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Bärentraube, Echte

Pflanze: Arctostaphylos uva-ursi (L.) Sprengel
Familie: Heidekrautgewächse (Ericaceae)

Anwendung

Anwendung:

 unkomplizierter Harnwegsinfekt

Legende


Zubereitungen aus Bärentraubenblätter werden als sog. Harndesinfiziens bei leichten Infektionen der Blase und der ableitenden Harnwege angewandt. Die antibakterielle Wirkung wird dem Arbutin bzw. seinen Stoffwechselprodukten zugeschrieben, aus denen im Harn Hydrochinon abgespaltet wird. Die Hydrochinonbildung scheint durch scheint durch eine Alkalisierung des Harns gefördert zu werden. Daher wird empfohlen, durch eine vegetarische Ernährung oder durch die Einnahme von Natriumhydrogencarbonat, den pH-Wert des Urins ins Basische zu verschieben und die gleichzeitige Einnahme von harnansäuernden Substanzen, wie z.B. Vitamin C zu vermeiden. Obwohl der Gebrauch von Bärentraubenblättern weitverbreitet ist, existieren kaum Untersuchungen, die die Wirksamkeit belegen.
Weiterhin enthalten Bärentraubenblätter Gerbstoffe, Flavonoide und Iridoidglykoside.

Die Blätter sollten möglichst einen hohen Gehalt an Arbutin aufweisen und gleichzeitig einen niedrigen Gehalt an freiem Hydrochinon besitzen. Daher wird empfohlen, die Blätter im Dezember oder Januar zu ernten und schnell zu trocknen.

Die Anwendung von arbutinhaltigen Arzneimitteln soll ohne ärztlichen Rat nicht länger als eine Woche und nicht öfter als fünf mal pro Jahr erfolgen! (s. Hinweise)

Da der hohe Gerbstoffgehalt der Droge zu Magen- und Darmbeschwerden wie Übelkeit und Erbrechen führen kann, wird die Zubereitung des Tees als Kaltmazerat empfohlen (s. Dosierung).

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