Gesprächen kam ein gewisses Unverständnis bis Amüsieren über die gegenwärtigen Umbenennungen zum Ausdruck. Meist kam die Meinung, dass das die Geschichte ist und wirkliche Änderungen in der Bildung z.B., in den Medien viel wichtiger sei. Manche empfinden als diskriminierend, dass Afrika in Medien, auf Plakaten usw. überwiegend mit hungernden Kindern, schmutzigen Gegenden publiziert wird, bestenfalls noch mit ethnischen Musik- und Tanzensembles.

    Es gibt nicht wenige studierte, habilitierte, wissenschaftlich arbeitende Menschen in Afrika, und nicht nur Weiße. Es gibt wie überall sowohl das eine als auch das andere.

    Dass Regierende, Stammesoberhäupter u.ä. nicht gerade im Sinne der Allgemeinheit regieren, das beschränkt sich nicht auf Afrika.

    Oft wurde lächelnd der ‘deutsche Hang zu Extremen’ erwähnt. Dem zu widersprechen fällt mir immer wieder schwer.

    Ausländische Hilfe wird anerkannt, auch nicht übersehen, dass diese zu oft in die falschen Kanäle und Taschen fließt. Das beschönigte niemand, allerdings wird auch auf die fehlende Kontrolle der Geberländer, -organisationen hingewiesen, die vieles ermöglicht*.

    Entwicklungshilfe kann auch eine Art des Abhängig-machens umfassen, Manche nennen es sogar Moderner Kolonialismus.

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    * wen es viell. interessiert, dazu ein Buch von Volker Seitz

    “Afrika wird arm regiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann”.

    rooikat

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